chemie: warum zersetzen sich alkane ab C20H42 bei energiezufuhr unterhalb der siedetemperatur?

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3 Antworten

Eine Verbindung zersetzt sich, wenn ihr genug Energie zugeführt wird, dass Bindungen brechen. Bei einem sehr großen Alkan (wie Eicosan) sind die Anziehungskräfte zwischen den Molekülen so groß, dass die zum Verdampfen notwendige Energie höher ist, als die, die zur Zersetzung führt.

Zum Einen muß man bedenken, daß Temperaturen von etwa 340°C für eine organische Verbindung nicht ganz ohne sind und zum Anderen steigt mit der Temperatur auch das Rotationsbestreben der C-C-Einfachbindung. Dabei läßt es sich nicht vermeiden, daß die beiden Enden des doch recht langkettigen Moleküls kräftig aneianderschlgen und dadurch den Zerfall zusätzlich begünstigen.

Stell dir Perlenketten in einer Rüttelkiste vor. Je länger sie sind, desto eher zerreissen sie, wenn kräftig gerüttelt wird (=Wärmebewegung). Es ist also letztlich ein mechanischer Vorgang.

"Je länger sie sind, desto eher zerreissen sie"

Das würde ja heißen, dass sich langkettige Alkane bei niedrigeren Temperaturen zersetzen, als kurzkettige.

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@lilapandaaa

Weder, noch. Es kommt auf die Stärke der schwächsten Bindung an.

Auch für die Reaktivität sind funktionelle Gruppen im Molekül wichtiger, als die Molekülgröße. Beispielsweise wird die zweifach ungesättigte Linolsäure leichter oxidiert, als die einfach ungesättigte Ölsäure, obwohl beide dieselbe Kettenlänge haben.

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