Chip Tuning mehr bei Diesel?

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4 Antworten

Diesel heißt heutzutage fast immer Turbodiesel während Benziner zwar auch immer häufiger mit, bislang aber meist ohne Turbolader eingebaut werden.

Turbomotoren lassen sich über die Parameter Ladedruck und Einspritzmenge relativ leicht in der Leistung steigern während Saugmotoren wesentlich mehr Aufwand bedingen.

Chiptuning für Sauger wäre auch nur dann sinnvoll wenn mechanisch bereits alle Register gezogen wären.

Da es aber viele Tausend Euro kostet die Ansaug- und Abgaswege zu optimieren, eine "schärfere" Nockenwelle und grössere Ventile mit stärkeren Ventilfedern sowie leichtere Pleuel und Kolben einzubauen etc etc scheuen natürlich die meisten den Aufwand.

Achja, das Fazit daraus...Chiptuning wird beim aufgeladenen Diesel somit ein viel größeres Spielfeld geboten als beim Benziner, darum das größere Angebot.☺

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SCMG1 31.10.2016, 07:31

Super danke für die Antwort !

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checkpointarea 31.10.2016, 10:46

Naja, dass Benzinmotoren meist keinen Turbolader mehr haben, stimmt nicht mehr. Guck Dir mal das meistverkaufte Auto, den VW Golf, an. Selbst der Basisbenzinmotor hat bereits einen Turbolader. Bei der Konkurrenz Opel Astra und Ford Focus sind nur die jeweils kleinsten Motoren turbolos. Eigentlich sind alle außer Mazda und extrem günstige Autos (VW Up beispielsweise) in einem regelrechten Turbowahn.

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Gummibusch 31.10.2016, 11:35
@checkpointarea

Stimmt, ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich wollte sagen, daß bislang noch eher mehr Sauger anzutreffen sind,sich dieser Umstand aber immer mehr umkehrt.

Dazu habe ich noch vergessen zu erwähnen, daß der Markt wahrscheinlich bei größeren Hubräumen ergiebiger sein dürfte was den Wunsch nach Tuningmaßnahmen angeht.

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Hallo!
Es gibt 2 Arten von Chip-Tuning:
Ein Motor mit Leistungsbremse ( zB VW Konzern) wird die volle Leistung freigesetzt.
Oder ein Motor wird in den Parametern so geändert, dass mehr Leistung abgegeben wird unter Veränderung des Verbrauchs, der Abgaswerte oder der Lebensdauer.

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SCMG1 31.10.2016, 07:25

Ah ok interessant ! Was könnte man bei einem  Benziner 2012er 3.6L V6 24V 210Kw  Pentastar Motor  von Chrysler machen ?

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Klaudrian 31.10.2016, 07:29
@SCMG1

Eine Ladedruckerhöhung und Kennfeldmodulation. Hierbei wird mehr Kraftstoff eingespritzt und Luft zugeführt. Dies erhöht zwangsweise die Leistung. 
Jedoch muss geprüft werden, ob der Motor die Leistung überhaupt aus hält oder auch nachgerüstet werden muss. 

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JanRuRhe 31.10.2016, 07:29

In den USA gibt es wahnsinnig viele Tuner, chiptuning ist nur ein Teil.
Wenn ein Bauteil Stark belastet wird durch das Tuning, sollte es durch ein besseres ausgetauscht werden.
Google danach. Auch in Deutschland gibt es gute Tuner. Aber nicht für 149€ plus Versand bei eBay

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Gummibusch 31.10.2016, 07:29

Die Kategorisierung ist etwas zu kurz gegriffen.

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JanRuRhe 31.10.2016, 07:30

Klaudrian: gut ausgedrückt!

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JanRuRhe 31.10.2016, 07:31

Klar, hier ist kein Fachforum

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Gummibusch 31.10.2016, 07:32
@JanRuRhe

Ist das ein Grund halbgare und verwirrende Antworten zu geben?

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SCMG1 31.10.2016, 07:35
@Gummibusch

ist ja gut... gibt ja genug Antworten, passt schon. Und unrecht hat er ja auch nicht...

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Gummibusch 31.10.2016, 07:37
@SCMG1

Naja...da hätte man auch gar nichts schreiben können.☺

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JanRuRhe 31.10.2016, 07:39

Gummibusch: dann ergänze und sag konkret was falsch ist ... in der Regel sind bei GF interessierte Laien und mittel bis gut informierte Fachleute mit Interessen über den Tellerrand hinaus unterwegs.

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Chiptuning macht sich richtig bemerkbar bei aufgeladenen Motoren, dort kann durch Ladedruckerhöhung und Anpassung der Einspritzmenge enorm Leistung gewonnen werden.

Früher waren oft nur Diesel mit einem Turbo ausgestattet und daher vielleicht der Irrglaube das es für Diesel mehr Möglichkeiten gibt.

Tatsächlich ist es aber egal ob Benziner oder Diesel, es kommt drauf an ob der Motor mit Turbo oder Kompressor ausgestattet ist, wenn ja ist durch Chiptuning wie erwähnt einfache Leistungssteigerung möglich.

Der weitere Faktor ist, dass gerade Langstreckenfahrzeuge (welches auch oft vorzugsweise Dieselfahrzeuge sind) nicht auf Leistung durch Chiptuning optimiert werden, sondern auf noch geringeren Verbrauch.

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Klaudrian 31.10.2016, 07:26

Früher hatten Dieselmotoren auch keinen Turbolader. Perfektes Beispiel Golf 1 + 2. Die Diesel waren Schnecken. 

Bei Benzinmotoren war damals, so wie heute schon ein größeres Potential zu schöpfen. Saugmotoren wurden passiv durch die Ansaugluftgeschwindigkeit aufgeladen. Perfektes Beispiel der Toyota Corolla von 1987. 1,2L mit 135 PS. Der hatte keinen Turbo. 

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Antitroll1234 31.10.2016, 07:38
@Klaudrian

Früher hatten Dieselmotoren auch keinen Turbolader. Perfektes Beispiel Golf 1 + 2. Die Diesel waren Schnecken. 

Ich hab auch nicht geschrieben das jeder Dieselmotor aufgeladen war.

Bei Benzinmotoren war damals, so wie heute schon ein größeres Potential zu schöpfen

Nein, nicht durch reines Chiptuning bei einem Sauger.

Saugmotoren wurden passiv durch die Ansaugluftgeschwindigkeit aufgeladen

Bitte was ? Sauger werden nicht aufgeladen, die saugen die Luft an (daher Sauger), da gibt es keinen Überdruck.

Perfektes Beispiel der Toyota Corolla von 1987. 1,2L mit 135 PS. Der hatte keinen Turbo. 

Es gibt einen 1,3 Corolla BJ 1987 mit 67 PS und der stärkste ein Corolla BJ 1987 mit 1,8l Hubraum und 117 PS. Ein Benziner mit 1,2l Hubraum und 135 PS wäre mir neu.

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Klaudrian 31.10.2016, 07:45
@Antitroll1234

Erst mal hier das Fahrzeug: http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=233327981&scopeId=C&isSearchRequest=true&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&maxFirstRegistrationDate=1980-12-31&makeModelVariant1.makeId=24100&makeModelVariant1.modelId=9&pageNumber=1
1.2L mit 136 PS. Ich hatte recht, hatte jedoch einen Zahlendreher drin. Also 1978 Sorry. 

Eine passive Aufladung gibt es ebenfalls. Bei hohen Drehzahlen erhöht sich die Ansaugluftgeschwindigkeit. Wird nun ein längerer Ansaugkanal montiert, strömt durch die Trägheit der Luft auch bei geschlossenem Ventil Luft nach und drückt die Luft vor dem Einlassventil leicht zusammen. So sind Drücke bis zu 0,2 bar möglich. 

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Antitroll1234 31.10.2016, 07:55
@Klaudrian

Corolla von 1978 mit 1,2l Motor gab es mit 55 und 64 PS^^

In deinem Link ist kein Originalmotor mit dieser Leistung, auch wenn derjenige dies so beschreibt.

Eine passive Aufladung gibt es ebenfalls. Bei hohen Drehzahlen erhöht sich die Ansaugluftgeschwindigkeit. Wird nun ein längerer Ansaugkanal montiert, strömt durch die Trägheit der Luft auch bei geschlossenem Ventil Luft nach und drückt die Luft vor dem Einlassventil leicht zusammen. So sind Drücke bis zu 0,2 bar möglich. 

Ohje, und woher soll der Unterdruck bei geschlossenen Einlassventilen herkommen der dann nach deiner Schilderung einen Überdruck aufbaut ?

Nimm doch einfach mal einen Gartenschlauch und saug daran, und jemand anderer drückt den Schlauch dann ab, dahinter entsteht kein Überdruck.

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Miete187 31.10.2016, 08:08
@Klaudrian

Also ich hatte im Golf 1 und 2 einen 70 PS Diesel mit Turbol!?

Und im Golf 2 ging schon was mit Ladedruck;-) aber nicht über OBD2 lach.

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checkpointarea 31.10.2016, 10:51
@Miete187

Ein Saugmotor, der aus 1,2 Litern eine Leistung von 136 PS schöpft, hätte eine 5 - stellige Nenndrehzahl. Sowas baut man in ein Motorrad ein, aber nicht in einen Pkw, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen (z.B. Honda S 2000, 2 Liter und 240 PS). Wie erwähnt, hatte der Toyota Corolla 1,2 von 1978 eine Motorleistung von maximal 64 PS.

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Gummibusch 31.10.2016, 11:48
@Antitroll1234

Nein nein, das ist schon richtig, eventuell nur etwas undeutlich beschrieben.

Die angesaugte Luft bildet bis zum geschlossenen Ventil eine schwingende Luftsäule deren Amplitude man durch Optimierung des Ansaugtraktes man als einen leichten Aufladungseffekt ausnutzt.

Die Fahrzeughersteller nutzen diesen Effekt natürlich bereits aus,  bei Tuningmaßnahmen läßt sich das durch Anpassung evt nochmals optimieren.

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Gummibusch 31.10.2016, 11:53
@checkpointarea

Nicht ganz, gute Zweiliter-Sauger kommen bei höherer Literleistung mit 9000U/min aus.

Auch der Honda S2000 dreht bei nur wenig über 9000U/min bereits in den Begrenzer.

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Antitroll1234 31.10.2016, 15:51
@Gummibusch

Die Fahrzeughersteller nutzen diesen Effekt natürlich bereits aus,  bei Tuningmaßnahmen läßt sich das durch Anpassung evt nochmals optimieren.

...aber nicht durch Chiptuning in der es bei der hier gestellten Frage geht.

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checkpointarea 31.10.2016, 18:31
@Gummibusch

Du solltest hierbei aber berücksichtigen, dass die Nenndrehzahl mit sinkendem Hubraum und bei gleicher Literleistung ansteigt, weil die Relation zu Reibfläche und Brennraumgröße ungünstiger wird. Deswegen gibt es auch keine Saugmotoren, die aus 50 oder 100 cm³ Hubraum die physikalisch bedingte Höchstgrenze von etwa 115 Nm pro Liter erreichen, bei etwa 95 Nm pro Liter ist bei guten Motoren Schluss. Auch ein Indikator hierfür: Die hohe Nenndrehzahl. Die stärksten Viertakt - Einzylinder im Motorroller mit 50 cm³ Hubraum schaffen etwa 4 PS, benötigen hierfür allerdings gerne mal 8000 U/min. Ein Zweiliter - Saugmotor mit 160 PS (=gleiche Literleistung) benötigt für die gleiche Literleistung sicher keine 8000 U/min., dem reichen 6000-7000.

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Immer wieder toll so kompetente  Antworten zu erhalten, echt top diese Seite :)

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