Chemieverfahrenstechniker - was macht der?

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2 Antworten

Meinst Du den Ingenieur der Verfahrenstechnik oder einen Techniker?

Die Verfahrentechnik steht zwischen der Chemie und dem Maschinenbau. Unter dem Chemiker kannst Du Dir wahrscheinlich etwas vorstellen. Er ist ein Naturwissenschaftler, der sich für den Aufbau der Stoffe interessiert. Der Verfahrenstechniker interessiert sich für die richtige technische Umsetzung:

  • Berechnung chemischer Grundoperationen wie Destillationen, Absorptionen, Reaktoren, Pumpen, etc.
  • Kombination dieser Grundoperationen zur chemischen Verfahrensführung mit den dazugehörigen Stoff- und Energieströmen
  • Berechnung von Energieverbrauchszahlen, Ausbeuten der Einsatzstoffe, Kühlwasserverbrauch, etc.
  • Optimierung des Verfahrens zum optimalen wirtschaftlichen Ergebnis
  • Konstruktion der dazugehörigen Apparate (Druckbehälter, Pumpen, ...)

Während der Chemiker also danach fragt, ob er zwei Stoffe unzersetzt voneinander destillieren kann und das dann in der Laborapparatur irgendwie macht und zufrieden ist wenns klappt, fragt der Verfahrenstechniker z.B. nach dem optimalen Druck, dem optimalen Rücklaufverhältnis, der minimalen Aufkocherleistung, dem Kühlwasserbedarf, der erforderlichen Stufenzahl, dem richtigen Durchmesser der Destille und ob es ein alternatives Trennverfahren mit geringerem Energieverbrauch gibt. Der Verfahrenstechniker rechnet sehr viel nach und braucht deshalb beste Mathekenntnisse.

Ich glaube da werden die Unterschiede schon deutlich...

Du bist vermutlich ein Österreicher oder Schweizer, denn in Deutschland ist diese Berufsbezeichnung nicht üblich.

Der österreichische Chemieverfahrenstechniker entspricht dem deutschen Chemikanten.

http://www.berufskunde.com/at/berufe-a-bis-z/chemieverfahrenstechniker

Danke,lieber Namensvetter: Der Mensch wird alt wie 'ne Kuh, und lernt immer noch dazu!

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