chemische Kastration beim Hund

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7 Antworten

liebe abeena,

ja - das verhalten deines hundes zeigt deutlich, dass viele verhaltensmuster gelernt sind und eine hormonunterdrueckung keine erfolge hat.

deine ansichten sind richtig.

mein hund kam frisch kastriert zu uns(kam aus spanischer toertungsstation)... er ist einerseits immer noch ein latin lover(nimmt zu allen freundlich kontakt auf) aber auch ein "macho", wenn es um die verteidigung seiner hundedame geht...ich richte mich danach.

ich bin mir sicher -auch einer "richtige" kastration wuerde das verhalten deines hunde nicht aendern...lass es so wie es ist und lerne auch mit solchen eigenheiten deines hundes umzugehen...

je enger eure bindung ist, um so effektiver kannst du das ausbuechsen verhindern. LG ini

abeena 28.08.2012, 08:09

Danke für die nette Antwort. Ich glaube auch immer mehr, dass er sich nicht ändert, was sein Schnüffeln und Markieren angeht. Aber es verunsichert mich, wie wenig er sich durchsetzen kann. Er wird oft Mobbingopfer . Das war vorher nicht so. Wenn der Chip abgelaufen ist werden wir ihn so belassen, wie er ist. Er ist ja auch nun schon so 6-8 Jahre. Da erledigt sich einiges von alleine.

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inicio 28.08.2012, 09:55
@abeena

ja, lass ihn nach dem chemischen chip iweder ganz hund sein -ihr werdet es meistern!

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Portbatus 28.08.2012, 13:04
@inicio

hallo Abeena, durch die Kastration, egal in welcher Form, wird die Mobberei nur noch schlimmer.

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hallo

ohne Deinen Hund und Dich zu kennen und zu erleben kann man schlecht einen Rat auf diese Frage geben. Frage? äh hab ich richtig verstanden? Du überlegst noch ob Kastration oder doch lieber nicht?

Zuerst einmal : es ist zu wenig Zeit vergangen, warte noch 6 - 8 Wochen. Dann hat sich hormonell alles eingependelt, auch die Zeit der Läufigkeiten beginnt jetzt ja erst.

Zwie Sachen fielen mir allerdings auf:

aber wenn er ein Weib vor sich hat ist er sehr unablässig bis nervtötend. Er hört dann auf nichts mehr. Da es sich nicht ändert hilft wohl nur Erziehung sehe ich ein. Naja ein Versuch war es wert. Jedenfalls kann er sich ohne Hormone besser wehren gegenüber anderen Rüden.

Das mit den Hündinnen wäre so gut wie vorbei, wäre er kastriert. Also hier: Pro Kastration.

Wieso muss er sich gegenüber anderen Rüden wehren? wo lebt ihr? Das ist als Rudelführer Deine Aufgabe, ihn zu beschützen und dafür zu sorgen, dass andere Rüden wegbleiben. Du bist der Boss, nicht er. Nimm ihn an die Leine und lass ihn nicht zu anderen Rüden. Rüden lieben sich generell eher selten ;-)) vor allem diese mit unbekannter Vorgeschichte, die sich evt. auf der Strasse behaupten mussten............

Ich würde mal sagen das Zauberwort heißt Erziehung ;-))

Hallo, wir haben unserem Cocker vor ca. 5 Wochen ein Chip verpassen lassen. So wirklich ruhiger ist er davon nicht geworden, aber wenn in den nächsten Wochen wieder die läufigen Hündinnen unterwegs sind, wird sich zeigen, ob es was gebracht hat. Wir können unseren Hund nicht kastrieren lassen, weil er Epilepsie hat, deshalb haben wir uns für den Chip entschieden, zumal das ja nur weibliche Hormone sind, die er über den Chip bekommt und die seinen Hormonhaushalt runterfahren sollen. Das Schnuppern gehört zum Hund, da ändert auch eine Kastration nichts. Unser Rüde hat bei läufigen Hündinnen sehr gelitten, und da es sich bei ihm um eine stressbedingte Epilepsie handelt, wollten wir ihm die Situation etwas erträglicher machen. Mal sehen, ob es hilft.

Ursprünglich wollte ich auch eine Antwort dazu schreiben - aber angesichts der Tatsache was von diesem Hund erwartet wird, fällt mir nicht mehr fiel dazu ein ...

Unter anderem, dass er nicht so sein darf, wie er ist > also nicht er er selbst akzeptiert wird, zieht mir schon die Schuhe aus?!

Der Tag ist nicht mehr weit, wo nur noch gekloone Tiere herumlaufen, die so manipuliert sind, wie der Mensch es gerne hätte und eines Tages ergeht es uns Menschen ähnlich ... wehret den Anfängen und beginnt zu denken, denn eine Kastration setzt am falschen Körperteil an.

Die Liebe und Verständnis sind es, die vorausgesetzt werden sollten für ein Tier und die Toleranz ebenso ... Gruss Inga

Hallo, ich würde einen Rüden nur dann kastrieren lassen, wenn er darunter leidet. Also z.B. das Fressen einstellt, jammert heult ... Ein Hund in dem Alter hat sehr viele Verhaltensmuster inne, die gehen durch eine Kastration nicht mehr weg. Bitte denkt auch dran, daß eine Kastration ein emenser Eingriff in den Hormohaushalt ist und gerade bei älteren Tieren schwierig sein kann. Nur weil er viel markiert und schnüffelt, wäre das für mich kein Grund zur Kastration.

abeena 28.08.2012, 10:03

nach der Erfahrung mit dem Chip denke ich auch so.Es bringt nichts bis jetzt. Nur Nachteile für den Hund.Sein Verhalten hat er nun mal gelernt und nichts kann es ändern. Wir werden ihn so belassen, wie er war vor dem Chip. Ein Glück haben wir ihn nicht sofort kastrieren lassen. Nur dafür ist der Chip gut gewesen. Auch, um nur festzustellen, dass es nichts bringt. Das Schnüffeln und Markieren geht ja noch. aber wenn er ein Weib vor sich hat ist er sehr unablässig bis nervtötend. Er hört dann auf nichts mehr. Da es sich nicht ändert hilft wohl nur Erziehung sehe ich ein. Naja ein Versuch war es wert. Jedenfalls kann er sich ohne Hormone besser wehren gegenüber anderen Rüden. Er riecht dann wohl anders. Jetzt ist alles nur Mist. Er macht die gleichen Faxen ist aber nicht mehr wehrhaft. Andere Probleme aber schlimmer als vorher. nunja. Was kann ich noch dazu sagen?. Gut, dass esbald wieder vorbei ist.

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Hallo Abeena, ich will die sehr gute Antwort von Inicio noch etwas ergänzen.

Durch die Kastration, egal in welcher Form, wird die Mobberei nur noch schlimmer.

Von wegen schnüffeln: Das schnüffeln gehört zum Hund, zu seinem Urverhalten, evolutionsbedingt.

Es kann aber auch, unter anderem, eine ganz andere Bedeutung haben. z.B. eine Art Beschwichtigung.

Damit machen Hunde in bestimmten Situationen deutlich, von mir geht keine Gefahr, kein Angriff aus. Es gehört in die Besänftigungs-Kategorie, Schnauzelecken oder Schwanzwedeln.

Lies mal ein Buch über die Körpersprache der Hunde und dir geht vielleicht manches Licht zum Gesamtverständnis auf, egal, wie lange du Hunde-Erfahrung hast.

Ich glaub auch nicht das sich in seinem verhalten was ändern wird. Ich würde aber auch sagen wenn kastrieren dann richtig.

abeena 28.08.2012, 05:28

Aber wenn es erlerntes Verhalten ist bringt eine Kastration doch auch nichts.? Also,weil er schon alt ist würde ich gar nichts machen.

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inicio 28.08.2012, 07:29

die chemische kastration hat doch gerade gezeigt -dass sich das verhalten des hundes nicht andert !!!

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