Chancen mit 1,3

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2 Antworten

Hallo, die Chancen werte ich als total gut. Ich empfehle aber auf jeden Fall, bevor mit dem Studium begonnen wird -falls nicht schon geschehen - mindestens für eine Woche lang in einem etwas größerem Klinikum ein Praktikum abzuleisten. Sie sollten Einblicke in den OP, in die Gastroskopie , in die Intensivstation und auch auf die Normalstation mit älteren Menschen gehabt haben, bevor Sie sich für diesen sehr harten Beruf entscheiden. Als Arzt darf man keine Berührungsängste für Menschen haben, die vielleicht mal nicht so gewaschen sind oder frischgeduscht riechen, man muss mit Sterben und Tod umgehen können,man muss Menschen behandeln, die an einer ansteckenden Erkrankung leiden (manche Leute haben bereits Angst sich im Wartezimmer von einem Mitpatienten anzustecken - als Arzt wird man oft angehustet, oder im Notfall läuft einem schon mal der eine oder andere Tropfen Blut von Patienten über den Finger, oder der Patient erbricht und das Ganze landet auf der eigenen Hose... Man geht abends nicht "von der Arbeit nach Hause" wie z.B. aus einem Büro vom Finanzamt. Manche Schicksale und unklare Krankheitsbilder begleiten einem über den Tag hinaus: "habe ich nichts übersehen"?, "habe ich richtig gehandelt"? "wird es Komplikationen geben"? Nachtdienst- und Wochenendarbeit und Überstunden werden später im Beruf der tägliche Begleiter. Leider wird heute beim Tod eines geliebten Menschen gerne der Schuldige gesucht. Und da sitzen die Ärzte halt an erster Stelle. Die können sich noch so bemüht haben, doch die Krankheit war nicht in den Griff zu bekommen und man musste zusehen, wie der Pat. verstirbt. Wenn das alles keine allzu großen Probleme darstellt (an manches gewöhnt man sich mit der Zeit) dann ist der Arztberuf ein schöner Beruf, in dem man durchaus Erfüllung findet.

Zunächst mal vielen Dank für die Antwort :) In meiner Vergangenheit habe ich insgesamt 5 Wochen freiwilliges Praktikum in der Uniklinik RWTH Aachen (mit OP) und 2 Wochen freiwilliges Praktikum in einer chirurgischen Praxis-Klinik (mit mehreren OPs) gemacht. Zusätzlich war ich in der Schule als Schulsanitäter engagiert und habe dort auch Kontakt mit (mittelschwer-) kranken oder verletzten Kindern gehabt. Außerdem bin ich in der freiwilligen Feuerwehr aktiv und habe dort auch schon einiges erlebt, vom eingeklemmten SHT Patienten über den reanimationspflichtigen 16 jährigen Rollerfahrer mit SHT bis zu hysterischen Angehörigen. Ich denke was die psychischen Belastungen des Arztberufes angeht, bin ich mir zu 100% im Klaren was mich erwartet :D

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@EriLas

P.S. Außerdem folgen in den nächsten Monaten bis zum (potentiellen) Studienbeginn noch 60 Tage Krankenpflegedienst (wg. ÄApO) in der Kardiologie der Uniklinik ;)

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@EriLas

Also dann kann in Ihrem Fall nichts mehr schiefgehen.... Und genau solche Menschen, die sich bewusst sind, was sie erwartet und das Studium trotzdem wählen, braucht dass Land, bzw. brauchen die Kliniken, die Praxen, die Kranken....... Sie werden auf jeden Fall einen Studienplatz ohne Wartezeit einen Studienplatz bekommen und ich wünsche Ihnen viel Glück dazu! Das Studium übrigens ist interessant!

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Ganz gut. Im übrigen gibt es nicht nur den Doppeljahrgang. Viele vergessen die Schulen für Erwachsene (Abendgymnasien, Kollegs etc., dazu kommt noch das Beruflische Gymnasium, nicht nur die normalen Oberstufengymnasien

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