Chemotherapie, wie funktioniert es?

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3 Antworten

Mahlzeit.

Welche anderen Sachen willst Du denn hören?

Also prinziepiell stimmt diese Definition der Chemotherapie schon. Zytostatika, die Hauptwirkstoffe der Chemotherapie zielen daruf, das Zellwachstum zu unterbrechen. Es kommen hochpotente Zellgifte zum Einsatz, die auf verschiedenen Wirkmechanismen in den Repdroduktionszyklus der Zellen eingreifen, mit dem Ziel, die Zellteilung zu unterbrechen bzw. zu verhindern.

Fast alle Zellen im Körper haben ein biologisches "Verfallsdatum", vor dessen Erreichen sie sich durch Teilung reproduzieren müssen. Wird diese Reproduktion verhindert und läuft dann das "Verfallsdatum" ab, geht die Zelle zugrunde und der Körper baut sie ab.

Das Problem der Chemotherapeutika ist allerdings, dass nicht selektiv auf bestimmte Zellen, eben den Krebs, sondern global auf alle Zellen des Körpers wirken. Daraus resultieren die teils heftigen Nebenwirkungen. Neben dem eigentlichen Krebs werden alle sich häufig teilenden Zellen in ihrer Reproduktion gestört.

Welche anderen Zellen neben den Krebszellen betroffen sind, hängt vom Wirkmechanismus des jeweiligen Medikaments ab. Bei vielen fallen deshalb die Haare aus. Verschmerzbar.

Bei nahezu allen wird aber auch die Regeneration des Blutes und der Nervenzellen in Mitleidenschaft gezogen, was oft den Abbruch der Chemo vor erreichen ihrer eigentlichen Wirkung bedingt.

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Für solche Fragen bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums immer gute Informationen:

" Seit rund 60 Jahren werden Zytostatika zur Chemotherapie bei Krebs
eingesetzt. Solche Medikamente hindern Zellen an der Teilung und bringen
sie zum Absterben. Vereinfacht übersetzt bedeutet der Begriff
"Zellstopper". Viele Zytostatika setzen dazu an der Erbsubstanz an.
Andere blockieren wichtige Stoffwechselabläufe bei der Zellteilung.

Da dies sehr grundlegende Vorgänge sind, wirken fast alle Zellgifte
nicht nur auf Krebszellen, es kommt zu Nebenwirkungen: Beeinträchtigt
werden - in unterschiedlichem Umfang - alle sich schnell regenerierenden
Gewebe, zum Beispiel Haut und Schleimhäute, Haare und die blutbildenden
Zellen im Knochenmark. Die meisten Nebenwirkungen verschwinden
allerdings mit dem Ende der Behandlung.

Welchen Stellenwert hat die Chemotherapie heute? Wann ist die "Chemo" sinnvoll, wann nicht? Was können Patienten gegen Nebenwirkungen tun? Mit den folgenden Texten will der Krebsinformationsdienst Betroffenen und Interessierten einen ersten Überblick vermitteln."

Ausführlich unter

https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/chemotherapie.php

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Was Du schreibst, stimmt für viele Chemotherapeutika. Es gibt aber auch andere Chemotherapeutika, z. B. solche, die Krebszellen durch Immunprozesse angreifen und im besten Falle auch vernichten.

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