Chefin zwingt Mitarbeiterin (Friseurin auf Vollzeit & volljährig) zwei Jahre lang, auf die Mittagspause zu verzichten. Sammeln sich dadurch Überstunden?

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4 Antworten

Die Pausen sind unentgeldliche Arbeitsunterbrechungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Wenn in dieser Zeit gearbeitet wird, muß diese Zeit auch entsprechend vergütet werden (als Überstunden). Ich nehme mal an, daß es der Friseurin nicht um die Einhaltung der Pausen geht, sondern schon ganz gern das Geld dafür hätte ? Dann würde ich der Chefin "die Pistole auf die Brust setzen". Man einigt sich, das die entsprechend angehäuften Stunden ausbezahlt werden, ansonsten könnte die Chefin Ärger bekommen (gesetzlich vorgeschriebene Pausen ohne Vergütung verweigert....)

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Kommentar von Nightstick
17.07.2016, 22:42

Das ist leider falsch!

Gesetzeswidrig nicht gewährte Pausen sind keine vergütungsfähigen Arbeitszeiten.

Die in der Fragestellung geschilderte Situation führt dazu, dass beide Vertragsparteien gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen, wobei der Arbeitgeber ein hohes Bußgeld bzw. sogar eine Haftstrafe riskiert (§§ 22-23 ArbZG).

==> siehe dazu auch alle anderen §§ des ArbZG.

Fazit: Der Arbeitgeber muss die gesetzlich vorgeschirebenen Pausen gewähren!

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Wenn die Arbeitnehmerin das irgendwie nachweisen kann, ist Ihre Chefin sowas von dermaßen im Unrecht... Ich glaube kaum, daß sie sich ernsthaft auf ein Verfahren einlassen möchte. Vielleicht kann die Mitarbeiterin sich erstmal Hilfe oder Rat bei der Berufsgenossenschaft holen?

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Die Pause ist gesetzlich vorgeschrieben, darauf darf nicht verzichtet werden.

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Das ist rechtlich nicht zulässig!

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