Chemie Alkohol und Wasser?

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2 Antworten

Wasser kann zwei Wasserstoffbrücken ausbilden, Ethanol nur eine. Hinzukommt, dass der +I-Effekt des Ethylrestes die Polarität der O-H-Bindung herabsetzt. 

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Ich bin kein Experte darin, aber ich werde es mal versuchen zu erklären.

Die Siedetemperatur hängt normalerweise mit der Stärke der Bindung zusammen.

Wasser hat eine polare Elektronenpaarbindung.

Falls Ethanol (C_2H_6O) sich wie Kohlenwasserstoffe verhält, wirken zwischen den Atomen van-der-Waals Kräfte. Je länger die Kette, desto höher die Siedetemperatur.

Vermutlich sind die van-der-Waals Kräfte (falls sie bei Ethanol auftreten) geringer als die polare Elektronenpaarbindung bei Wasser.

Van-der-Waals-Kraft bei Kohlenwasserstoffen: Die Schmelz- und Siedepunkte steigen mit zunehmender Kettenlänge, da die Anziehungskräfte zwischen den Molekülen (van-der-Waals-Kräfte) stärker werden.
Wenn die Elektronen kurzzeitig ungleichmäßig um den Atomkern verteilt sind, werden die Elektronen des Nachbaratoms zur positiven Teilladung des ersten Atoms hin verschoben. Die dadurch entstehenden Anziehungskräft werden van-der-Waals-Kräfte genannt.

Da Ethanol recht kurzkettig ist (2 Kohlenstoffatome, 6 Wasserstoffatome, ein Sauerstoffatom) würde dies die niedrige Siedetemperatur erklären.

Aber wie gesagt, ich weiß nicht, ob bei Ethanol van-der-Waals Kräfte vorkommen, aber es könnte sein.

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Kommentar von theantagonist18
17.05.2016, 12:47

Hast du doch schön erklärt :) Es wäre aber gut gewesen, wenn du ein bisschen den Fokus auf Wasserstoffbrückenbindungen gelegt hättest. Die sind nämlich, wenn es um Wasser geht, immer am wichtigsten. Außerdem bildet EtOH auch H-Brücken aus, nur eben wesentlich weniger.

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