Chefin verlang Firmenbewertung auf Kununu

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Sicher ist das so wohl kaum im Direktionsrecht enthalten. Lobhudelei bringt im Marketing auch nichts. Das erkennt man und außerdem sind dafür schon Unternehmen wegen unlauterem Wettbewerb vor Gericht gekommen. Also schon bedenklich.

Bei den nicht so guten Sachen, da kann man aber trennen. Die Chefin nervt mit ihrem Parfüm oder hat diesen oder jenen Fehler, oder es gibt organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten, dass wäre so die Kategorie "was geht das die (potentiellen) Kunden an".

Dann gibt es natürlich auch die Sachen, wo eine Geschäftspolitik nicht sauber ist. Und das wäre so eine Sache wo es dann nicht so lustig wäre.

Da sollte man sich dann aber andere Gedanken machen, als ob man eine Bewertung irgendwo abgibt.

Insgesamt sollte man, wenn man sich entscheidet eine Bewertung abzugeben durchaus ehrlich sein. Das würde heißen, dass man positive Punkte durchaus anbringt und den Text vielleicht so anlegt, dass man die Frage beantwortet: Warum ich (gern) bei xyz arbeite.

Immerhin hast Du das ja auch hier ohne Anweisung zum Ausdruck gebracht.

Als Vorgesetzter habe ich immer von mir erwartet, dass ich mich vor meine Leute stelle. Deren Fehler ist mein Fehler. Also Loyalität ist mir im Rahmen von Betriebsfrieden und -klima ganz wichtig. Es wäre auch nicht mein Ding, zu so einer Bewertung aufzufordern. Das mache ich nicht einmal bei Kunden, was aber ein anderes Thema ist.

Trotzdem ist die Frage: Wie steht man zu seinem Arbeitgeber? Bin ich als ArbeitnehmerIn loyal? Daher würde ich es mir wirklich überlegen der "Bitte" nicht zu folgen. Denn es ist auch eine Binsenweisheit zu sagen, Arbeitgeber sitzen oft am längeren Hebel. Urlaub trotz viel Arbeit? Lohn oder Überstunden? Klar, man kann vieles einklagen, aber das ruiniert wo auch die positivste Zusammenarbeit.

Eine Geschäftsführung sollte immer an konstruktiver Kritik Interesse haben, somit sehe ich unter diesem Gesichtspunkt kein Problem die Wahrheit zu schreiben. Beachte außerdem das die Aufforderung explizit erwünscht wurde, eine reine Lobeshymne wäre sicherlich nicht authentisch.

Nein kann sie nicht, zumal wenn es auffliegt, es geschäftsschädigend ist. Sie riskiert damit ihre Glaubwürdigkeit bei den Kunden.

Das darf sie nicht verlangen. Ich würde ihr sagen, das du, wenn du eine Bewertung schreibst auch wirklich alles schreibst, also eben auch die Dinge, die nicht positiv sind, dann wird sie sicher nicht mehr wollen, das du eine schreibst. Aber zwingen kann sie dich dazu so oder so nicht.

deine Vorgehensweise ist die sicherste Methode, sich mit der Chefin anzulegen.

Idealerweise sollte man sich mit seiner Firma identifizieren können, und dann sollte man negative Punkte nicht zur Sprache bringen

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Da für die Bewertung eine Anmeldung nötig wäre, die ja immer nur freiwillig sein kann, kann Deine Chefin keine Bewertung verlangen!

Du hättest ja Deine Daten für die Anmeldung preis zu geben, das steht sicher kaum in Deinem Arbeitsvertrag!

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