Colitis ulcerosa mit 18?

5 Antworten

Es ist natürlich, dass das erstmal ein Schock ist, aber du brauchst aus folgenden Gründen keine Angst vor Darmkrebs zu haben:

  1. Das ist eine Langzeitfolge, die sich nach vielen Schüben entwickelt, so bald bekommst du sicherlich keinen Darmkrebs.
  2. Die Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs ist zwar erhöht, aber du brauchst dir keine Sorgen darum zu machen, denn du wirst regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen (Darmspiegelungen) ab einem gewissen Alter (es gibt so Richtwerte wie 8 Jahre nach Diagnose der Erkrankung) durchführen, dann werden aber alle gefährlichen Wucherungen sofort entdeckt und können sofort behandelt werden, daraus entwickelt sich also nichts Schlimmes (denn Krebs wird genau dann problematisch, wenn man ihn erst spät entdeckt - da du ja weißt, dass du eine Colitis hast, kann dir das nicht passieren). Such dir einen Gastroenterologen vor Ort und sprich mit ihm die Behandlung ab (in fernerer Zukunft dann auch diese Vorsorgeuntersuchungen).

Und allgemein zur Colitis:

In den allermeisten Fällen passiert dir nichts Schlimmes, du musst nur etwas wachsam sein, um bei Symptomen schnell handeln zu können (und eventuell auf Nahrungsmittel verzichten, die das bei dir auslösen). Dann lässt sich jeder Krankenhausaufenthalt auf lange Sicht wahrscheinlich vermeiden. Aber die Diagnose ist natürlich erstmal nicht schön, alles Gute jedenfalls, und verlier nicht den Kopf deswegen.

Ich habe eine gute Bekannte, die seit Jahrzehnten unter CU leidet. Sie ist jetzt Mitte 50. Von Krebs bislang keine Spur.

Die Erkrankung ist zweifellos unangenehm, zumal es meines Wissens bislang keine Aussicht auf Heilung gibt - aber damit müssen Millionen anderer Menschen (zB Allergiker) auch leben. Mit einer entsprechenden Diät (besagte Bekannte ist dabei nicht einmal besonders pingelig und gönnt sich immer wieder etwas, das sie eigentlich vermeiden sollte) kann man damit aber recht gut leben.

Achte darauf, dass die Erkrankung dein Leben nicht bestimmt.

Im Internet steht viel Unsinn.

Wirst Dich halt an angemesse Ernährung gewöhnen sollen. Und Stress abbauen lernen, einen anderen Umgang mit sogenanntem Negativ-Stress bzw. diesen vermeiden lernen.

Doch. Ich kenne einen Menschen mit dieser Erkrankung Warum sollte sie Darmkrebs bekommen? Sie hat sich nicht an ärztliche Empfehlungen gehalten weil sie in Rente wollte. Das Ziel ist erreicht. Jetzt geht es ihr gut. Denn sie hat keine befristete. Also kann sie sich nun gut um sich kümmern.

Denke halt mal drüber nach.

schlimmer Colitis ulcerosa Verlauf

Alles fing im Mai 2010 an, anfangs dachte ich es sei nur eine Magen- Darmgrippe als ich dann die Diagnose "Morbus Crohn" im Krankenhaus bekommen habe dachte ich mir nur "was ist das für ne Krankheit" der Schub wurde dann mit Salofalk und wenig später mit Cortison behandelt, Salofalk hat mir nicht geholfen aber als ich das erste mal Cortison bekomme habe habe ich mich völlig gesund gefühlt... leider fing mein Darm beim aussschleichen (ab 10mg) wieder an zu brennen.

Die Wochen vergingen... mein Doc. hatte nun die Entscheidung getroffen das Cortison mich nicht in einer Remission bringt und hatte mir nun Azathioprin verschrieben. Nach ca. 4 Wochen bemerkte ich eine Besserung leider hielt diese nur für eine kurze Zeit und musste zusätzlich wieder Cortison nehmen. Doch auch die Kombi Aza. + Corti. konnte die Entzündung nicht stoppen (ab 10 mg fing alles wieder an)

Im November 2010 wollte dann der Doc. sich mein Darm ansehen, das Ergebnis: Starke Entzündungen im gesamten Dickdarm Diagnose Colitis ulcerosa und sofort Krank geschrieben

Nun wurde mir Remicade noch zusätzlich zum Azathioprin verschrieben, der Erfolg der Therpie blieb anfangs völlig aus! Ende Januar 2011 war ich dann am Ende meiner Kräfte und musste ins Krankenhaus und anschließend für 3 Wochen in Reha nach Bad Hersfeld, Ein Arzt sagte mir dort es wäre besser mir den Dickdarm zu entfernen. Die Reha tat mir sehr gut und mein Zustand hatte sich gebessert und konnte wieder das Haus verlassen.

Im Sommer 2011 bekam ich nach einer schönen Motorradtour schmerzen in den Beinen und rote Flecken, die Schmerzen wurden so schlimm das ich nicht mehr laufen konnte und bin dann an einem Sonntagabend zum Notarzt gefahren, Diagnose: Vaskultis, die dann mit 100 mg Cortison behandelt wurde Mein Doc. verschrieb mir nun Humira und sollte nun das Remicade (es hatte nicht mehr gewirkt) und Azathioprin absetzten.

Humira tat mir sehr gut und ich habe mich so gut gefühlt das ich vor Freude weinen musste, das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl und ich konnte sogar meine Arbeit wieder aufnehmen. Doch das Schicksal meinte es mit mir nicht gut und nach einigen Wochen wurde mein Zustand kontinuierlich schlechter, mein Doc. verschrieb noch zusätzlich zu Humira wieder Azathioprin. Mein Zustand hatte sich wieder einigermaßen gebessert.

Die Monate vergingen, mal ging es mir nicht so gut mal etwas besser, richtig schlecht oder richtig gut ging es mir nicht mehr.

Nun ist Septmeber 2012... mmhhh... unglaublich schon 2012? 2 Jahre die ich eigentlich nur selten gelebt habe! Nun sollte das Humira abgesetzt werden meine Standard Dosis alle 14 Tage eine Injektion wurde nun auf 21 Tage hoch gesetzt, nun sitze ich hier mit den Nerven am Ende die Beine schmerzen wieder etwas und habe ca. 12 mal am Tag Stuhlgang (und das unter Azathioprin und Humira)

Mein Gewicht im Mai 2010 80 KG, Sep. 2012 66 KG

Nun möchte ich wissen was Ihr da draußen machen würdet an meiner Stelle?

sry für Rechtschreibfehler

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