Chancen auf Platz im Waldorfkindergarten?

2 Antworten

Ein Waldorfkindergarten lebt natürlich davon, dass auch die Familie des Kindes einen antroposophischen Hintegrund hat. Es stört den Ablauf, wenn Kinder, die dorthin gehen zu Hause stundenlang vor dem Fernseher sitzen. Also erhöht es deine Chancen, wenn du betonst, dass deine Familie und auch deine Großfamilie die Ansichten des Kindergarten teilt und auch lebt.

Ein pauschales Auswahlverfahren gibt es nicht, allerding werden Geschwisterkinder meist bevorzugt. Unsere Erzieherinnen suchen die weiteren Kinder dann danach aus, wie die Gesamtgruppe aussehen soll. Es sollen ja Gleichgewichte der Temperamente entstehen und auch auf Kriterien wie feuchte und trockene oder klein- und großköpfige Kinder werden beachtet. Für mich habe ich beschlossen, dass mein Kind besser gar nicht in den Kindergarten geht, wenn wir keinen in einem Waldorfkindergarten bekommen.

Klein- bzw. großköpfige Kinder meint geistig langsamere bzw. schnellere Kinder?

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@mer1987

Nein, das hat damit nichts zu tun. Das hängt mit der Gliedrigkeit des Kindes und damit verbundenen spezifischen Eigenschaften des Kindes zusammen.

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@jens79

Achso, das klingt ja interessant. Kannst du das etwas genauer erläutern, spezifisch die Sache mit der Kopfgröße? Welche Fähigkeiten ergeben sich aus einem kleineren bzw. größeren Kopf? Oder habe ich das falsch verstanden?

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Hallo, also, alles nur rein subjektive Meinung und Einschätzung von mir: Ich denke "die eigene Kindheit in Waldorfkindergarten und Schule, Familienangehörige, die in Waldorfschulen arbeiten" können durchaus die Chancen erhöhen. "Lebensmittelunverträglichkeiten, Nähe des Wohnorts zum Kindergarten" dürften eher keine Rolle spielen. Ich könnte mir auch folgendes vorstellen: es gibt bei den Waldis das Modell der fünf Temperamente nach diesem Modell werden die Kinder eingeschätzt. Natürlich nur im Sinne einer Tendenz, kein Kind ist nur cholerisch, nur saguinisch oder nur melancholisch, aber es gibt eben Tendenzen und Kinder die von zwei Temperamenten mehr und von einem anderen weniger haben. Nun wird sicher versucht in einer Kindergartengruppe eine möglichst gute Mischung zu erhalten. Einfach gesagt, wenn am Anfang der Anmeldungsliste bereits 8 Kinder stehen die eher lustig und zerstreut sind und Dein Kind auch eher dorthin tendiert, werden eher andere Kinder genommen, um eine gute Gruppe zu erhalten. Deshalb gibt es auch kaum Möglichkeiten so etwas zu beeinflussen, da hängt viel von der persönlichen Einschätzung der Personen ab. Was aber sicher hilft diese Personen zu beeinflussen ist, wenn man klar macht, dass es einem wichtig ist und das man sich bereits ein wenig mit der waldorfpädagogik beschäftigt hat, oder zumindest neugierig und offen dafür ist. Eine gewisse "Bedürftigkeit" kann sicher auch eine Rolle spielen. Nach dem motto, diesem Kind würde ein Waldorfkiga besonders gut tun. Kinder mit Geschwistern in der Waldorfschule werden auch bevorzugt, das wird offen gesagt und ich finde es auch nachvollziehbar. Grüße, lukas

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! :)

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@lukasHH, sehr gute Antwort

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