Christentum beitreten?

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Hi, Sophia.

Es ist wirklich beachtenswert, dass du dich aufrichtig für das Christentum interessierst.

Mit 16 Jahren bist du vor allem bei weitem nicht zu alt, um deine eigene Meinung über Sachen zu bilden, sondern eigentlich als Jugendliche genau im richtigen Alter für so etwas.

Aber um mal deine Frage zu beantworten:

Es gibt natürlich die Möglichkeit, sich im Internet über das Christentum zu informieren und zu lesen, was andere darüber sagen oder was sie davon halten.

Allerdings wäre meine Empfehlung, erst mal selbst die Bibel zu lesen, damit du direkt erfährst, was genau in der Bibel steht und was nicht. Am Besten fängst du mit einem Evangelium an und ließt anschließend einen der elementaren Briefe, wobei ich dir den Römerbrief empfehlen kann.

Somit kannst du dir ganz vorurteilsfrei deine eigene Meinung bilden.

Falls du keine Bibel zuhause hast, kannst du die Online-Bibel nutzen, z.B. die auf bibleserver.com

Falls du Fragen zu bestimmten Stellen oder Themen hast, kannst du natürlich jederzeit auf Foren oder ähnliches zurückgreifen. Hier kann ich dir die Seite gotquestions.org/deutsch empfehlen, weil dort sehr bibelbasiert und ausführlich auf einzelne Fragen eingegangen wird.

Und wenn du am Kontakt und Austausch mit anderen Christen interessiert bist, dann kann ich dir nur empfehlen, am Sonntag mal eine Kirche/ Gemeinde zu besuchen. Am besten aber nicht nur eine Konfession, sondern viele verschiedene, u.a. auch Freikirchen, damit du nicht nur einzelne Prägungen erlebst, sondern mitbekommst, wie verschieden Christen ihren Glauben leben und die Bibel verstehen können.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Bei Fragen kannst du mich natürlich jederzeit gerne anschreiben.

Gruß,

counsellor :-)

Kleine Ergänzung: man kann zwar "die Bibel lesen", doch besser ist es, IN der Bibel zu lesen.

Und: Glaube allein genügt nicht. Man braucht die Gemeinschaft, das menschliche Gegenüber, sonst fängt man an, sich irgend was zurecht zu glauben.

Und es ist etwas Wunderbares, auf Menschen zu treffen, die "auch so drauf sind wie ich".

Und welche Konfession soll es sein? Römisch katholisch? Altkatholisch? Evangelisch-lutherisch? Evangelisch reformiert? Altlutherisch? Baptisten? Methodisten? Freie Gemeinde? Orthodox?

Entdecke die Möglichkeiten!

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Im Prinzip ist die Taufe die Aufnahme in die christliche Gemeinde. Du solltest Dich einfach mal in katholischen und evangelischen Gemeinden informieren, besuch die Gottesdienste und sprich mit den Leuten. Dann kannst Du Dir Deine eigene Meinung bilden und entscheiden, ob Du Dich taufen lassen möchtest und ob es katholisch oder evangelisch sein soll.

Wir Menschen müssen uns durch den Glauben an das Evangelium Jesu Christi identifizieren, sonst nichts. Das setzt voraus, daß wir einsehen, Erlösung (Vergebung der Sünden) bitter nötig zu haben und unbedingt zu brauchen. Wer sich vor Gott nicht als Verlorener sieht, wird den Glauben meist immer versuchen zu politisieren und auszuhöhlen und als etwas sehen, was er nicht ist - zum Beispiel eine Religion! Gott ist nicht tolerant wenn es um die Wahrheit geht und die steht in Johannes 14,6: ''Jesus Christus spricht: ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben niemand kommt zum Vater außer durch MICH!''

Hallo Sophia, ich finde es sehr beeindruckend, dass Du Dir über den Glauben so viele Gedanken machst, obwohl Du nicht religiös erzogen wurdest. Wenn man sich näher mit dem christlichen Glauben beschäftigt, dann merkt man schnell, dass man diesem nicht einfach wie einem Verein beitreten kann. Christlich zu sein ist nicht bloß ein Etikett. Die Grundsätze des Christentums sollten alle Bereiche des Lebens durchdringen. Als Jesus Christus die ersten seiner Jünger berief, sagte er zu Ihnen: "Am nächsten Tag wollte er nach Galilạ̈a aufbrechen. Da fand Jesus Philịppus und sagte zu ihm: „Folge mir nach" (Matthäus 1:43) Dieser Aufruf ergeht heute immer noch und die Nachfolge Christi bedeutet genau die Lebensweise nachzuahmen, die uns Christus vorgelebt hat.

Um also ein Christ im eigentlichen Sinne sein zu können, musst Du Dich zuvor eingehend mit dem Leben und der Person Christi beschäftigt haben. Erst, wenn Du Dir über alle Konsequenzen, die dieser Schritt mit sich bringt, im klaren bist, solltest Du Dich zur Nachfolge Jesu Christi entschließen. Interessant ist eine Veranschaulichung Jesu Christi. durch die er zum Ausdruck bringen wollte, was jemand tun muss, bevor er sich für den christlichen Lebensweg entscheidet. Jesus sagte: " Zum Beispiel: Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden?  Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen.‘ (Lukas 14:28-30) Die "Kosten berechnen" würde also einschließen, sich genau zu überlegen, ob man bereit ist, die Bürde und die Verantwortung, die der christliche Glaube mit sich bringt, tragen zu wollen.

Wie ich jedoch Deiner Frage entnehme, hast Du Deine Entscheidung bereits gefällt. Vor Dir tun sich eine große Vielzahl christlicher Kirchen und Gruppierungen auf. Welcher willst Du Dich zuwenden? Findet sich wohl der christliche Glaube in allen diesen verschiedenartigen Glaubensrichtungen? Wie könntest Du herausfinden, wer die "Richtigen" sind?

Nun jede dieser Glaubensrichtungen behauptet von sich, christlich zu sein. Reicht es jedoch, dies nur von sich zu behaupten? Gibt es eine Möglichkeit, festzustellen, wie eine Religion sein muss, damit sie die Merkmale des Christentums aufweist? Ja, das kann man! Die Bibel gibt Kriterien vor. Welche Kriterien sind das?

Hier einige Beispiele:

  • Stützen sich sämtliche Lehren auf die Bibel? Dass dies ein wichtiges Kriterium ist, zeigt folgender Bibeltext: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk." (2. Timotheus 3:16,17) Das bedeutet, dass eine Glaubensgemeinschaft, die von sich behauptet, christlich zu sein, sämtliche Lehren anhand der Bibel belegen kann.

  • Echter christlicher Glaube spricht nicht nur von Jesus Christus, sondern folgt auch seinem Beispiel. Wodurch zeichnete sich Jesu Leben hauptsächlich aus? Nun, während seiner 3 1/2 jährigen Tätigkeit auf Erden bestand seine hauptsächliche Aufgabe im Verkündigen des Evangeliums. Somit müsste sich eine Kirche, die behauptet christlich zu sein, durch ebenso eifriges Verkünden der biblischen Botschaft auszeichnen. Jesu Beispiel zu folgen, schließt auch ein, sich an die Grundsätze und Werte zu halten, die Jesus vertrat. Dazu ist es erforderlich, sich anhand der Bibel mit Jesu Leben und Wirken zu beschäftigen (siehe die Berichte der vier Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes).

  • Ein sehr wichtiges Kriterium, mit dem wahres Christentum steht oder fällt, ist die Liebe untereinander, denn Jesus sagte gemäß Johannes 13:35: "Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ Diese Art Liebe kennt weder Rassenvorurteile, noch gesellschaftliche und nationale Schranken und vereint die Gläubigen zu einer weltweiten Bruderschaft. In der Konsequenz bedeutet dies auch, dass die Beteiligung an jeglichen kriegerischen Auseinandersetzungen oder gewaltsamen Konflikten ausgeschlossen ist.

  • Echte Nachfolger Jesu Christi dürfen auch kein Teil der Welt sein (siehe Johannes 15:19). Das bedeutet, dass sich ein Christ völlig neutral verhält, wenn es um politische Angelegenheiten jedweder Art geht. Ihr Leben dreht sich auch nicht in der Hauptsache um die Befriedigung materieller Wünsche (siehe 1. Johannes 2:15-17).

Fortsetzung...

Fortsetzung...

  • Christen zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie anderen von Gottes Königreich erzählen. Das dies zu den Merkmalen wahren christlichen Glaubens zählt, zeigte Jesus mit den Worten:"Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." (Matthäus 24:14)

Dies sind nur einige Kriterien, anhand derer Du entscheiden könntest, welcher Glaubensgemeinschaft Du Dich anschließen möchtest. Es geht also nicht darum, nur irgendeiner christlichen Kirche beizutreten, sondern der richtigen! Jesus zeigte nämlich in aller Deutlichkeit, dass es auch "falsche Christen" geben würde, die zwar das Etikett "christlich" tragen, doch Ihre Handlungsweise beweist eher das Gegenteil, denn Jesus sagte gemäß Matthäus 7:21-23:"Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.  Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämờnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘  Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit."

Ich hoffe, dass diese Gedanken für Dich eine Orientierung sind und Dir dabei helfen, eine gute Entscheidung treffen zu können! Alles Gute!

Liebe Grüße

Philipp

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Bitte lese erst mal online Bibel. Ich schreibe extra so oberflächlich denn Du wirst auf diese Weise feststellen dass es viele verschiedene Ausgaben gibt. Das liegt schlicht einerseits daran dass Übersetzung notwendig ist denn die Überlieferungen wurden nicht in Deutsch verfasst. - Logisch. - Andererseits liegt es aber auch daran dass es innerhalb des Christentums sehr viele verschiedene Glaubensrichtungen gibt. Die Frage steht also zunächst mal im Raum: Welcher größeren Glaubensrichtung möchtest Du denn angehören? Ich denke da an Kopten, Ortodoxe, Katholiken, Altkatholiken, Evangelische als sehr grobe Unterscheidung. Teilweise sind die Unterschiede durchaus sehr groß. Nimm Dir ruhig Zeit für diese Entscheidung. Nutze ruhig die "Bibel in gerechter Sprache" parallel um die Überlieferungen besser verstehen zu können.

Wenn Du Dich dann für eine Richtung entschieden hast dann schaue nach wo Du anrufen kannst, teile Dein Bedürfnis mit und lasse Dir dann erklären wie die Gemeinschaft darauf antwortet. In der Regel nimmst Du zunächst mal an Erwachsenenunterricht teil.Danach folgt dann der Beitritt - falls die Gemeinschaft bzw. eine sie vertretende Person davon überzeugt wurde dass Du glaubst und Du noch willst. Je nachdem ob diese Gemeinschaft zum Konkordat gehört zahlst Du dann Kirchensteuer oder nicht.

Natürlich ist Glaube zunächst mal eine Angelegenheit zwischen Deinem persönlichen Schöpfergott und Dir. Für viele Menschen ist es aber durchaus aus mancherlei Gründen äußerst sinnvoll Teil einer Gemeinschaft zu sein. In einer Gemeinschaft kann der eigene Glaube durch Austausch vertieft werden, manche Riten welche den spirituellen Aspekt von Glauben abdecken lassen sich in der Regel besser in Gemeinschaft ausführen.... . Ob Du einer Gemeinschaft beitreten willst oder nicht ist einzig und alleine Deine persönliche Entscheidung. Uns hier steht nicht zu Dir da reinzuschreiben. Und heute ist eine Warnung vor irgendwelcher Abzocke auch nicht mehr nötig denn die Glaubensgemeinschaften haben tatsächlich eine Einführungszeit vorgeschaltet.

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