Chancen auf Musikstudium (Geige, Klavier)?

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5 Antworten

Offenbar strebst du ein Klassikstudium an?

Vorweg: Die Theorie für die Aufnahmeprüfung ist nicht all zu schwer. Die kann man sich in ein paar Wochen drauf schaffen und das absolute Gehör ist weder hinreichend noch notwendig für die Prüfung und das Studium.

Wie's mit Geige aussieht, ist schwer zu beurteilen und auch von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich. 

Einige Musikhochschulen in Deutschland sind gehören zu den Orten weltweit um Klassik zu studieren. Dort trittst du in der Aufnahmeprüfung gegen Leute an, die seit ihrem 4. Lebensjahr größtenteils nichts anderes gemacht haben, als ihr Instrument zu üben (vor allem bei Studiengängen wie Geige und Klavier, was ja nun Instrumente sind, die eher häufiger vertreten sind...)

An weniger renomierten Musikhochschulen dürfte es jedoch einfacher sein. 

Ich rate dir, mal ein Jahr lang Unterricht bei einem guten Lehrer zu nehmen und anschließend mal Termine bei ein paar Hochschuldozenten zu machen, um sie kennen zu lernen und etwas über die genauen Anforderungen, die der jeweilige Dozent an Studienanfänger stellt, zu erfahren, dir Verbesserungsvorschläge einzuholen und auch zu sondieren, mit wem du am besten zurecht kommst.


Angesichts deiner Vorgeschichte halte ich es allerdings eher für unrealistisch, dass du direkt nach deinem Abi nächstes Jahr bereits reif genug für ein Musikstudium bist. Du solltest da eher zwei bis drei Jahre ins Auge fassen.

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Besorg dir so schnell es geht Geigenunterricht bei jemandem der dein Spiel beurteilen kann, möglichst auch was mit einer Musikhochschule zu tun hat und Power ein paar Monate wenn du nicht sofort entmutigt wirst und such dir dann eine zweite Meinung. Wir können das nicht erraten.

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Theorie: da sollte man einen Theorie-Kurs machen. Die Prüfung ist nicht sehr schwer, es werden tw. elementare Sachen gefragt wie Quintenzirkel, aber man sollte basics von Harmonielehre und Formelehre schon mal gehört haben.

Instrument: Da hängt es sehr von der Musikhochschule, vom Prüfer und vor allem von der Konkurrenz ab. wenn die 4 Studienplätze frei haben für 40 Kandidaten, dann ist es schwerer, als wenn sie nur 4 Kandidaten haben. Ausserdem gibt es da auch eine gewisse Abstufung zwischen "besseren" und "weniger starken" Musikhochschulen, bei den "weniger starken" ist es leichter. Deshalb wäre es zu empfehlen, sich an mehreren Hochschulen zu bewerben, dann hat man mehrere Chancen.

Musikstudium: nicht leicht, davon zu leben, es ist sehr spezialisiert, und man ist dann wahrscheinlich lebenslang Musiklehrer an einer Musikschule, d.h. man ist doch sehr eingeschränkt...

Mit Lehramt Musik und noch anderen Fächern bist du da breiter aufgestellt, und die Anforderungen sind auch weniger hoch.

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An der Robert-Schumann Musikhochschule musst Du drei Stücke unterschiedlicher Epochen nach eigener Wahl auf einem Instrument Deiner Wahl vorspielen.

Die Hochschule behält sich vor, Dir evtl. auch ein Stück vorzugeben.

Ich kenne zwei Abiturienten, die das dort geschafft haben. Der eine hatte ab dem Gymnasium Geigenunterricht und der andere hat bei seinen Eltern das Klavierspielen von Kindheit an gelernt. (Ich wünschte, ich könnte das auch !)

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Hier wurden Dir schon vernünftige Antworten gegeben. Nur noch so viel: probiers einfach aus! Das Wichtigste ist, dass Du Freude an der Musik und Freude an Deinen Instrumenten hast!

Nebenbei: Das absolute Gehör ist weder notwendig, noch sinnvoll. Die meisten Menschen mit absolutem Gehör sind unglücklich damit, weil in der Praxis ja nicht auf einer einheitlichen Stimmtonhöhe musiziert wird, und da steigen die mit dem absoluten Gehör dann aus. Wichtig ist, dass Du die Intervalle erkennst und erkennst, wenn zwei gleiche Töne wirklich "gleich" sind! Das kann man leicht trainieren!

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