Chemie: Stoffe im Mineralwasser

7 Antworten

In welcher Größenordnung erwartest Du den Mg-Gehalt? Falls es nur Spuren sind, stimme ich alchemist 2 zu. Eine größere Menge, beispielsweise 100 mg/l Mg neben 1000 mg/l Ca, lässt sich durch komplexometrische Titration bestimmen.

Das Verfahren ist bei der Bestimmung der Wasserhärte weit verbreitet, zu finden unter den Suchbegriffen Titriplex (Handelsname für den Komplexbildner) und Magnesium, dabei wird einmal die Summe Ca+Mg und einmal nur Ca bestimmt - deshalb auch nicht geeignet bei zu großem Ca-Überschuss.

Für Fluorid gibt es hervorragend funktionierende Ionensensitive Elektroden, die den Fluorid-Gehalt einer Probe im Bereich bis zu einem Mikromol pro Liter recht genau bestimmen können. Sind aber im Schullabor eher nciht zu finden :-(

Bis hierher wäre das für ein Schulprojekt an einer allgemeinbildenden Schule angemessen, den Rest hätte ich eher an einer Chemieschule erwartet.

Ältere Methoden zur Fluoridbestimmung waren photometrisch (störungsempflindlich, daher muss erst das Fluor abgetrennt werden: Erst alkalisch einengen, dann stark saure Wasserdampfdestillation) oder potentiometrisch (dürfte im Mineralwasser ohne Probenaufbereitung möglich sein). Details findest Du in älterer Literatur, seit der Erfindiung der Fluorid-Elektrode sind die alten Verfahren uninteressant.

Falls du ein Chemielabor zur Verfügung hast, ist der Titangelbnachweis sehr gut geeignet. Du tust als erstes Mineralwasser mit Magnesium in ein Reagenzglas, anschließend fügst du Titangelb(farbalck) hinzu. Färbt sich diese Lösung rot, ist Magnesium enthalten. Wenn nicht, denn ist kein Magnesium drinnen. Natürllich kann es auch sein, dass du zu wenig Magnesium hast, sodass der Nachweis dennoch negativ ausfällt. Ich würde das öfters wiederholen. :) Mit Magnesiumammonium geht das auch. Du fügst NH4Cl und Na2HPO4 und machst die Lösung alkalisch.Wenn sich ein weißer/durchsichtiger Niederschlag bildet, hast du Magnesium drinnen. Zum Flour-Nachweis: fügst CaSO4 hinzu,es bildet sich ein Niederschlag von CaF2. Es gibt da noch einen bekannten aber ÄTZENDEN Versuch: H2SO4 hinzufügen, wenn Gasblasen sich bilden und nach oben "kriechen", und das Reagenzglas selbst verätzt wird, dann ist der Nachweis positiv. Diese Versuche bitte immer unter dem Abzug und mit Laborkittel und Schutzbrille machen, da es auch sehr gefährlich sein kann und man z.B blind werden kann. wie man genau die Stoffe berechnet, hmmh, da es weder ne Säure noch ne Base ist, fällt schon winmal Titration weg, da es ja Ionen sind. Da würde ich mal unter Graviemetrie Magnesium, Fluor googlen. Viel Glück!! Zur Not würde ich den Chemielehrer nachfragen, oder einen anderen, der dich nicht unterricht, falls es eine Hausaufgabe sein sollte. ;)

Magnesium in Mineralwasser liegt in der Konzentration von wenigen hundert mg / l vor, Fluorid meist weniger als 1 mg / l, maximal 5 mg/l.

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