Chemische Kastration bei Rüden

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

du kannst du gunst der stunde, für den fall, daß du erstmal chemische kastration austestet, dann auch nutzen um dem ganzen erzieherisch entgegenzuwirken.

wenn die bindung stark genug und das rudelgefüge iO ist, dann kann man da durchaus bei den meisten rüden auch etwas machen.

als meiner mit 15 monaten zu uns kam, war polen offen, russland zu.

der wäre am liebsten auf alles gesprungen, hat den dicken raushängen lassen,.....

und seid bei uns die rangordnung ganz klar definiert ist und er eine sehr gute bindung zu mir hat, ist damit essig.

in gleichem atemzug haben sich dann auch solch dinge, wie futterneid, jagdtrieb,.... erledigt.

"alpha" gibt vor wann was gejagd wird, beansprucht für sich, was er beanspruchen will, inklusive der damenwelt,..... natürlich sind pipiflecken von läufigen damen immer noch interessant, aber ein kommando von mir und es ist uninteressant. wir können ohne probs auf direkt nach einer hündin in ihren stehtagen auf den hundeplatz und trainieren. es braucht nur einmal klar und deutlich ein signal, daß ich das jetzt nicht will und er läßt läufige hündin läufige hündin sein. schließlich gehören die ja alle MIR. ^^

und nein, ich prügele meinen hund nicht, oder tu ihm anderweitig irgendwelche körperlichen qualen an. er hat das alles recht freiwillig akzeptiert und reagiert schon auf blicke von mir.

wir kennen uns einfach in und auswendig.

und nun zum thema kastration und verhaltensänderung.

im grunde haben beide lager recht. diejenigen, die sagen, es ist ein angeborener instinkt und diejenigen, die sagen, es ist ein erlerntes verhalten.

rüden, die schonmal gedeckt haben, wissen, was der trieb nutzt, den sie da haben, rüden, die noch nicht gedeckt haben, haben ihn allerdings trotzdem wissen nur nichts konkretes damit anzufangen.

sprich ein rüde, der bereits gedeckt hat, weiß, daß man von hinten auf ne läufige hündin aufsteigt und wo man da was hinsteckt. ^^ ein ungeübter rüde, weiß das nicht, der steigt dann auch mal verkehrt herum auf, klammert sich an einem bein der hündin fest oder zweckentfremdet diesen trieb dann mal vollends und besteigt nen danebenstehenden ähnlich riechenden kastrat,.... heißt, der trieb ist bei beiden gleich hoch vorhanden, nur der eine weiß wofür, der andere muß es noch herraus finden. ;)

ebenso kann ein rüde, der bereits gedeckt hat, aber auch lernen, daß hündinnen zwar während der läufigkeit interessant riechen, aber erst während ihrer stehtage wirklich interessant sind und sie davor und danach links liegen lassen. auch das ist erlerntes verhalten.

ob und in wie weit eine kastration bei euch bringt, kann dir niemand sagen. da bleibt es nur mittels chemischer kastration auszutesten. als dauerhafte lösung würde ich eine solche kastration allerdings nicht betrachten. künstliche hormone beeinflussen das lebewesen in etwa genauso stark, wie das wegfallen natürlicher durch zB kastration.

wie leidet dein hund denn? und wie lange? und wie dicht wohnen unkastrierte hündinnen in eurer umgebung? eventuell lassen sich dort ja anhaltspunkte finden, wo ihr ansetzen könnt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Kastration eines Rüden im schon höheren Alter hat lediglich einen Sinn in der Verhinderung der Fortpflanzung zu 100%

Das ist in Erwägung zu ziehen wenn Rüde und Hündin in einem Haushalt leben.

Um das Interesse an läufigen Hündinnen zu nehmen waere eine Frühkastration vorzunehmen. Diese jedoch ist - aufgrund der Nebenwirkungen - genau zu überdenken.

Ein Rüde welcher bereits Deckerfahrungen machte wird wesentlich mehr an der Fortpflanzungsphase der Hündinnen interessiert sein, als Rüden welche unerfahren bleiben.

In erster Linie "leidet" unter dem natürlichen Fortpflanzungsverhalten - nicht der Hund - sondern der Mensch und Hundehalter.

Allerdings ist es einfach der Sache aus dem Weg zu gehen - durch Ausweichen, anderes Gassigebiet aufsuchen - wenn die Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind.

Durch die Hoden des Rüden werden nicht nur Fortpflanzungshormone produziert, sondern ein Hormoncocktail. Hormone welche auch für die Stressbewältigung und das Sozialverhalten wichtig sind.

Die Spätkastration ist also kein sicherer Weg einen "weniger leidenden Rüden" zu erhalten, sondern im Gegenteil - für manch einen Rüden fängt Leiden dann erst an. Das Leiden eines Kastraten inmitten vieler, dann im Sozialverhalten gegenüber diesem - völlig veränderten Hunden - ist in einer an Hunden reichen Wohngegend genau abzuwägen.

Du solltest Dir zu diesem Thema vorab das Buch von

Dr. U. Ganslosser zur Kastration und Wirkungen

....besorgen und lesen. Danach gilt es abzuwägen. Hormone steuern nicht nur beim Menschen wichtige Körperfunktionen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von sophia40
21.03.2012, 15:05

Jaaaa, das ist mit Sicherheit ein super tolles Buch. Ich kann alles was man finden kann vonU.Ganslosser nur empfehlen.

0

Ichhabe mich mit dem Thema Kastrationschip gerade auseinander gesetzt, nach mehreren Gesprächen mit dem TA und anderen Hundehaltern, wird unserem Rüden der Chip eingesetzt, die Wirkung hält ca 6 Monate an. Die Kosten betragen ca 65 Euro.

Bin gespannt wie er demnächst auf heiße Hündinen reagiert, laut Aussage des TA und anderer Hundehalter soll das unerwünschte Verhalten und leiden ausgeschlossen bzw wesentlich verringert sein!

LG Irene

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich habe einen kastrierten Rüden und einen unkastrierten Rüden. Beide Hunde hören gut, nicht perfekt, aber so gut, daß es in meinem normalem Leben mehr als ausreichend ist.

Der kastrierte Rüde hatte seinen Charakter damals nicht grundsätzlich geändert, der ist geblieben. Allerdings ist er wesentlich ausgeglichener geworden und ansprechbarer.Vor der Kastration (nicht zu verwechseln mit der Sterilisation - GANZ was anderes!!!!!!) war der Hund häufig auf Krawall gebürstet, besonders meinem Mann und meinem Kind gegenüber. Ich habe dem Hund zugetraut, daß er beißen würde. Mich nicht, ich selber hatte mit ihm sowas von gar keine Probleme, aber Mann und Kind, beide nicht wirklich in der Lage, sich einem Hund gegenüber durchzusetzen und ich bin nicht immer daheim. Durch die Kastration hat sich seine Aggressivität gelegt. Sicher hat er immer noch mal seinen eigenen Kopf, aber danach ließ er wenigstens mal mit sich verhandeln und schickt sich drein, wie man so sagt.

Mit dem unkastrierten Rüden hatten wir von Anfang an keine Probleme, vor allem weil auch klar war, daß dies allein mein Hund ist, ihn sehr an mich gebunden habe und ich doch recht konsequent in der Erziehung bin. Außerdem ist er rangordnungsmäßig der letzte, noch nach dem kastrierten Rüden.

Beide Hunde sind nun an ihren Lebensabend angelangt. Mein unkastrierter Rüde macht mir allerdings Sorgen. Er leidet unter seinen Hormonen. Er ist in den letzten Monaten sehr gehetzt, aufgedreht, unruhig, getrieben, er findet wenig Ruhe, ist nervös, wuschig im Kopf und hat deutlich an Gewicht verloren. Wir wohnen auf dem Land in einer hundearmen Gegend. Er hat in seinem Leben Kontakt mit sechs Hunden, die er besser kennt und regelmäßig sieht und mit spielt. Fremde Hunde gibt es recht wenig und sind für ihn auch nicht von besonderem Interesse. Hier laufen keine läufigen Hündinnen rum bzw. sind die sehr rar. Zur Erklärung seines derzeitigen Verhaltens reicht es nie, schon gar nicht über die lange Zeit.

Sein Verhalten in den letzten Wochen bzw. Monaten ist wirklich auffällig. Mein Tierarzt, der wirklich mein Vertrauen genießt, hat ihm eine Spritze gegeben, die seine Hormone beruhigt und einen guten Monat anhält. Laut TA ist der Hund gesundheitlich in Ordnung. Die Spritze hat dem Hund geholfen, er ist wieder "normal", jedenfalls so, wie ich ihn kenne. Er konnte sich auch mal wieder über Tag hinlegen und ein Nickerchen halten. Ich werde nächste Woche mit ihm wieder zum TA und mit ihm das Thema besprechen. Im Zweifel werde ich dem Hund doch so eine chemische Kastration mittels Spritze geben lassen. Zum richtigen Kastrieren (Hoden weg) ist mein Hund einfach zu alt, macht der TA in dem Alter auch nicht mehr. Aber so eine Spritze wäre gfs. eine Lösung, die ich mir auch vorstellen kann. Erst mal eine 6-Monats-Spritze, um die Auswirkungen zu beobachten. Ansonsten gäbe es Ein-Jahres-Spritzen.

Hier wird nun von Nebenwirkungen gesprochen und Folgen. Aber nicht ein einziger hat gesagt, WELCHE !! Was genau können die Folgen so einer Spritze sein??? Was genau sind an Nebenwirkungen vorhanden??? Was ist gemeint? Bei meinem kastrierten Rüden hatte ich durch die OP nur positive "Nebenwirkungen" !! Deswegen bin ich doch etwas verunsichert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

grundsätzlch gibt es immer sehr unterschiedliche Meinungen zur Kastration. Generell ist es aber so. Hat der Hund schon mal erfolgreich eine Hündin gedeckt, hat er gelernt Sex macht spaß. Auch wenn der Hund nun kastriert ist, wird das Hormon trotzdem gebildet. Der Hund kann einfach keine Welpis mehr zeugen. Hat er nun mal gelernt dass es Spaß macht dann wird er auch weiter heulen bellen oder leiden wenn Hündinin läufig sind. Es kann etwas verringert werden durch eine Kastration. Anders beim Hund der nie eine Hündin gedeckt hat. Der hat nicht gelernt, dass es Spaß macht und somit hat die Kastration viel mehr Erfolg. So eine Chemische Kastration ist also sinnvoll um fest zu stellen, wie sich der Hund danach verhält, wie sich andere Hunde ihm gegenüber verhalten. Ich kann Dir nur raten es zu versuchen. Vielleicht ist es eine gute Idee für Dich mal die Meinung von zwei Ärzten ein zu holen.Bekannte von mir haben das gemacht mit der Chemischen Kastration und haben ihn danach richtig kastrieren lassen, weil sie vorher ja danan sein Verhalten und das Verhalten der anderen Hunde testen konnten. Erkundige Dich ruhig mal. Es ist keine schlechte Sache.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von user1673
21.03.2012, 13:12

Das ist eine sehr menschliche Betrachtungsweise und für Hunde vollkommen falsch!

Der kastrierte Rüde ändert sein Verhalten nach der Kastration (meistens) - oder (manchmal) auch nicht. Das hat nichts damit zu tun, dass ihm Sex vielleicht Spass machen könnte. Er ist ein "Trieb"-täter und kein "Lust"-täter.

Falls Deine Theorie stimmen sollte, hast Du vergessen zu beschreiben, welche Folgen die Selbstbefriedigung hat - das kann er nämlich auch . . .

0

Die Wirkungsdauer solch eines Chips beläuft sich auf maximal 12 Monate. Eine Kastration ändert jedoch nichts an bereits erworbenen Verhaltensmustern, sie schließt lediglich eine Zeugungsfähigkeit aus. Du kannst nicht davon ausgehen das der Hund dann nicht mehr leidet insofern eine Hündin läufig ist. Er kennt diesen Geruch kann ihn zuordnen und das wird auch so bleiben.

Was Du allerdings bedenken solltest, die chemische Kastration ist immer die deutlich teurere Alternative gegenüber der OP. Du musst sie ja ständig wiederholen lassen und wenn man das auf die zu erwartende Lebenserwartung des Hundes aufrechnet zahlt man ein vielfaches des OP Preises.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sophia 40 hat vollkommen recht. Eine Kastration hat oft eine "Wesensveränderung" als Begleiterscheinung. Wenn überhaupt, dann spät! Wir hatten eine Hündin von uns erst im Alter von 4 Jahren kastrieren lassen; sie war dann gefestigt und somit war keine Wesensveränderung da! Aber eine späte Kastration beim Rüden? Vermutlich wird er dann aber genau so leiden wie vorher.

Von einer Chemischen Kastration mittels Implantat rate ich ab! Das ist pure Chemie die dem Hund da zugeführt wird und hat ganz bestimmt mehr Nebenwirkungen als eine normale Kastration. Die Folgen kennt man noch nicht; deshalb rate ich hier dringend ab. Auch eine Unterdrückung mittels Spritzen ist zumindest bei Hündinnen sehr grenzwertig. Oft ist hierbei eine Nebenwirkung: Gebärmutterkrebs! Und für Rüden eine Spritze, die 3 Jahre hält? Das würde ich auf keinen Fall tun; hier wird mit einer Kanone auf Spatzen geschossen. LG manteltiger Lasse den Hund am Besten, wie er ist. Er leidet zwar einige Zeit im Jahr ( wenn die Hündinnen heiß sind) aber evtl. Nebenwirkungen bleiben dir erspart.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Kastration ist an sich eine gute Sache. Der Hund meines Onkels z.B. ist im jungen Alter von 8 Jahren gestorben. Grund: Hodenkrebs! Das wäre nicht passiert, wäre er kastriert gewesen...

Von dieser "chemischen" Kastration habe ich zwar noch nie gehört, klingt für mich auf Anhieb aber auch nicht ganz ungefährlich! Chemie hat auch seine Tücken und üblen Nebenwirkungen.

Welche Folgen einer herkömmlichen Kastration schockieren dich? Bei so einem kleinen Routine-Eingriff kann doch eigentlich gar nicht wirklich was passieren...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TimKi
21.03.2012, 12:44

Naja ich möchte nicht das sein Wesen sich verändert. Der einzige Grund für mich, ihn kastrieren zu lassen ist ja schliesslich das er nicht mehr unter seinem Trieb leiden muss....er isst dann wenig bis gar nichts, wirkt antriebslos, usw.

0
Kommentar von ordrana
21.03.2012, 14:09

klar hätte der hund deines onkels keinen hodenkrebs bekommen können, schließlich hätte er nach kastration keine hoden mehr gehabt.

daraus aber nun zu schlußfolgern, daß der hund älter geworden wäre, als er ist, ist mehr als daneben.

bei kastrierten hunden ist das risiko für schilddrüsenkrebs erhöht.

hätte also genausogut auch sein können, daß er mit 6 jahren an schilddrüsenkrebs erkrankt wäre.

KASTRATIONEN SIND KEINE GESUNDHEITSVORSORGE!!! sie aren es nie und werden es auch nie werden, auch wenn sich einige TAs und so mancher halter gerne hinreden wollen.

0

kann mir nicht vorstellen dass dein hund dann die läufigkeit der hündinnen nicht mehr riecht das ist doch das schlimmste an der sache

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Welche Folgen schockieren dich den bei der Kastration?

.

Bei der chemischen Kastration wird dem Rüden einen chip transplantiert, dieser sondert dann Hormone ab.

Er hält soweit ich weiß ein Jahr lang.

Langzeit Studien gibt es nicht soweit ich weiß.

Aber ganz ehrlich ich denke, dass wenn ich meinem Hund künstliche Hormone verabreiche wird dies auch Auswirkungen auf seinen Organismus haben.

Kann nicht wirklich gesund sein, dauerhaft.

.

Aber ich an deiner Stelle würde es einmal machen lassen um zu schauen, ob sich sein Verhalten verändert oder schon so manifestiert ist, dass er trotzdem jeder Hündin nach steigt.

Dann hilft nur noch konsequente Erziehung...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von BabaBaby
21.03.2012, 12:43

Aber ganz ehrlich ich denke, dass wenn ich meinem Hund künstliche Hormone verabreiche wird dies auch Auswirkungen auf seinen Organismus haben. Kann nicht wirklich gesund sein, dauerhaft.

Finde ich auch.

So eine Mini-OP ist auch weitestgehend risikofrei, solange der Hund nicht krank oder sehr alt ist.

0

Was möchtest Du wissen?