Chemikant/Beruf?

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4 Antworten

So viele detaillierte Gedanken brauchst du dir da eigentlich noch nicht machen.

Chemikant/Chemielaborant sind übrigens Ausbildungsberufe, das geht ohne Studium.

Als Studium natürlich klassischerweise Chemie, es gibt aber auch speziellere Studiengänge wie Chemieingenieur, angewandte Chemie, Wirtschaftschemie oder ggf. auch Verfahrenstechnik usw.

Im Bereich der Naturwissenschaften sind die Gehälter in der Chemie meist die höchsten.

Bis du mit einem Studium fertig bist kann sich aber noch viel ändern.


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Als Chemiker wirst du ein mal zu den bestbezahltesten Menschen überhaupt gehören. Aber das Studium ist hart. Die Regelstudienzeit ist nicht zu schaffen (spreche aus Erfahrung), anschließend musst du dir einen guten Praktikumsplatz suchen und eine Doktorarbeit schreiben, wenn du Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben willst. Hast du das alles geschafft gehörst du dafür zur absoluten Oberschicht.

Als Laborant brauchst du nur eine Ausbildung. Du verdienst bei weitem nicht so viel und stehst den ganzen Tag im Labor. Dafür musst du keine 10 unbezahlten Jahre in deine Ausbildung stecken.

Oder du wirst Chemielehrer. Studium 7 Jahre (auch hart, aber nicht ganz so), kein Kampf um den letzten Praktikumsplatz, eine 2 oder 3 als Note lässt sich verkraften. Dafür musst du dich im Anschluss mit den Typen aus deiner Klasse rumschlagen, in der Lehrerrolle^^ Und natürlich bekommst du nur ein Bruchteil der Kohle eines Chemikers, aber mehr als ein Laborant.

Am besten machst du ein Praktikum als Laborant in einem Chemielabor (wenn es eines in deiner nähe gibt) und schaust dir einfach mal an ob dir das gefällt. Manchmal kann man solche Praktika auch an Universitäten machen. Viel Glück!


Nachtrag Wenn du magst kannst du dich auch mal über die Berufe Lacklaborant, Werkstoffprüfer und Pharmakant informieren.

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Kommentar von Luca2698
17.01.2016, 23:11

Braucht man eigentlich eine bestimmte Abschlussnote um für den Doktor zugelassen zu werden?

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Also ich bin ausgelernter Chemikant.

3,5h  bzw 3 Jahre duale Ausbildung (Betrieb/Schule)

Vorrausetzung: Guter Hauptschulabschluss oder Realschule (optimal oder höher)

Gehalt: Ganz ordentlich. Ich verdiene jetzt ca 2600- 3000 Netto.

Aufgaben: Arbeiten in der Produktion, Fehlerbeseitung im Betrieb, kleinere handwerkliche Arbeiten, Probennahme, Anlagen kontrollieren, starten, abfahren in der Messwarte, ggf Edukte der Produktion zufügen, Verpackung der Produkte usw. Sprich sehr abwechslungsreich & vielseitig.
Wichtig: Du arbeitest meist im Schichtdienst. Ich arbeite z.b 7 Tage Vollkonti. (Zahlt sich aber aus;))
Joa.. technisches Verständnis, Interesse an Chemie/Physik solltest mitbringen, Flexibilität, Teamarbeit usw.

Weiterbildung: z.B Industriemeister, Studium, Umschulung.

Denk mal das war alles :D

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Kommentar von germi031982
18.01.2016, 01:26

Du hast den Techniker als Weiterbildung vergessen. Industriemeister ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, der kostet nämlich richtig Geld und der Nutzen steht dazu in keinem Verhältnis. Liegt daran, das der Industriemeister eine private Ausbildung von der IHK ist und der Techniker eine staatliche Ausbildung ist.

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Ich habe mich schon bereits bei "Provadis" beworben. Danke für Ihre hilfreiche Antwort!

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Kommentar von littlekurai
17.01.2016, 23:34

Ich kann deine Frage irgendwie nicht direkt beantworten, deshalb hier:

Nein. Du musst nur dein Studium abgeschlossen haben. ABER: Du brauchst einen Doktorvater, also jemanden der dich begleitet. Das ist für die Dozenten häufig viel Stress und wenn jemand mit ner 3 ankommt und bitte bitte macht wird er meist abgelehnt.

Ausserdem wird man trotzdem nach deinem Masterzeugnis fragen, wenn man dich einstellt. Jedes Jahr werden hunderte Masterstudenten der Chemie fertig, Jobs sind Mangelware. Schlimmer ist es eigentlich nur bei den Psychologiestudenten, da hast du mit einem nc von 2,0 keine Chance mehr.

Ich würde dir raten, dass du auch mal an die Uni gehst und dich in einen Chemiesaal setzt. Sprich mal ein paar Studenten an und frag sie nach ihrem Studium. Die meisten werden dir gerne Antwort geben.

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Kommentar von germi031982
18.01.2016, 01:31

Ah, bei der früheren Aus- und Weiterbildungsabteilung der ehemaligen Farbwerke Hoechst.

Bei denen hatte ich mich damals auch beworben, aber da war es noch die Hoechst Aus- und Weiterbildung. Den Einstellungstest hatte ich dann als es gerade zu Provadis wurde, das war 1997. Bin dann aber doch zur damals noch existenten Degussa (heute heißt das "Evonik") gegangen und habe da meine Ausbildung gemacht. Dann viel Erfolg!

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