Christentum: Warum gibt bzw. gab es Frauenfeindlichkeit?

7 Antworten

...weil das wenig mit "Dem Christentum", sondern mit dem patriarchischem System oder Denken zu tun hat.

Solche Aussagen gibt es in jeder Religion und auch von Politikern, Königen und anderen historischen Persönlichkeiten.

Biblisch gesehen gibt es da wenig Grundlage: die Schriften sind natürlich alle in einem patriachrischem System entstanden, aber gerade in dem Hinblick gibt es da auch viel überraschend "fortschrittliche" Abschnitte, welche die Frauen viel mehr schätzen oder ihnen mehr Rechte einräumen, als es in der jeweiligen Zeit üblich war.

Bei Jesus geht frauenfeindliches Denken kaum noch auf, der hat Frauen gleichberechtig behandelt und es gab auch viel Jüngerinnen, die ihm folgten.

Welche Gründe die oben genannten Personen haben, ja, das kann wohl eine interessante historische Untersuchung werden und die Gründe werden auch verschieden sein. Der ein oder andere lebte vielleicht im Zöllibat und bekam eine Krise, wenn er Frauen gesehen hat - sein Verlangen hielt er für sündig und er schob die Schuld auf die Frau? Nur so eine erste Idee ^^

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – mit Wissbegierde Religionspädagogik und Theologie studiert

Danke für Deine Antwort.

Aber Derartiges findet sich auch in der Bibel: Frauenfeindlichkeit in der Bibel

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@MarkW123

Ehrlich, allein 5 von den ersten 6 Beispielen AT und 4 Beispiele aus NT dieser Seite sind einfach zu widerlegen. Der Rest wird wohl auch so unreflektiert sein.

Wenn du wirklich Interesse hast, dann nimm dir eine dieser Stellen (z.B. Korinth.11,2-16) und lies dir theologische und historische Kommentare dazu durch.

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@Ielenia

Das kann durchaus sein.

Ich denke auch, dass kein Prophet Frauenfeindlichkeit gepredigt hat. Das kann nicht der Wille Gottes sein. Wenn etwas frauenfeindliches in der Bibel stehen sollte, dann muß es sich um eine Fälschung handeln.

Was ist eigentlich mit den anderen Beispielen, da Du meinst, dass 5 von 6 aus dem AT und 4 aus dem NT einfach zu widerlegen sind?

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@MarkW123

Na, nehmen wir das erste Beispiel:

Bereits die biblische Schöpfungsgeschichte beruht auf Frauendiskriminierendem Fundament:
Sie beschreibt die Erschaffung der Frau als letzten Schöpfungsakt nach dem Mann und den Pflanzen und Tieren, als Produkt des Mannes bzw. aus dem Mann heraus, als Hilfe für den Mann und setzt die Frau damit auf die unterste Stufe der Schöpfung! (Gen.2,4-25)
  1. Hier wird der erste Schöpfungsbericht (Gen 1,1-2,4) mit dem zweiten Schöpfungsbericht (Gen 2,5-3,24) vermischt. Aber das sind zwei völlig verschiedene Texte aus unterschiedlichen Zeiten.
  2. Im ersten Schöpfungsakt gibt es keine Rangfolge von Wertigkeiten. Also die Wolken sind nicht weniger "wert" als die Fische, nur weil sie an einem anderen Tag erschaffen wurden.
  3. im zweiten Schöpfungsbericht bekommt de Mensch eine Partnerin aus seiner Rippe - das bedeutet, sie ist genau wie er (dasselbe Fleisch, beide sind aus demselben Körper). Damit ist eine Gleichstellung, nicht Unterordnung gemeint. Sie ist ihm "beigestellt" nicht "unterstellt".

Fazit: die Stelle Gen. 22-25 stellt eine Gleichstellung von Mann und Frau da und betont, dass sie sich als Partner vereinen und eins werden (Ehe/Sex), da sie zusammen gehören.

In diesem Sinne kannst du auch alle anderen Beispiele der Webseite durchgehen - wenn du die Bibelstellen im Kontext liest, ergibt sich ganz schnell der eigentliche Sinn dieser Stellen.

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@Ielenia

Was sagst Du über folgende Verse im Lukas-Evangelium:

(21,23) Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen: Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn (Gottes) wird über dieses Volk kommen.
 (21,24) Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Stätten verschleppen und Jerusalem wird von den Heiden zertreten, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.

Ich finde derartige Vorstellungen Aussagen in der Bibel, dem sogenannten "Wort Gottes" widerwärtig!

Schützenswerte schwangere oder stillende Frauen sollen laut der Bibel mit dem Schwert erschlagen werden!

Hallo? Soll das Nächstenliebe sein?

Ich finde das sind richtig kranke Vorstellungen!

So wie die Aussagen der Kirchenväter (siehe oben).

Diese Verse der Bibel können nicht von einem barmherzigen Gott sein!

Ich denke, dass die Bibel nicht das Wort Gottes ist, da ich überzeugt bin, dass Gott barmherzig ist.

Oder hast Du eine Erklärung für diese Frauenfeindlichkeit ... ganz besonders im Hinblick auf Schwangere und Stillende?

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@MarkW123

Hey,

mach es doch wie oben - lies den gesamten Text (also den Zusammenhang), dann den historischen Kontext und die Intension des Autors. Dann ergibt sich der Sinn von ganz allein.

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@MarkW123

Lieber MarkW,

ich vermute, dass du ein anderes Verständnis von "Gottes Wort" hast als Christen. Die Bibel ist für uns keine wortwörtliche Offenbarung, sondern eine indirekte.

PS.: Danke übrigens, du bist hier der erste (!!!) Muslim, der ohne persönliche Beleidigung mit mir diskutiert, find ich schön.

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@Ielenia

Habe ich getan ... und finde diese Verse einfach nur widerlich!

Da gibt es nichts ... aber auch gar nichts ... was man an einer derartigen Frauenfeindlichkeit gut reden könnte.

Schrecklich!

Versuchst Du das etwa gut zu reden?

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@MarkW123

OK, es ist hier eine Endzeitrede. Da geht es also nicht um etwas, was passiert ist. Und auch nicht um etwas, was jemand tun soll.

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@Ielenia

Gerne. Finde Dich auch sehr nett :-)

Ich bin übrigens vor sieben Jahren zum Islam gekommen.

Aber aus anderen Gründen ... nicht wegen der Frauenfeindlichkeit in der Bibel.

Diese widerlichenVerse in der Bibel sind mir erst heute aufgefallen.

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@MarkW123

... und natürlich soll es schrecklich klingen - ist ja der Sinn einer Endzeitrede. Da geht es aber nicht um die Abwertung der Frauen. Sondern genau darum - jedem ist bewusst, dass gerade die Schwangeren schützenswert sind. Deshalb ja auch das "Wehe!" und "Bringt euch in Sicherheit" zu Beginn der Rede

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@Ielenia

Das es um die Endzeit geht habe ich schon verstanden.

Aber nichts in der Welt rechtfertigt eine derartige Aggression gegenüber Frauen.

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@Ielenia

Das bringt Euch in Sicherheit ist aber nicht in Bezug auf die Schwangeren und Stillenden bezogen, die mit dem Schwert erschlagen werden sollen.

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@MarkW123

Ich finde die Stelle nicht Frauenfeindlich, weil sie sich nicht gegen Frauen richtet, sondern gegen Menschen, die Gottes Wort nicht ernst genommen haben - egal ob Frau oder Mann. Es soll zeigen, dass es sogar Schwangere treffen kann - nicht, weil Frauen weniger wert sind! Das ist etwas anderes. Frauenfeindlich wäre, wenn da stehen würde: "Und Gott wird am Ende alle Frauen richten, denn sie sind teuflisch. Aber die Männer, welche an Gott glauben, werden verschont" - soetwas wäre z.B. abwertend

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@Ielenia

Wir unterscheiden uns wahrscheinlich in unseren Empfindlichkeiten :-)

Im Islam ist es sogar im Kriegsfall verboten Frauen zu töten: Islamische Regeln im Krieg

Für mein persönliches empfinden sind diese Bibelverse, die darstellen, dass Schwangere und Stillende, also besonders schützenswerte Frauen, mit dem Schwert erschlagen werden, schrecklich und damit frauenfeindlich.

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@MarkW123

Im Christentum ist es verboten, überhaupt jemanden zu töten.

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@MarkW123
Wir unterscheiden uns wahrscheinlich in unseren Empfindlichkeiten :-)

Nein, ich denke, wir haben da dieselben.

Wenn das Schlimmste und Unbarmherzigste, was du dir vorstellen kannst, Schwangere Frauen sind, die erschlagen werden - dann hast du exakt die Idee des Textes begriffen. Es soll das Schlimmste und Unbarmherzigste darstellen.

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@Ielenia

Im Islam ist das Töten erlaubt. Das Morden ist nicht erlaubt.

Der Unterschied besteht darin, was rechtmäßig ist.

Das Töten, wie auch in der Bibel beschrieben, bezieht sich auf das rechtmäßige töten.

Im Christentum, wie auch im Islam ist es erlaubt im Rahmen der Gesetze Tötungen vorzunehmen. Z. B. im Kriegsfall zur Selbstverteidigung. Oder zur Nahrungsmittelbeschaffung (z. B. das Schlachten eines Tieres).

Wäre das Töten im Christentum gänzlich verboten, dann könnten die Christen weder Pflanzen noch Tiere töten, und würden somit verhungern.

Mit dem mosaischen Gesetz "Du sollst nicht töten" kann also das nicht gemeint sein.

Es geht vielmehr darum keine unrechtmäßigen Tötungen, also Morde, zu verbieten.

Wann eine Tötung rechtmäßig ist, wird in der Bibel beschrieben.

Zum Beispiel im Falle von homosexuellem Geschlechtsverkehr:

"Wenn ein Mann mit einem anderen Mann schläft, ist dies eine abscheuliche Tat. Beide sollen mit dem Tod bestraft werden, ihre Schuld fällt auf sie zurück."
[3. Mose 20:13]
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@MarkW123

Ich weiß, dass das Morden nicht erlaubt ist und damit nicht das töten

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@MarkW123

Letzteres ist allerdings ein sehr schlechtes Beispiel

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@Ielenia

Mir ist klar, dass das Thema in der aktuellen Zeit ungern so vermittelt wird ... aber das steht so in der Bibel.

Warum denkst Du dass es ein sehr schlechtes Beispiel ist?

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Weil das Christentum (sowie alle anderen monotheistischen Religionen) der geistige Überbau des Patriarchats ist. Es dient dazu, die Schöpferkraft der Frau einem männlich codierten Schöpfergott zu übertragen und Frauen an Ehemänner zu binden, sodass sie sich ihrer Vaterschaft sicher sein können. Die Frau darf nicht unabhängig sein, weil sie sonst ihre Sexualität und ihre Partner selbst auswählt, daher muss sie in ein Abhängigkeitsverhältnis gesteckt werden (Patrilokaliät und männliche Erbfolge). Weibliche Arbeit wird abgewertet (dient nicht mehr als Tauschkraft oder wird monetär vergütet), männliche Arbeit hingegen schon. Aber welche Frau begibt sich freiwillig ein eine solche Abhängigkeit? Eine Frau, die Angst vor diesseitiger Gewalt und jenseitiger Bestrafung hat. Das Christentum ist dieser geistige Überbau, der das Patriarchat bis heute trägt.

Auch wenn ich nicht alle Deine Aussagen teile sehe ich, dass hier in Deutschland Frauen bei gleicher Qualifizierung und der gleichen Tätigkeit oftmals schlechter bezahl werden.

Die Manifestation dafür scheint wohl in dem zu liegen, was man hier im christlichen Abendland wohl glaubt.

Kann natürlich auch sein, dass das nichts mit dem Christentum zu tun hat, sondern hier eine davon eine unabhängige Geringschätzung von Frauen herrscht.

Beides ist absolut unangebracht. Hier muß ein Umdenken stattfinden, so dass Frauen nicht benachteiligt werden.

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Auch im Christentum sowie allen Religionen oder auch atheistischen "Konstrukten" (Parteien, Staatswesen u.a.) gab und gibt es Menschen, welche unsinnige Sprüche von sich geben aus verschiedenen Befindlichkeiten.
Warum hinterfragst du hier das Christentum ?
Im Christentum (katholische und Ostkirchen) ist die größte Heilige mit den meisten Verehrungen und Altären eine Frau.
Die ZKs der kommunistischen (atheistischen) Parteien hatten wenige oder garkeine Frauen.

Meinst Du der Götzendienst, also die Anbetung von Statuen bzw. der Schöpfung Gottes, etwas Positives ist?

Oder die frauenfeindlichen Verse in der Bibel damit rechtfertigt?
Siehe hier: Frauenfeindlichkeit in der Bibel

In der Bibel finden sich zahlreiche Verse, die den Götzendienst verurteilen.

Kinder, hütet euch vor den Götzen!
[1. Johannes 5:21]

Oder hier:

Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben.
[1. Korinther 6:9-10]

Somit kann der Götzendienst, den die katholische Kirche bzw. die Ostkirchen machen, sicherlich nicht dem Willen Gottes entsprechen.

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@MarkW123
Meinst Du der Götzendienst

Dein Verständnis von Götzendienst ist bestimmt weder biblisch noch das der Kirchen. Die Heiligen werden verehrt, weil sie Gott in besonderer Weise gedient haben oder ihr Leben für die Botschaft Jesu opferten, also indirekt wird damit Gott verehrt oder die Nachfolge Jesu.
Götzen und "fremde Götter" sind außerhalb von Gott und ihre Verehrung ebenfalls.

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@Viktor1

Der Begriff Götze ist so definiert, dass alles, was als Mittler zwischen dem Menschen und Gott steht, als Götze definiert wird, oder Allem, was Eigenschaften Gottes zugeschrieben werden.

Etwas anzubeten außer Gott ist Götzendienst.

So ist es auch in Bezug auf die "Heiligen".

Die Kirchenvertreter haben sich gegenseitig "heilig" gesprochen.

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@MarkW123
als Mittler zwischen dem Menschen und Gott steht, als Götze definiert wird

Ja - z.Bsp. Jesus.
Du kannst deine spezielle Definition ja für dich behalten. Dann halt dich aber hier raus.
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tze
So ist es auch in Bezug auf die "Heiligen".
Auch hier bist du völlig ahnungslos. Nun - nicht Jeder kann's bringen.

Ansonsten ging es hier um den Wert der Frau im Christentum. Da wolltest du eine bescheuerte Hetze lostreten - auch das ging daneben.

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@Viktor1

Danke für den Link. Dieser bestätigt meine Worte.

Ich kann Deine Aussage bestätigen, dass Jesus im Christentum ebenfalls als eine Götze (vermeintlicher Gott) verehrt wird.

Es gibt Christen, die beten Jesus an, weil sie meinen, dass Jesus Gott sein soll.

Manche beten sogar Bilder und Statuen von Jesus und anderen Heiligen an, oder hängen sich Figuren von ihren Götzen ins Auto, damit sie von diesen beschützt werden.

Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist. [5. Mose 5:8]
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»Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. ›Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein‹. Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. Doch auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!« – Epheser 5,25-33

Was diese Männer sagen ist wirklich übel. Doch die Bibel selbst spricht wie oben zitiert eine ganz Sprache.

Warum diese Männer eine gestörtes Verhältnis zu Frauen und Sexualität hatten, könnte eben vor allem daran liegen, dass eben keine hatten, obwohl die Bibel dies von ihnen gefordert hätte (sie waren ja Bischöfe oder mehr) und von Gott auch nicht dazu befähigt waren.

»Nun muss aber ein Aufseher [Bischoff] untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfreundlich, fähig zu lehren;« – 1. Timotheus 3,2

Jede Lehre, die man entgegen der Bibel annimmt, entartet und entfremdet das Christentum von dem, was es sein sollte.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Hier einige Bibel-Verse, die Du wahrscheinlich nicht kennst: Frauenfeindlichkeit in der Bibel

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@MarkW123

Kennst Du diese Bibelstellen?

»Und seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.« – 2. Petrus 3,15-16

»Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.« – Römer 1,21

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@GratiaMira

Die Autorenschaft vom 2. Petrusbrief ist ungeklärt. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/2._Brief_des_Petrus

Es zählt zu den Paulus-Briefen, deren Autorenschaft nicht Simon Petrus, sondern Paulus zugeschrieben wird.

Unbekannte Verfasserschaft in der Bibel

Darin lobt sich Paulus selbst als "geliebter Bruder Paulus".

In der christlichen Theologie werden Pseudepigraphen, also Bücher, deren Autorenschaft nicht bekannt sind, auch „pia fraus“ (auf Deutsch „frommer Betrug“) bezeichnet. Siehe hier: "Frommer Betrug" in der Bibel

Zitat: „Derlei Kuckuckseier waren nicht nur in der jüdischen Tradition üblich, sondern ganz allgemein in der Antike, wenn einem Bericht besonderes Gewicht und erhöhte Glaubwürdigkeit verliehen werden sollte. Wie aber Christen mit ihrem hohen Wahrheitsethos so viele gefälschte Briefe verfassen konnten, bleibt nebelhaft.“

Quelle: Paulus, der Erfinder des Christentums

Den Römerbrief hat Paulus verfasst, welcher von sich behauptet ein Apostel zu sein, und dies in seinen eigenen Büchern wiederum leugnet:

Das muss einer von den Männern sein, die mit uns [den anderen Zwölfen] gewesen sind in all der Zeit, in der der Herr Jesus bei uns ein- und ausging, und zwar von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, an dem er aufgenommen wurde. Mit uns soll er zum Zeugen seiner Auferstehung werden. [Apostelgeschichte 1,21–22]

Paulus war nicht mit den Zwölfen. Kann also, wie er selbst schreibt kein Apostel sein.

Du siehst, auch das hier ist ein Widerspruch in der Bibel. Neben vielen Weiteren:

Widersprüche in der Bibel

Bezugnehmend auf Deinen Vers aus dem 2. Petrus kannst Du nun selbst beurteilen, wer die Schriften verdreht hat.

Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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@MarkW123

»Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt.« – Matthäus 22,29

»Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.« – Hiob 19,25

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@GratiaMira

Mit Schriften ist nicht die Bibel gemeint. Die Bibel ist eine Büchersammlung. Diese gab es in Dutzenden von Versionen mit unterschiedlichsten Büchern.

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@MarkW123

»Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt. Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel. Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist, der spricht: ›Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‹ [Zitat aus 2. Mose 3,6]? Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und als die Menge dies hörte, erstaunte sie über seine Lehre.« – Matthäus 22,29-33

»Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist.« – Judas 1,3

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@GratiaMira

Schön, dass Du alles hier nochmal reinkopierst.

Mir scheint, dass Du meine Antwort nicht verstanden hast.

Bei Fragen einfach melden.

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@MarkW123

Klar habe ich es verstanden, doch es ergibt einfach keinen Sinn...

...und mit 2. Mose 3,6 wir ja eben gerade ein Bibelteil zitiert. Gibt übrigens noch viel mehr solche Stellen.

Ich habe einfach nur Bibelstellen hineinkopiert, da es keinen Sinn hat darüber zu sprechen, dass Paulus eben sehr wohl ein Apostel war (vgl. Bibelstelle) u.s.w.

Wer nicht in den Himmel will, muss leider auch nicht... ... ich würde mich aber sehr freuen, Dich dort zu treffen.

»Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.« – Johannes 3,16

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@GratiaMira

So Gott will, kommen wir beide ins Paradies. Deshalb versuche ich Dir meine Sichtweise zu erläutern. Du mußt sie natürlich nicht annehmen. Die Entscheidung obliegt Dir.

Kurze Erläuterung bezugnehmend auf den letzten von Dir zitierten Vers:

Der Ausdruck "Sohn Gottes" steht nicht für das, was man heute im Christentum glaubt zu verstehen.

"Sohn Gottes" ist ein semitischer Ausdruck, der für jeden Menschen, der gottesfürchtig ist, verwendet wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_Christus#Sohn_Gottes

Laut Bibel ist deshalb Jesus auch nicht der einzige "Sohn Gottes".

Nein. In der Bibel ist sogar die Rede davon dass Gott eine ganze Reihe an Kindern hat.

“Da sahen die Kinder Gottes nach den Töchtern der Menschen, wie sie schön waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten.” [1. Mose 6,2]

Das christologische Mißverständnis basiert darauf, daß das Christentum aus einem semitischen Kulturkreis in ein Griechisch/Römisches übertragen wurde.

Man hat die Aussagen von Jesus Wort für Wort übersetzt, anstelle, dass man die semitische Metaphorik berücksichtigt hätte.

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@MarkW123

Alles klar! Danke für die Erklärung! Für eine solche Auslegung muss man der Bibel aber wirklich Gewalt antun...

In 1Mo 6,2 sind eindeutig Engelwesen gemeint, wie die Bibel in sich ja auch ein eindeutiges Zeugnis gibt...

Ich hoffe, Du biegst Dir da nicht einfach etwas zurecht. Dir noch ein schönes Wochenende, ich muss mich jetzt wieder anderen Dingen zuwenden...

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@GratiaMira

Warum sollten sich denn bitte Engel (also Lichtgestalten) "Töchter von Menschen" zu Weibern nehmen?

Das macht keinen Sinn!

In folgendem Vers wird sogar beschrieben, dass sie Geschlechtsverkehr miteinander hatten:

Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden, denn da die Kinder Gottes die Töchter der Menschen beschliefen und ihnen Kinder zeugeten, wurden daraus Gewaltige in der Welt und berühmte Leute. [1. Mose 6:4]

Der gesamte Kontext handelt nicht von Engeln, sondern von den Kindern Gottes, was im Hebräischen metaphorisch als Ausdruck für gottesfürchtige Menschen verwendet wird.

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@MarkW123

Genau und das die Kinder eben spezielle Menschen waren, nicht so wie alle anderen.

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@GratiaMira

Das trift auf jeden gottesfürchtigen Menschen zu.

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@MarkW123

Dies hätte ich aber noch nie beobachtet, dass gottesfürchtige Leute Riesen als Kinder hätten, die wie Goliath drei Meter hoch sind...

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@MarkW123

Klar, aber der Text sagt ausdrücklich, dass genau durch diese Verbindung die Riesen hervorkamen und das nicht bei Noah, der ja wirklich gottesfürchtig war. Nein eben gerade nicht...

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@GratiaMira

Gott ist allmächtig und macht was er will :-)

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Christen schauen nicht auf "Christen" (?), sondern auf Jesus Christus.

Jesus hat Frauen sehr gut und freundlich behandelt. Er hat ihnen geholfen, sie geheilt, sie unterstützt - sogar die von der Gesellschaft ausgestoßenen Frauen wie Prostituierte, Besessene (Maria von Magdala z. B.) usw. Dafür wurde Jesus von den religiösen Führern der Juden der damaligen Zeit sogar kritisiert.

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