Chef weigert sich SEIT 2006 bis Heute, Stundenlohn zu erhöhnen!

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8 Antworten

Wer hat einen Tarifvertrag IGMetall? Ist Dein Bekannter Gewerkschaftsmitglied, ist der AG im Arbeitgeberverband oder beides?

Wenn der Chef im Arbeitgeberverband und Dein Bekannter Gewerkschaftsmitglied ist, sollte er sich mal bei der Gewerkschaft erkundigen und die Sachlage schildern. Dann stehen ihm die ausgehandelten Lohnerhöhungen lt. Tarif zu.

Ist Dein Bekannter in der IGMetall, der AG aber nicht im Arbeitgeberverband, nützt das nicht wirklich etwas.

Ist der AG im Arbeitgeberverband, Dein Bekannter aber kein Gewerkschaftsmitglied, braucht der AG sich bei ihm nicht nach dem Tarifvertrag richten.

Wenn der Arbeitskollege mehr verdient, verhandelt er besser. Dein Bekannter soll den Chef noch einmal nach einer Lohnerhöhung fragen. Er soll ihm aber klar machen, warum er eine Lohnerhöhung verdient also die eigene Leistung in den Vordergrund heben. Vergleiche mit Kollegen kommen nie sehr gut beim AG an.

Wenn der AG immer noch ausweicht, soll er beim Chef doch mal ein Zwischenzeugnis verlangen. Vielleicht kommt der AG dann mal auf den Gedanken, dass sein Mitarbeiter sich evtl. nach einer anderen Stelle umschauen möchte, weil er ungerecht behandelt und immer wieder hingehalten wird.

Nein, mein Bekannter hat einen Tarifvertrag. Und er arbeitet in einem Kleinunternehmen -mit der Richtung Getriebebau. Dort sind insgesamt nur 13 Beschäftigte fest angestellt, aufgrund der Unterzahl gibt es dort leider kein Betriebsrat.

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@Ymelindah

Wenn der Chef nicht im Arbeitgeberverband ist und im Betrieb kein Tarifvertrag Anwendung findet, wird die Mitgliedschaft in der IG-Metall Deinem Bekannten nicht viel helfen. Da bleibt dann nur das Gespräch mit dem AG oder evtl. ein Wechsel des AG.

Was den Betriebsrat betrifft, der kann in Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten AN, von denen drei wählbar sind gewählt werden (§ 1 Abs. 1 Betriebsverfassungsgesetz). Da sind 13 MA doch genug.

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@Ymelindah

Dein Bekannter sollte sich einmal erkundigen, um wie viel sein Lohn unter dem Tariflohn liegt oder unter dem Lohn, der in der Region üblicherweise für seine Tätigkeit gezahlt wird.

Ist sein Lohn um 1/3 oder mehr niedriger, dann wäre sein gegenwärtiger Lohn sittenwidrig und müsste erhöht werden!

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Wie der Chef wen bezahlt, ist seine Entscheidung. Ich glaube, da kann Dein Kollege nichts machen.

Er kann sich höchstens mal bei der Gewerkschaft beraten lassen - oder sich was Besseres suchen und kündigen.

Er Hat einen Tarifvertrag! -igMEtall-

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Wie der Chef wen bezahlt, ist seine Entscheidung.

Ganz so "einfach" ist es denn doch nicht: Selbst wenn kein Tarifvertrag anzuwenden wäre, so würde immer noch die (relativ klar definierte) Grenze der Sittenwidrigkeit gelten, die die "Entscheidung" des "Chefs" beschränkt.

Fehlt nur noch: "ER ist der Chef! ER darf das alleine entscheiden! Amen!"

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Gerichtlich dagegen vorgehen? Garnicht. Wo steht das er ein recht auf eine Lohnerhöhung hat? Solange der Chef das zahlt was im Vertrag steht ist alles ok.

Ob das gut ist was der Chef da macht ist natürlich eine andere Frage (ich würde mir eine neue stelle suchen) aber rechtliche vollkommen in Ordnung.

Er Hat einen Tarifvertrag! -igMEtall-

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Solange der Chef das zahlt was im Vertrag steht ist alles ok.

Es kommt nicht nur darauf an, was im Arbeitsvertrag steht - der "heilt" nicht alles durch Vereinbarung!

Es ist auch zu beachten, ob ein - vorrangiger - Tarifvertrag anzuwenden ist, ob verbindlich Mindestlöhne zu zahlen sind, ob möglicherweise aufgrund der allgemeinen Lohnentwicklung nach inzwischen 7 Jahren die Grenze zur Sittenwidrigkeit ("Lohnwucher") überschritten wurde!

Also: Es ist nicht immer alleine deswegen "alles okay", nur weil es "im Vertrag steht" - das gilt auch in anderen Zusammenhängen!

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Kann denn ein Tarifvertrag angewendet werden (also der Mitarbieter ist in der Gewerkschaft und der Betrieb in der Arbeitnehmer)? Wenn, Ja, was sagt der Tarif dazu?

Ansonsten liegt es ggf. an dem Vorgehen deines Bekannten? EIne Gehaltserhöhung muss man selbst auch begründen und bei dem Gehlatsgespräch selbstsicher, aber nicht arrogant sein. Evtl. ist es auch an der Zeit, dass er sich mal woanders bewirbt.

Grundsätzlich muss der Chef alle Mitarbeiter gleichbereichtig bezahlen. Nur sind die Quaifikationen usw. meistens so unterschiedlich und es greifen noch andere Faktoren, so dass das praktisch nicht ins Gewicht fällt.

Grundsätzlich muss der Chef alle Mitarbeiter gleichberechtigt bezahlen.

Das ist - sofern kein Tarifvertrag oder sonstige gesetzlichen Vorschriften zu beachten sind - leider nicht richtig.

Ohne "Bindung" irgend einer Art ist der Arbeitgeber bei Lohnvereinbarungen frei: Es gibt dabei keinen gesetzlichen Gleichbehandlungsgrundsatz - es sei denn, der Arbeitgeber gewährt eine allgemeine Gehaltserhöhung; dann darf er ohne sachlichen Grund einzelne Arbeitnehmer nicht davon ausnehmen!

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@Familiengerd
Das ist - sofern kein Tarifvertrag oder sonstige gesetzlichen Vorschriften zu beachten sind - leider nicht richtig.

Wenn Du die gesetzlichen Vorschriften wegläßt, darfst Du auch jemanden erschiessen.

So wie ich es schrieb, ist es korrekt. Beispiel:

Besteht z. B. ein Mangel an Pflegekräften und zahlt ein Arbeitgeber deshalb in Anlehnung an die tarifliche Regelung über eine Pflegezulage eine übertarifliche Zulage in entsprechender Höhe, um Pflegekräfte zu gewinnen oder im Betrieb zu erhalten (Arbeitsmarktzulage), so ist er nicht nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet, neu einzustellenden Pflegekräften diese Zulage zu gewähren, wenn nach seiner sachlich begründeten Prognose ein Mangel an Pflegekräften nicht mehr besteht. Quelle: http://www.aok-business.de/fachthemen/pro-personalrecht-online/datenbank/lexikon-ansicht/poc/docid/4461515/

Der Arbeitgeber müsste eigentlich die Arbeitnehmer gleichberechtigt entlohnen, aber die "Umgebungsparameter" sind unterschiedlich, so dass es gleich wieder ausgehebelt wird ... und irgendwelche "Umgebungsparameter" sind immer unterschiedlich.

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Er muss vor das Arbeitsgericht gehen und einen höheren Lohn einklagen. Wenn das reden so nicht hilft muss er mit dem Chef vor Gericht oder den Betrieb wechseln. Wenn er vor Gericht gewinnt was eigentlich schon sein müsste den für gute Leistungen muss er einfach mehr bekommen hat er zwar das geld doch er ist dann natürlich auch unbeliebt bei dem Chef und die Kollegen werden auch neidisch.

Er hat das zufällig mitbekommen, als sein arbeitskollege meinte er bekomme seit ein paar jahren keine gehaltserhöhung, denn der würde nur bei ... liegen. So weiss er nun Bescheid dass der andere 3 euro verdient!!

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ein Arbeitsvertarg ist ein Einzelvertrag und hat mit denen der Kollegen nichts zu tun. Er kann seinen Arbeitsplatz wechseln.

Er Hat einen Tarifvertrag! -igMEtall-

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Arbeitsverträge sind individuell. Auf Deiner jetzigen Arbeitsstelle wirst Du auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Suche Dir eine andere.

Er Hat einen Tarifvertrag! -igMEtall-

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nix "gelernt" - nix Gehaltserhöhung!

Gibt es einen Tarifvertrag? Hat er eine Beteiligung vereinbart? Das wäre zu klären!

nix "gelernt" - nix Gehaltserhöhung!

Was ist das denn für ein Quatsch?

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