Chef zahlt auslöse nicht (Montage)

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7 Antworten

An Alle die jenigen die meinen ein Mündliicher Arbeitsvertrag sei nicht Rechtens habt ihr euch getäuscht. Ein Mündlicher Arbeitsvertrag zählt genauso wie ein Schriftlicher Arbeitsvertrag.

Arbeite bei meinem Chef seit anfang Juli. Angemeldet hat er uns im August. Die Abrechnung vom August kam am 11. September. Die Abrechnung vom September sowie das Geld vom September liegt mir noch nicht vor. Inzwischen haben wir den 17. Oktober. Ich werde meinem Chef eine Abmahnung schreiben weil er im Verzug ist mit meinem Gehalt und der Abrechnung. Desweiteren werde ich wohl oder übel Rechtlich schritte einleiten wegen der Auslöse.

Schöne Grüße

lumbada18 17.10.2012, 11:45

Vielen Dank

Werde morgen 18.10.12 mit meinem Chef telefonieren. Erstmal frage ich Ihn ob er noch Arbeit hat oder unser Arbeitsverhältnis beendet wurde. Wenn Ja, wann die Kündigung ausgeschrieben wird. Dann werde ich ihn fragen wieso noch keine Bezahlung vom Sept. da ist und die Abrechnung. Frage: Wie sage ich Ihm, dass er mir die gearbeiteten Tage auszahlen muss(Auslöse)? Schließlich hat er es mir und meinem Kollegen(ein guter bekannter) zu gesagt.

Frage: Wenn ich rechtliche schritte einleiten muss. Muss ich mir einen Anwalt besorgen? Wenn ja was für kosten kommen auf mich zu? Kann mir zurzeit keinen leisten.

Danke

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Du hast wohl leider keine Chance. Schließlich hast du nichts schriftlich vorliegen ... und kannst somit nichts belegen ... und mündliche Verträge gibt es sowieso nicht. Wenne Pech hast, bist du auf jemanden reingefallen, der Leute mit tollen Angeboten lockt und im Endeffekt nur billige Arbeitskräfte sucht.

Das Dein mündlicher Arbeitsvertrag ebenso rechtens ist da hast du Recht. Allerdings wird es schwierig sein, dass Vereinbarte nachzuweissen. Es ginge eventuell im Vergleich mit dem Lohn anderer Kollegen oder eben mit Zeugen.

Sicher kannst du das Geld einfordern, er wird Dir sicher auch eine Begründung zu seiner Zahlungsweise gesagt haben.

Mit gerichtlich Einfordern wär ich an Deiner Stelle aber noch vorsichtig. Du bist noch keine 6 Monate im Betrieb und hast damit keinen Kündigungsschutz. Dein Chef kann Dich mit der entsprechenden Frist von 4 Wochen jederzeit entlassen.

Also: Mit Chef reden und abwägen .

Maximilian112 17.10.2012, 11:38

Schließlich musste ich wenn ich auf Montage war Mein Essen und Trinken selbst finanzieren.

:-) Das muß ich auch, ohne das ich auf Montage bin.

Das ist kein Argument.

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lumbada18 17.10.2012, 11:47
@Maximilian112

Er hat uns (meinem kollegen und mir) zugesagt es gibt Tagesgeld in höhe von 16€.

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lumbada18 17.10.2012, 11:46

Vielen Dank

Werde morgen 18.10.12 mit meinem Chef telefonieren. Erstmal frage ich Ihn ob er noch Arbeit hat oder unser Arbeitsverhältnis beendet wurde. Wenn Ja, wann die Kündigung ausgeschrieben wird. Dann werde ich ihn fragen wieso noch keine Bezahlung vom Sept. da ist und die Abrechnung. Frage: Wie sage ich Ihm, dass er mir die gearbeiteten Tage auszahlen muss(Auslöse)? Schließlich hat er es mir und meinem Kollegen(ein guter bekannter) zu gesagt.

Frage: Wenn ich rechtliche schritte einleiten muss. Muss ich mir einen Anwalt besorgen? Wenn ja was für kosten kommen auf mich zu? Kann mir zurzeit keinen leisten.

Danke

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Maximilian112 17.10.2012, 12:17
@lumbada18

Du braucht vor dem Arbeitsgericht in der 1.Instanz keinen Anwalt. Auf dem Arbeitsgericht wird Euch/Dir der Rechtspfleger behilflich sein eine Klage aufzusetzen.

Frage den Chef nach der Auslöse und je nach Antwort machst du das Ganze noch schriftlich!

Warum willst du nach einer Kündigung fragen?? Frag nach Arbeit und biete Deinem Chef Deine Arbeitskraft damit an. Wenn er Dich loswerden will muß ER kündigen.

Schriftlich und unter Einhaltung der Kündigungsfrist!

Ein mündl. Vertrag ist möglich, eine mündliche Kündigung nicht!

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Grundsätzlich sind mündliche Arbeitsverträge wirksam - schon deswegen, weil keine Schriftform vorgeschrieben ist bei einem normalen Arbeitsverhältnis.

Hier haben wir nun das Problem der Beweisbarkeit der ursprünglich gemachten Vereinbarung. Ein Richter würde schon deshalb Zweifel anmelden, weil Auslösung oder andere steuerfreie Zuschläge keine Pflicht sind und somit das Gewicht zu deinen Ungunsten erst einmal verteilt wäre - es sei denn ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag sagt da was anderes. Dieser wäre ja zwingend anzuwenden.

Rückwirkend ist immer so eine Sache - gibt es keinen Vertrag mit einer anders lautenden Vereinbarung, so greifen die Fristen aus § 195 BGB... 3 Jahre mit Ablauf des Jahres in dem der Anspruch wirksam entstanden ist.

Ich sehe hier 60:40 gegen dich...

lumbada18 18.10.2012, 06:15

Wie stehen meine Chancen wenn mein Arbeitskollege das selbe sagt?

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Du hast gearbeitet ohne einen schriftlichen Vertrag zu haben? Dann bist du selbst schuld.

Kannst du beweisen, welche Zahlen er dir genannt hat? Wenn du die Antwort hast weißt du auch wie viel Erfolg du bei rechtlichen Schritten haben wirst.

Wie lange arbeitest Du schon dort? Spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses müssen solche Regelungen schriftlich niedergelegt werden.

Kann ich rechtlich gesehen diese 16€ pro Tag an auslöse auch rückwirkend bei Ihm einfordern?

Theoretisch schon.

Einklagen kannst du es wenn es auch andere gibt mit denen er die gleiche Abmachung getroffen hat. Oder du hast jemanden der die Abmachung bezeugen kann, aber so einer wird sich doch finden lassen ;-)

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