Chef teilt einen nur 3std ein weil er mich nicht kündigen kann?

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6 Antworten

Wenn im Arbeitsvertrag keine feste Wochenstundenzahl festgelegt worden ist - und eine Vereinbarung von "höchstens" 52 Monatsstunden ist keine solche Festlegung! -, dann gilt eine Wochenarbeitszeit von 10 Stunden als vereinbart; der arbeitstägliche Einsatz muss dann mindestens 3 Stunden betragen.

Du bist dann - ohne die Vereinbarung einer festen Wochenstundenzahl - also für mindestens 10 Wochenstunden zu bezahlen, gleichgültig, ob Du für diese Zeit auch tatsächlich eingesetzt wirst oder nicht.

So ist das geregelt im Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 1:

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart. Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen.

Außerdem:

Wenn Du in den über 2 Jahren Deines Arbeitsverhältnisses regelmäßig/dauerhaft 10-12 Wochenstunden gearbeitet hast, dann darf davon ausgegangen werden, dass schon alleine dadurch es zu einer stillverschweigenden vertraglichen Vereinbarung über eine Wochenarbeitszeit von mindestens 10 Stunden gekommen ist, für die Du auf jeden Fall zu bezahlen bist.

Das ist die rechtliche Seite.

In wieweit Du Dich mit Deiner Chefin darüber auseinandersetzen kannst oder willst, kann ich Dir nicht sagen; und "Recht haben" und "Recht bekommen" sind leider viel zu oft zwei sehr verschiedene Dinge ...

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mir erschließt sich kein Grund warum 2 Jahre dazu beitragen dich nicht kündigen zu können ? Bei uns trennt man sich von Leuten die schon 10-20 Jahre dabei sind.Es spielen die Gründe ,wie zB soziale Verhältnisse zwar eine Rolle, aber wenn man wen raus haben will , ist das immer möglich..und sei es gegen ein ,wie in deinem Fall , kleine Abfindung ! 

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Was steht denn in deinem Vertrag?

Wenn du einen Vertrag  über 52,9 Stunden monatlich hast, muss er dich auch entsprechend beschäftigen.

Wenn allerdings in deinem Vertrag steht BIS 450 € monatlich, hast du keine Chance, deine Beschäftigung einzuklagen.

Dann kannst du dir nur einen anderen Job suchen.

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Lass es mal paar wochen
Am ende bist du es nicht und er siehts

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Kommentar von Ioannagosch
20.10.2016, 19:32

Nein hat er bei anderen die er raus haben wollte auch getan .. Regionalleiterin war beim Telefongespräch auch dabei 

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Hast du einen Vertrag unterschrieben mit Stundenanzahl, Lohn etc?

Alles was im Vertrag steht, muss er einhalten. Wenn nicht dann frag mal beim Anwalt nach.

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Welche Stundenzahl ist im Arbeitsvertrag festgehalten?

Naja und grundsätzlich bekommt ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer gekündigt, Wege dafür gibts immer.

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Kommentar von Ioannagosch
20.10.2016, 19:31

52 Stunden ist das Maximum .. weil ich da auf 450€ komme aber sonst nichts :/

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