Che guevara... Vorbild oder brutaler mörder?

10 Antworten

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Da fällt mir doch glatt ein gutes Zitat ein...

"Wer hat jemals von einer Revolution gehört, in der sie Arm in Arm laufen und ‚We shall overcome‘ singen? So etwas gibt es in keiner Revolution. Ihr kommt nicht darauf zu singen, weil ihr zu beschäftigt seid [die Fäuste] zu schwingen." - Rede 1963, Message to the Grass Roots, aus: Speaks, ebd. S. 8f

Malcolm X

Also...eine Revolution ist meist was gutes.Sowas kann man nicht mit Rosen und Weihwasser durchführen.Da muss härte ran um sowas zu machen.

Er ist ein Vorbild für viele,genauso wie Fidel Castro.

Das ist zwar schon Ewigkeiten her, aber hier meine Meinung:
Che Guevara ist bewiesener Maßen ein Mörder und unterstützte eine homophobe und grausame Diktatur die man dem Kommunismus zuordnet. Das zu den Fakten und diese zu verleugnen wäre nicht nur dumm, sondern respektlos für die Opfer (ob diese den Tod "verdient" haben, oder nicht).

Ursprünglich wollten die Revolutionäre unter Ché und Castro die kubanische Militär-Diktatur beenden, um den Menschen zu Freiheit, Gleichheit und Wohlstand zu verhelfen. Leider waren Castro und Ché (die auch unter Gewalt aufwuchsen) sehr radikale Menschen und schreckten vor Waffengewalt nicht zurück. Homosexualität wurde als Anti-Revolutionär betrachtet und dementsprechend hart bestraft. Pressefreiheit wurde eingeschränkt, Gegner des Regimes reihenweise hingerichtet.

ABER: Kuba florierte, es wurden viele gute Entscheidungen getroffen, medizinische Versorgung, Unterstützung und Bildung ist so gut wie in wenigen anderen Ländern gewesen und die Menschen hatten viele Recht, die sie vorher nicht hatten.

Fazit: Ché war sicher kein guter Mensch, genau wie Castro. Angewandter Kommunismus führt immer zu Opfern. denn der Mensch beschützt nichts so sehr wie seinen Besitz. Die Diskriminierung der Opposition und von Minderheiten war grausam. Aber wir diskutieren schon lange nicht mehr über Ché, wir reden über das Bild von Ché wie es jetzt ist. Ein Bild von Freiheit, Anti-Amerikanismus und der Überzeugung für seine Werte einzustehen, nicht jeder der ein Ché Tattoo hat ist ein Kommunist, nicht jeder ist nur ein "Mitläufer" der keine Ahnung hat und ganz sicher ist nicht jeder verblendet. Und ich bin mir fast sicher, jeder der sich Ché tätowiert, wird dir liebend gerne erzählen warum er es gemacht hat und für was Ché für ihn / ihr steht und du wirst selten die Antwort hören: "Ich steh einfach auf Kommunismus und grausame Morde. Und Schwule hasse ich sowieso."

Also Leute, einmal nachdenken und ihr habt eure Antwort. Und fragen hilft immer!

kommt darauf an, von welcher Seite du das betrachtest. Eine Revolution ist eine Umwälzung der Herrschafts/Eigentumsverhältnisse. Sowas geht meist nicht ohne Opfer ab, weil man sich ja schwerlich von seinem wie auch immer erworbenen Vermögen trennen möchte. Von daher werden diejenigen, die er des Vermögens beraubt hat sagen er ist ein Mörder und diejenigen die davon profitiert haben, das er ein Held ist.

p.s. Ob eine Revolution etwas Gutes ist wie Lederfraquant meint, hängt ebenfalls sehr von der Betrachtungsweise ab. Im Großen und Ganzen wurden in Ostdeutschland/DDR ja nach dem Weltkrieg ähnlich wie eine Revolution die Eigentumsverhältnisse umgedreht. Nun sage mal laut auf der Strasse, das das eine Tolle Sache war :D

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