Chemie Frage (Ammonium gehalt berechen)?

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3 Antworten

Das ist schon Deine zweite Frage zur Elution. Diese Aufgaben kann man schnell und falsch lösen, oder aufwendig und richtiger. Da wäre es hilfreich zu wissen, wie Ihr eine ähnliche Aufgabe im Unterricht gelöst habt.

In der Praxis macht man den Versuch aus gutem Grund anders: Die Probe wird mit 70 ml Wasser geschüttelt und filtriert, der Filterrückstand wird dreimal mit je 10 ml Wasser gewaschen, und dann wird das Filtrat auf 100 ml aufgefüllt.

Für die halbwegs richtige Lösung Deines Versuchs: Man nehme an, dass die NH4-Konzentration im Filtrat gleich groß ist wie in dem im Filterrückstand verbleibenden Wasser. Die gesamte Wassermenge ist bekannt (und nein, es sind nicht 100 ml)

Des weiteren nehme man an, dass sich bei dem einmaligen Waschen das gesamte NH4+ aus der Erde ins Wasser begeben habe - hier macht man wahrscheinlich einen größeren Fehler als wenn man die falsche Wassermenge nimmt.

cg1967 18.05.2017, 23:30

Des weiteren nehme man an, dass sich bei dem einmaligen Waschen das
gesamte NH4+ aus der Erde ins Wasser begeben habe - hier macht man
wahrscheinlich einen größeren Fehler als wenn man die falsche
Wassermenge nimmt.

Wars nicht Liebig, welcher das Rückhaltevermögen von Erde für leichtlösliche Ionen entdeckte?

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TomRichter 19.05.2017, 00:45
@cg1967

Keine Ahnung :-(

Gefühlsmässig hätte ich die Erkenntnisse zum Ionenaustausch aber eher zu Beginn des 20. Jahrhunderts angesiedelt.

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cg1967 19.05.2017, 23:13
@TomRichter

Gern. Ursprünglich dürfte ich es in "Knallsilber. Leben und Werk Justus von Liebigs" gelesen haben.

Wobei ich mich immer mehr frage, welchen Sinn die Ammoniak/Ammoniumbestimmung haben soll. Sinnvoller wäre imo bei einer Bodenprobe die Stickstoffbestimmung nach Kjeldahl (org. N wird auch in der Natur praktisch quantitativ zu Ammoniak) und die von Nitrat. Damit und mit Kenntnis des N-Verbrauchs der angebauten Pflanzen kann man Art und Menge des einzusetzenden Düngers festlegen.

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TomRichter 20.05.2017, 01:28
@cg1967

Die Aufgabe ist ziemlich sinnfrei. Meine Vermutung:
Die Aufgabe stammt aus dem Mathe-Unterricht und nicht aus dem Chemie-Unterricht.

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Du bekommst als erstes Mal eine Konzentration und kannst darauf auf den absoluten Gehalt im Filtrat schließen.

50 mg/L * 0,1 L = 5 mg

Im Filtrat befinden sich also 5 mg. Das heißt in 12 g der Probe befinden sich 5 mg Ammonium. Nun hat die Probe einen Wassergehalt von 25 %. Das heißt lediglich

(1-0,25) * 12 g = 9 g sind tatsächlich Trockenmasse.

5 mg / 9 g = 0,56 mg/g Ammonium bezogen auf die Trockenmasse waren in der Bodenprobe.

Nimm eine Alkalisalzlösung statt Wasser (nach der ehda-Methode: 1 M KCl) zum Eluieren. Damit bekommst du das Ammonium per Ionentausch von der Erde los. Und vergrößere das Verhältnis Eluent/Probe. Zur fraktionierten Eluation hat TomRichter schon geschrieben.

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