Charakter Adenauer und Brandt?

7 Antworten

"Wer Adenauer wählt, der wählt Atomkrieg!" Zitat von Helmut Schmidt, im Wahlkampf 1957

Adenauer hat versucht Deutschland an den Westen zu binden. Seine 'Freundschaft' zu Charles de Gaulle war die Keimzelle eines 'friedlichen' Europas. Er war ein 'Patriarch'

Brandt hat versucht sich an den Osten anzunähern. Sein Motto 'Wandel durch Annäherung'. Solange 'gequatscht' wird, wird nicht 'geschossen' Er war sozusagen ein 'Visionär'

Woher ich das weiß:Hobby – Sehe sehr gerne Geschichtsdokus

Adenauer bezeichnete Brandt als Feind und lies ihn verunglimpfen.

Adenauer war ein 'Haudrauf", Brandt war diplomatisch der bessere Kanzler, er war fuer angemessenen Ausgleich zwischen den feindlichen Lagern waerend des "Kalten Krieges"

Adenauer

Hier hast du Adenauer, wie der Spiegel ihn gesehen hat, nachdem er jahrelang gedeckelte Akten einsehen durfte.

Woher ich das weiß:Recherche

Jeder Charakter ist durch seine Zeit mitbestimmt. Die beiden zu verleichen ist ziemlich unfair! Adenauer hätte Brands Vater, evetuell sogar Großvater, sein können. Beide würde ich spontan als intelligent, demokratisch, europafreudlich und antifaschistisch bezeichnen.

Adenauer war sicherlich patrichalischer, marktwirtschaftlich liberaler, weltanschaulich konservativer als Brandt.

Für mich persönlich zwei der besten Bundeskanzler, die Deutschland hatte, aber beide auch Kinder ihrer Zeit!

Danke für deine Antwort

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Adenauer war ein rheinischer Sturkopf, moralisch unantastbar, einer der wenigen der nie was mit den Nazis zu tuen hatte und trotzdem zunächst OB von Köln bleiben durfte weil er so beliebt war, dann wurde er abgesetzt und nach Rhöndorf "verbannt" wo er sich von den Nazis das Haus/Grundstück erstritten hat.

Nach dem Krieg wurde er von den Amis kommissarisch als Bürgermeister wiedereingesetzt, und kurz darauf wieder abgesetzt, da er auch nicht nach der Pfeiffe der Amerikaner tanzen wollen.

Also die Idealbesetzung nach dem Krieg, einer der sich auch mit den Amis anlegen konnte, und der keinerlei "braune Flecken" im Lebenslauf hatte wie fast alle Menschen in höheren Positionen, die den Krieg überlebt hatten.

Von der Einstellung für heutige Verhältniss extrem konservativ und katholisch, würde er nicht mehr in die heutige Zeit passen.

++++

Brandt hat eine ganz andere Vergangenheit, der war Kommunist und ist vor den Nazis nach Norwegen geflohen, wo er unter dem Namen Herbert Frahm gelebt hat. Dann gibts wohl dunkle Stellen im Lebenslauf, mit dem Stalin Regime in Russland war er eng verbunden, als in Moskau die grossen Säuberungen stattfangen.

Das hat man immer immer wieder vorgeworfen, in der Nachkriegszeit war er aber ein überzeugter Demokrat, der sogar hart gegen Kommunisten vorgegangen ist. (Radikalenerlass). Er hat die Versöhnung mit dem Osten vorangebracht, und stand für eine soziale Demokratie, und die Befreiung von dem konservativen Muff einer Vorgänger. Persönlich war er wohl eher labil, im Nachhinein gibts da einiges was über ihn bekannt wurde: Frauengeschichten, Alkohol, bis zu einem Fast Suizid im Kanzleramt.

Woher ich das weiß:Recherche

Vielen Dank für die ausführliche Antwort

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Leider falsch. Erstens verwechselst du die Amerikaner mit den Briten. Adenauer ging es um den Stadtpark in Köln, den er mühsam in der Weimarer Republik aufgebaut und nach dem Krieg abholzen sollte. Er weigerte sich erfolgreich dagegen.

Und zweitens verwechselst du Brandt mit Wehner. Brandt war niemals in der Sowjetunion und auch niemals Kommunist. Vielleicht solltest du nochmal die Geschichtsbücher nachschlagen. Du bringst hier einiges durcheinander.

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@juergen63225

Dunkle Stellen hatte Adenauer, Brandt hatte mit der Sowjetunion nichts am Hut.

Lies dir einmal den Link vom Spiegel bei mir durch und es wird Licht.

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Welchen Charakter beide hatten, mag ich nicht beurteilen. Adenauer war jedenfalls ein reaktionärer Antikommunist und hat die Teilung Deutschlands mit verursacht. Brandt war der erste Bundeskanzler, der die Existenz zweier deutscher Staaten akzeptierte und auf Entspannung und Normalisierung aus war.

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