Computerspiele im Vorschulalter?

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7 Antworten

Ich finde es völlig unnötig schon Vorschulkinder an einem Computer heranzuführen. Und Computerspiele im Vorschulalter schon garnicht - in welcher Form sollen Kinder davon partizipieren?

(...)Viele Kinder zeigen mit vier, fünf Jahren schon Interesse an Computer,
Laptop oder Tablet. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sie
mitbekommen, dass ihre Eltern oder älteren Geschwister diese Medien
häufig nutzen. Wenn Ihr Kind Interesse zeigt, ist nichts dagegen
einzuwenden, dass es mit Ihnen gemeinsam erste Versuche am Computer
unternimmt. "Nötig" oder wichtig für seine Förderung ist das aber nicht.(...)
[Quelle:http://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/medienwahrnehmung/3-6-jahre/]

Ich bin Vater einer siebenjährigen Tochter und Informatiker - obwohl der Computer zu meinen Alltag gehört, habe ich meine Tochter jetzt erst an den Computer herangeführt (Lernsoftware von der Grundschule).

Wir Menschen sind nicht nur visuell und auditiv veranlagt - sondern auch haptisch. Je mehr "Sinneskanäle" wir beanspruchen, desto besser lernen oder "begreifen" wir etwas - dass gilt umso mehr für Kinder.

Kinder unter 6 Jahren haben eine völlig andere kognitive Wahrnehmung, als wir Erwachsene - sie können noch nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden.

Die Empfehlung des Medienkonsums für unter 7 jährige ist maximal 30 Miniuten täglich (fernsehen eingeschlossen). Was so schon kaum einzuhalten ist. Wenn man mit seinen Kindern einen Film anschaut - sind dass ohnehin schon 60 - 90 Minuten. Was soll sich ein Kind darüber hinaus noch an einem Computer beschäftigen?

Es gibt so viel bessere alternativen zum Computer:

Lernspiele, Tiptoi, Expermentierkästen, Bücher, Lego, Playmobile, Malen, Basteln, Unternehmungen draußen an der frischen Luft etc.

Der Beitrag eines Antwortgebers zu dieser Frage hier, der schon mit vier die verschiedensten Computerspiele gespielt hat, ist doch leider selbstredend!

Und sorry... wenn ich mich hier ein bisschen "förmlich" ausgedrückt habe - ich bin völlig bodenständig und bei uns Zuhause gehts ganz locker zu - ohne Stress oder Druck meiner Tochter gegenüber - alles kann, so gut wie nichts muss...

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Kommentar von Caithness
24.05.2016, 20:23

Ich wollte dass folgende in der Antwort nicht schreiben - weil es sonst vielleicht zu arrogant oder "prahlerisch" gewirkt hätte:

Meine Tochter ist Klassenbeste und dennoch sehr beliebt - weil sie nicht der klassische Streber ist - und mit ihrer "Leistung" sehr bescheiden und zurückhalten umgeht. Wenn sie nach der Schule nach Hause kommt nimmt sie selbst ihr Lesemalheft von der Schule und arbeitet dran oder liesst selbstständig etwas.

Wir lesen uns auch sehr oft gegenseitig etwas vor. Ich habe meiner Tochter bevor sie lesen konnte, immer sehr viel vorgelesen.

Wir haben führer auch sehr viele Tiptoi-Spiele gepielt - (das Geheimis der Zahleninsel, Magors Lesezauber, mein Körper und Du etc.) Bei dem gemeinsam spielen und lernen - immer ohne jeglichen Druck und mit viel Liebe.

Ihre schulischen Leistungen zeigen glaube ich sehr deutlich, dass es sehr gut ohne Computer geht oder für ein Kind sogar förderlicher ist.

Mittlweile spielen wir auch "Computerspiele" an der Spielkonsole (Wii). Ich stelle aber immer einen "Wecker" auf 30 oder 45 Miniuten. Sie schaut über den Computerspielen hinaus, eine ihrer Lieblingssendungen - im Augenblick SpongeBob.

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Hallo Annika16,

ich würde sagen, dass es auf die Art der Computerspiele ankommt. Ich erinnere mich daran, dass mein kleiner Bruder damals im Vorschulalter Computerspiele spielen durfte, die logisches Denken und mathematisch Fähigkeiten gefördert haben. Ich finde es absolut in Ordnung, Vorschulkinder unter Aufsicht diese Spiele spielen zu lassen. 

Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Sein Kind in dem Alter stundenlang vor dem PC hocken zu lassen ist natürlich unmöglich. Aber jeden Tag mal so ein bisschen...? Meinem Bruder hat es jedenfalls nicht geschadet; im Gegenteil, es hat seinen Spaß an mathematischen Aufgaben gefördert und er hat schon früh zumindest in kleinen Ansätzen gelernt, einen Computer zu bedienen.

Warum also nicht? Wenn die Freizeitgestaltung des Kindes ansonsten ausgewogen ist, es also Kontakt zu anderen Gleichaltrigen und die Möglichkeit, sich auch mal (draußen) auszutoben, sehe ich da kein Problem.

Ganz liebe Grüße

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Meine Kinder hatten bereits mit 3 Jahren PC-Unterricht^^ in der Kita. Insofern stellt sich die Frage gar nicht. Es kann nicht schaden, Kinder frühzeitig an diese Technik heranzuführen. Es kommt allerdings auf die Inhalte an. Zocken, Ballerspiele und dergleichen sind raus! Es gibt aber pädagogisch anspruchsvolle und hochwertige Lernspiele. Die sind eine sehr gute Vorbereitung auf die Schule.

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Kommentar von Caithness
25.05.2016, 18:18

Und es gibt keine pädagogisch anspruchsvolle und hochwertige Lernspiele außerhalb eines Computers? Vielleicht so welche, wo auch eine zwischenmenschliche Interaktion stattfindet!

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Ich hätte jetzt nichts dagegen, habe selbst so ab 4 Jahre spiele wie Red Faction 1 oder Mafia gespielt. Eigentlich habe ich früher nur spiele ab 16 oder 18 gespielt da gab es nur wenige Ausnahmen wie gothic 1 oder GL Tron. Bin jetzt fast 20 und nicht verblödet wie irgendwelche Ärzte im tv oder Zeitschriften sagen. Wenn ich ein jetzt Kinder hätte dürften die nur die alten Schinken spielen die ich gespielt habe und nicht die neueren spiele wie Doom, GTA V, CoD oder Bald Battlefield 1.

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Also Normalerweise sollte man Kinder nicht Spielen lassen, allerdings muss ich aus eigener Erfahrung sagen dass ich seit ich 13-14 bin World of Warcraft gespielt habe und selten immer noch Spiele. Mit diesem Spiel hab ich besser Englisch gelernt wie in der Schule !

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Mir hat es damals auch nicht geschadet... Mache dieses Jahr meinen Realschulabschluss und habe sehr gute Noten, also, dass es angeblich verdummen könnte, glaube ich nicht. Kinder können mit Videospielen auch vieles lernen, wie zum Beispiel Fremdsprachen (Englisch beispielsweise).

Meinem 5-jährigen Kind würde ich trotzdem nicht erlauben Spiele, wie Battlefield, Call of Duty, Skyrim etc. zu spielen. Mein Kind  soll andere Hobbies haben, als am PC zu daddeln.

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Ja es gibt kein Argument was dagegen spricht
So lange Freunde Schule etc. Nicht vernachlässigt werden

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