Christentum - wie geht Beten richtig?

14 Antworten

Beten ist wichtig und positiv. Es ist sozusagen das Handwerkszeug eines Christen was wir nicht vernachläsigen sollten. Aber es ist wie mit allem, immer eine Einstellungssache. Das heißt, daß wir unsere Beweggründe und Motivation überprüfen müssen. Das Beten ansich hat keinen Wert, denn es ist eine Handlung, die man auch ohne Glauben und Einstellung praktizieren kann. Auch Moslems, Buddhisten und Hinduisten beten und versprechen sich etwas davon. Aber wir Christen dürfen es, weil Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Johannes 14,6). Unsere Gebete sind in der Vollmacht Christi und der Wahrheit und seiner Gerechtigkeit. Ohne IHN wären es nur Luftblasen, die bis zur Zimmerdecke reichen und dann zerplatzen. Entscheidend bei unseren Gebeten ist immer der Wille Gottes - darum beten wir ja auch: ''Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden''... ! Es ist schon viele Überlegungen wert, daß einerseits Gott alles weiß was wir brauchen und erbeten wollen, und wir dennoch darum beten sollen und dürfen. Ich denke beten tut unserer Seele gut und ist nicht nur Ausdruck unseres Mangels und Verlustes den wir zu beheben versuchen, sondern eine Tat der Beziehung und ein Ausdruck der Nähe zu Gott die wir suchen dürfen.

Der Spruch: ''Not lehrt beten!'' hat seine absolute Richtigkeit. Die Bibel geht sogar noch weiter und fordert uns auf, daß wir uns einander öffnen sollen um konkret uns unsere Sünden zu bekennen Warum? Es ist denkbar logisch. Wenn ich nicht weiß was passiert ist und welchen Namen das Problem hat, kann ich auch nicht in rechter Weise beten. Ein Gebet ''aus Verdacht'' oder Unwissenheit heraus kann irgendwie nicht Gottes Wille sein. Gott ist nicht oberflächlich und wir sollen es auch nicht sein. Gebete die für alles und jeden und für niemanden gelten machen keinen Sinn. Es sind fromme Floskeln. Sicherlich kostet es Überwindung anderen Mitchristen meine Verfehlungen mitzuteilen, aber wenn es so einfach wäre ''ernstlich'' zu beten, würde die Schrift das nicht extra so betonen (Jakobus 5,16). Jemand, der nicht ernstlich betet, ist eher ein Heuchler als ein Beter nach Gottes Willen. Wir dürfen uns das Gebet etwas kosten lassen (z.B. wie David in Psalm 35,13).

Man kann nur etwas erhalten, wenn man darum bittet und eine Tür kann nur geöffnet werden, wenn man vorher anklopft. Und man kann nur etwas finden, wenn man danach sucht (Matthäus 7,7). Wenn wir als Menschen keine Probleme hätten oder immer in der Lage wären alles selbst irgendwie ''in Ordnung'' zu bringen, so wäre die Aufforderung füreinander zu beten als Christen überflüssig und ohne Nutzen. Aber so ist es nicht. Manche Christen haben es fast schon verlernt um etwas konkret zu bitten! Man argumentiert vielleicht damit, daß Gott sowieso alles weiß und sieht. Das stimmt, aber daraus zu schlußfolgern es wäre nun überflüssig Gott mit meinem Anliegen zu belangen ist total falsch. Wir haben oft nichts, weil wir nicht ernstlich und aufrichtig darum bitten oder weil wir es in übler Absicht tun (Jakobus 4,2-3).

Voraussetzung für ein ''ernstliches Gebet'' ist auch, daß ich meine Glaubensgeschwister ernst nehme wenn sie sich mir öffnen und ich soll mich nicht über sie erheben. Den Demütigen schenkt Gott Gnade und den Hochmütigen widersteht er (Sprüche 3,34). Man kann sicherlich auch für sich selbst ernstlich beten und es ist nicht unbedingt egoistisch das zu tun. Dennoch dürfen wir die biblischen Verheißungen ernst nehmen die auf gemeinsames Gebet hinweisen (Apostelgeschichte 1,14, 1. Petrus 3,7). Beten ist keine fromme Beschäftigungstherapie sondern hat ein konkretes Ziel und die Kraft der Hoffnung in sich. Warum? Weil Gott Gebete erhört (Psalm 65,2). Und selbst wenn wir manchmal nicht wissen was wir beten sollen, vertritt uns der Heilige Geist vor Gott und wird vor dem Allerheiligsten für uns konkret (Römer 8,26). Das Gebet dient der Kommunikation mit Gott. Ein wunderbares Privileg welches sich gewiß nicht in Bitten und Fürbitten erschöpft, sondern im Lob Gottes und der Danksagung weitere Möglichkeiten bietet - ganz konkret!

Hallo JoanaBanana1234,

beten ist eigentlich gar nicht so schwierig, denn einfach gesagt ist es eine Zwiesprache mit Gott. Natürlich sprechen wir zu Gott nicht wie zu einem Kumpel, da wir uns seiner Größe und Erhabenheit bewusst sind. Daher sollten unsere Gebet immer von Ehrfurcht und Respekt zeugen.

Die Bibel enthält einige Hinweise zum Thema Gebet, doch feste Regeln gibt es dafür nicht. Wenn unsere Gebete Gott gefallen sollen, dann wären auswendig aufgesagte Gebete eindeutig nicht das Richtige. Jesus sagte in der Bergpredigt einmal folgendes dazu: "Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, dass sie erhört werden, weil sie viele Worte machen" (Matthäus 6:7).

Gebete sollten also immer etwas ganz Persönliches sein und aus dem Herzen kommen. Der berühmte König David schrieb einmal in einem seiner zahlreichen Psalmen: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten.Vor ihm schüttet euer Herz aus" (Psalm 62:8). Wenn man jemandem sein Herz ausschüttet, dann muss man nicht nach Worten ringen oder macht sich Gedanken um exakte Formulierungen. Deswegen kommt es auch beim Beten nicht darauf an, in welche Worte wir die Gedanken, die wir an Gott richten, verpacken.

In der Bibel sind viele Gebet aufgezeichnet worden, die jedoch nicht dazu dienen sollten sie auswendig zu lernen. Auch das "Vaterunser" ist nicht dazu gedacht, immer wieder aufgesagt zu werden. Es ist lediglich als eine Art Muster gedacht, das zeigt, auf was es in unseren Gebeten ankommen sollte. Das "Vaterunser" lässt z.B. deutlich werden, dass nicht persönliche Bitten im Vordergrund stehen sollten. Die ersten drei Bitten betreffen nämlich nicht unsere, sondern Gottes Interessen. Daran sollten wir denken, wenn wir unsere Bitten an Gott richten.

Die Bibel zeigt auch, dass unsere Gebete, außer aus Bitten an Gott, auch Lobpreis und Dank mit einschließen sollten. So steht in den Psalmen: "Kommt in seine Tore mit Danksagung, in seine Vorhöfe mit Lobpreis. Dankt ihm, segnet seinen Namen" (Psalm 100:4) oder: "Auch legte er ein neues Lied in meinen Mund, Lobpreis für unseren Gott (Psalm 40:3).

Es gibt also viele Möglichkeiten unsere Gebete so zu gestalten, dass sie für Gott annehmbar sind. Auch fand ich den Tipp sehr hilfreich, dass man sich vor einem Gebet Gedanken machen soll. Sonst kann es leicht passieren, dass man recht inhaltslose Gebete spricht oder oft das Gleiche sagt.

Über das Beten gibt es sicher noch vieles zu sagen, doch wenn Du diese grundsätzlichen Dinge beachtest, wird es Dir künftig sicher leichter fallen, Dich im Gebet an Gott zu wenden.

LG Philipp

Das Vater-unser ist ein Mustergebet. Dahingehend ist es eine gute Vorlage. Zudem gibt die umgebende Textstelle an, wie man beten sollte, damit das Gebet auch seinen Sinn erfüllen kann. Darüber hinaus wird es je nach christlicher Glaubensrichtung oder auch darüber hinaus in weiteren Glaubensrichtungen unterschiedlich ausgelegt, wie man beten soll(te).

In der Bibel steht, dass man wenn man Hilfe benötigt, oder nach einer Antwort sucht, dem entsprechend darum beten kann, allerdings auch mit dem Glauben, entsprechend zu erhalten und der Bedingung, nicht daran zu zweifeln. Zudem sollte man im Einklang mit der Nächstenliebe und Entscheidungsfreiheit beten, insbesondere was die Wertschätzung der Entscheidungsfreiheit Anderer betrifft. Zudem steht in der Bibel, dass man zum Vater beten soll, aber spätestens da unterscheiden sich die verschiedenen Kirchenlehren. Und nicht zuletzt wird in einigen christlichen Glaubensrichtungen die Ansicht vertreten, dass man nicht vorgefasste Gebetstexte wie in einer Art Lippenbekenntnis nachplappern soll, sondern mit eigenen Worten beten soll. Zudem kann es auch nicht schaden, für das Gute zu danken, was einem begegnet.   

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