Christlicher Glaube ohne Einsicht möglich?

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14 Antworten

Coole Frage! Ja, was ist wenn man ein kleines bisschen falsch glaubt? Also jetzt nicht so sehr, dass es auffällt. Sondern nur ein klitze kleines bisschen?

Gilt dann knapp daneben ist auch vorbei?

Im Buddhismus (Theravada-Buddhismus) spielt das Wort Einsicht eine große Rolle. Bezeichnet doch Einsicht hier das sogenannte Einsichts-Wissen (nana).

Dieses Wissen unterscheidet sich grundlegend von Bücherwissen, Wissen vom Hörensagen, Wissen aus eigener oberflächlicher Erfahrung oder Wissen aus selber logisch Erdachtem.

Einsichtswissen ist Wissen, dass während der Meditation durch konzentrierte Betrachtung der Dinge wie sie sind gewonnen wird. Es ist ein Wissen aus unmittelbarer eigener Erfahrung, welches rein durch Betrachten vollkommen neu entsteht. Und es ist alleine diese Art des Wissens, das eine permanente, positive Veränderung bewirkt.

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Die Einsicht der meisten Christen besteht meiner Ansicht nach darin, daß sie "einsichtig" geworden sind, die Widersprüchlichkeit und Unsinnigkeit menschlicher Begehrlichkeiten (solche der religiösen Führer) für "vernünftig" zu halten.

Das Prinzip, den Glauben in einem gedachten System so zu formen, daß das System optimal leistungsfähig ist und alles Inkompatible nicht zum Bestandteil seiner selbst werden läßt, erkenne ich im Christentum nicht.

Wenn nach diesem letztgenannten Kriterium der Punkt "Einsicht" zur Diskussion steht, dann meine ich, daß der christliche Glaube in Verbindung mit dem "christlichen" Tun nur ohne Einsicht möglich ist. Doch das gilt nach meiner Auffassung ebenso für alle anderen Religionen und unterscheidet sich darin auch nicht nennenswert von der Politik.

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Entlich mal jemand, der nach der Dreieinigkeit fragt! :-)

Ich finde dazu diese Erklärung ganz gut: https://glaubenstexturen.wordpress.com/2012/04/23/dreieinigkeit-was-ist-das-versuch-einer-klarung/

Das Problem besteht wohl darin, dass man heute unter "drei Personen" immer "drei Individuen" versteht. Ursprünglich bedeutet es aber "drei Erscheinungsformen" oder "drei Weisen des Auftretens". Das ist etwas ganz anderes.


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Kommentar von gromio
14.11.2016, 19:59

Babylonische Ansicht ohne jede biblische Grundlage.

cheerio

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Deswegen ist es doch Glaube, eben weil du darin vertraust, dass etwas schon so stimmen mag, wie es dir gesagt wird oder wie du etwas dir erliest. Es geht nicht darum, dass du verstehst, wie etwas sein kann, sondern das ist die Prämisse und es geht nur noch darum, wie du danach lebst.

Beispiel: Ob du glaubst, dass Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen hat oder ein Tag wie 1000 Jahre ist oder wie 1 Mio. Jahre ist vollkommen peng.

Aber ob du so lebst, wie Jesus es in den Geschichten vorgelebt hat, das ist wichtig. (Gütigkeit, Schwachen helfen, Nächstenliebe, ...)

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Kommentar von g1206868
14.11.2016, 13:24

Um einer Aussage Glauben zu schenken, muss man sie ja erst einmal verstehen. Beispiel wäre die Aussage: "Brasilien (Land) gehört zu Amerika (Erdteil)". 

Aber eine Aussage, wie z.B.: "Gott ist eine Dreifaltigkeit" ist anderer Natur. Hier ist ja das rudimentäre Verständnis schwierig oder nicht möglich. 

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Auch ein Christ hat nicht alle Antworten. Aber wir sind wissbegierig und lernen gern immer wieder neue Aspekte und Antworten kennen.

Dafür gibt es Predigten, Hauskreise, Bibelkreise und auch einfach so Treffen und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten.

Die zentrale Botschaft des Christentums ist: Jesus ist für mich gestorben, damit ich zum Vater kommen kann trotz meiner Unvollkommenheit.

Der ganze Rest ordnet sich dem unter. Wann ich mich taufen lasse, ob ich dieses oder jenes Buch der Bibel (schon) verstanden habe oder nicht, wie das eben mit der Dreieinigkeit zu verstehen ist, etc. etc.

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Kommentar von gottesanbeterin
14.11.2016, 15:58

"Die zentrale Botschaft des Christentums ist: Jesus ist für mich
gestorben, damit ich zum Vater kommen kann trotz meiner
Unvollkommenheit."

Das ist die Botschaft der Kirche; Jesus hat das anders gesehen und erklärt. er hat dem Nikodemus gesagt, man muss ein zweites Mal, und zwar "durch den Geist" geboren werden, um ins "Reich Gottes" zu gelangen. Er hat niemals gesagt, ich werdmich für euch foltern und töten lassen, damit ihr ins "Reich gottes" gelangt!

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Die BIBLISCHE Grundlage eines Glaubensbekenntnisses für Juden und Christen ist keineswegs kompliziert.

Die Bibel lehrt, 

a) Gott ist ein Gott, eine Person,

b) Jesus ist sein Sohn, der ztw. als Mensch auf der Erde lebte

c) der Glaube an Jesus EINE Voraussetzung für Errettung ist,

d) Errettung eigentlich nur deshalb erforderlich ist, damit - nach Gottes Gerechtigkeit - die Grundlage gelegt, wird, damit der Mensch eines Tages (wieder) ewig leben kann,

e) Der Glaube an GOTT und das Tun seines Willens ebenso wichtig ist,

f) Gläubige den Grundsatz der Nächstenliebe gemäß Johannes 13:34,35 ausleben sollen,

g) Gläubige die von Christus in Matthäus 22:35-40 genannten zwei Gesetze einhalten sollen.

Das ist das Wesentliche.

Zu erwähnen sei, dass so nebulöse Lehren wie Dreieinigkeit, unsterbliche Seele, Hölle und Himmel, Transsubstantiation o.ä., Kindertaufe, Unfehlbarkeit des Papstes, Zölibat, Verehrung der Mutter Gottes und Heiliger u.v.m letztlich NIE Bestandteil des Glaubensbekenntnisses der ersten Christen waren. Und auch nicht sein werden. Daher muss man das weder verstehen noch glauben, um Christ zu sein.

Auch wenn andere hier etwa anderes verbreiten.

Ein Bibelstudium/-kurs wird dies klären, nur Mut.

cheerio.


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Wie geht man als religiöser Mensch damit um?

Man interpretiert es einfach so, dass es für einen selbst nicht nur Sinn macht, sondern auch praktisch ist. Dann glaubt man noch fest daran und schon ist alles gut.

So empfinde ich das zumindest aus meiner Erfahrung mit Unterhaltungen mit gläubigen Leuten. Eine für dich etwas zufriedenstellendere Antwort könnte sein: es ist nicht wichtig, dass du jedes Gleichnis und jedes Detail verstehst. Du sollst die wichtigen und klar verständlichen Dinge einhalten (z.B. die Gebote) und dich ansonsten bemühen ein guter Christ zu sein. Wenn du die Dreifaltigkeit nicht ganz durchblickst, ändert es ja nichts an deinem Glauben. Oder mal ganz plump gesprochen: der Heilige Geist wird dir nicht böse sein, wenn du ihn mit Jesus gleichsetzt oder nicht gleichsetzt oder was auch immer in dem Zusammenhang "richtig" ist.

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Das kommt auf die eigene Zielrichtung an.

Wenn man sein schönes Kartenhaus nciht zum Einsturz bringen möchte, dann nimmt man halt an und gut ist.

Die Vernunft ist der Tot des Glaubens, also nicht vernpüftig hinterfragen.

Andersrum könnte man auch hergehen, und eben alles vernünftig hinterfragen, nach Belegen und unabhängigen Dritquellen fragen, die Glaubwürdigkeit der Autoren zu beurteilen, Gegenanzeigen zu beachten und eben nicht zu leugnen, zu bekämpfen gar oder umzudeuten, was jedoch dazu führt, dass halt in Zukunft ohne emotionalen Halt und doppelten Boden bevorsteht, weil man dann drauf kommt, dass das Ding eben doch eher undurchdacht ist.

Es ist für viele Menschen doch recht hart, plötzlich zu begreifen, alles Unfug und wenn ich sterbe, dann bin ich weg.

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Kommentar von AntwortMarkus
14.11.2016, 13:26

Das Herz und der Verstand sind der Quelle des Glaubens. Die Zweifler und Ängstigen  sind es die einfältig sind. 

Der Christ aber ist nicht einfältig. Er glaubt an den dreifaltigen Gott.

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Kommentar von Dovahkiin11
14.11.2016, 13:27

** Die Vernunft ist der Tot des Glaubens, also nicht vernpüftig hinterfragen. **

Inkorrekt. Vernunft sowie Hinterfragung und Glaube stützen sich in diversen Aspekten und schließen sich nicht zwangsläufig aus.

** Es ist für viele Menschen doch recht hart, plötzlich zu begreifen, alles Unfug und wenn ich sterbe, dann bin ich weg **

Eben, und was brächte einem diese Gewissheit? Jegliche Hoffnung und Perspektive im Leben aufgegeben, nur um einmal mehr sagen zu können, recht gehabt zu haben. Philosophisch irrational. Davon habe ich nichts, ob es rein hypothetisch tatsächlich so ist oder nicht. 

MfG

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Kommentar von gromio
14.11.2016, 13:49

Die Vernunft ist der Tod des Atheismus.

Das hat nichts damit zu tun, das der Tod Nichtexistenz ist.

GLAUBE hängt nicht von einem Leben nach dem Tod ab. Der Glaube an GOTT steht und fällt damit, ob es diesen GOTT tatsächlich gibt.

DIES kann faktisch bewiesen werden.......dies zu akzeptieren kennzeichnet Vernunft .

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Kommentar von danhof
14.11.2016, 14:39

Die Vernunft ist der Tot des Glaubens

Heißt das, alle Christen sind unvernünftig? Ich kenne zufällig einige Professoren und Doktoren persönlich, eine hat gar einen Lehrstuhl an einer ordentlichen Uni... ganz zu schweigen von Promis wie Professor Lesch. Sie alle sind, wie die restlichen Milliarden Menschen auch, unvernünftig?

Lehnen wir uns da nicht ein wenig zu weit aus dem Fenster, wenn wir solche Behauptungen aufstellen? Nur mal vorsichtig gefragt... um jetzt nicht von maßloser Selbstüberschätzung und himmelschreiender Arroganz sprechen zu müssen?

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Ein Glaube muss so unverständlich und abstarkt sein, um überhaupt als Glaube zu funktionieren. Klare Aussagen würden eine Überprüfbarkeit möglich machen und das religiöse Konstrukt somit zum Einsturz bringen.

Der Gläubige muss also zunächst akzeptieren, dass es Dinge gibt, die als zu abstrakt für den Verstand beschrieben werden, um keine logische Analyse anzustellen und direkt wieder vom Glauben abzukommen.

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Kommentar von gromio
14.11.2016, 13:42

Quatsch mit Soße.

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Wir Christen glauben an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. (Dreifaltigkeit)

Dies zeigen wir in dem wir uns zum Gebet bekreuzigen.

Jesus hat von der heiligsten Dreifaltigkeit geoffenbart: 
in Gott sind drei Personen, 
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, 
aber es ist nur ein Gott.

Für uns Christen ist die Dreieinigkeit Gottes, auch Trinität genannt, schwer nachzuvollziehen, da unser sichtbarer Leib aus Materie besteht und die Geisteswelt uns weitgehend verschlossen ist. Es gibt nur einen GOTT. «Der christliche Glaube hält fest und bekennt ... dass GOTT nach Natur, Substanz und Wesen Einer ist.» Die Christen werden im Namen des Vaters und des Sohnes und des HI. Geistes getauft (Mt 28,19). Vorher antworten sie auf die dreifache Frage, ob sie an den Vater, an den Sohn und an den Hl. Geist glauben, mit: «Ich glaube»

Wer also nicht an die Dreifaltigkeit glaubt der ist auch kein Christ, so wie Jesus es uns gelehrt und vorgelebt hat.

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Kommentar von gromio
14.11.2016, 13:45

JESUS hat niemals gesagt,

in Gott sind drei Personen, der Vater, der Sohn und der Heil. Geist, aber es ist nur ein Gott.

Siehe dazu folgenden link:

http://www.clv-server.de/pdf/255377.pdf

Die Herkunft der Lehre von einer Dreifaltigkeit wird darin sehr gut erklärt.

Auch die Lehren der Verehrung einer Mutter Gottes oder des Gotteskindes usw.

cheerio

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"Er ist sogar Bedingung dafür, um eine Art Erlösung zu erlangen." (der christliche Glaube)

Das ist bloß angeblich so.

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Naja vll. stimmen ja nicht alle Lehren die man so gelehrt bekommt. Nicht jede christliche Konfession lehr die Dreieinigkeit.

Schau mal hier nach: https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/wp20091101/mythos-gott-ist-eine-dreieinigkeit/ So sehen wir das (als Zeugen Jehovas). In dem Artikel ist es stark zusammengefasst, aber es gibt da noch mehr Informationen auf unserer Website.

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Kommentar von KaeteK
14.11.2016, 19:48

wenn sich jemand Christ nennt, aber die Gottheit des Herrn Jesus verneint, dann ist er kein Christ.

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Du sollst es ja auch nicht verstehen... du sollst es einfach nur glauben.

Sonst würde es ja auch Verstehen heißen und nicht Glauben.

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Kommentar von AntwortMarkus
14.11.2016, 13:28

Ich weiß auch nicht im Detail wie ein Atom Uboot funktioniert und doch glaube ich dass es funktioniert.

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Kommentar von g1206868
14.11.2016, 13:31

Um etwas zu glauben, ist aber meiner Ansicht nach ein rudimentäres Verständnis nötig. 

Mal angenommen, ein kleines Kind glaubt mir die Aussage, dass die Diagonale eines Quadrats die Wurzel aus zwei ist, dann bezieht sich Glaube hier höchstens auf "Glaubwürdigkeit". Von Glauben könnte man meines Erachtens erst sprechen, wenn ein gewisses Verständnis da ist.

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Wie geht man als religiöser Mensch damit um?

Ich weiß nicht, wie religiöse Menschen damit umgehen, aber ich weiß, wie Christen das sehen.

Christen, die an Jesus Christus und Sein Werk am Kreuz von Golgatha glauben, bekehrt sind, werden vom Heiligen Geist unterwiesen, der in ihnen Wohnung bezieht... D.h. der Heilige Geist unterweist  durch Gottes Wort. Der Heilige Geist macht uns den Herrn Jesus groß.

Ist  das Herz mit dem Herrn Jesus beschäftigt ist, stellt sich wie
von selbst eine Veränderung in unserer Gesinnung und in unserem
Verhalten ein, die uns dem Herrn Jesus ähnlich macht.

Römer 5 die Hoffnung aber beschämt nicht, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.

http://www.bibelstudium.de/articles/3696/Die-Ziele-des-Heiligen-Geistes-mit-uns-Menschen.html

lg

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