Chance auf Gewinn beim Gericht (Mietsache)?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

ihr konntet den Rest der Wohnung nutzen - über eine anteilige Reduzierung solltet ihr mit der Hausverwaltung absprechen - viel wird es nicht sein

ihr habt es aber vorgezogen die Wohnung nicht zu beziehen - das wird euch negativ ausgelegt.

Tatsächlich konnte man zunächst den kompletten Rest der Wohnung nutzen und in dem betroffenen Zimmer wenigtens die einfach zu bewegende Einrichtung (Sofa, TV, Tisch, Pflanzen,...) aufstellen und es damit vertragsgemäß nutzen. Die konnte man nach Wochen  dann schnell in ein anderes Zimmer verbringen, als sich der Bodenleger ankündigte.

Das man keine Schrankwand aufbaut und einrichtet, nur um sie demnächst
gleich wieder auszuräumen und abzubauen, ist zwar nachvollziehbar, der Grad eurer Einrichtung ist aber nicht Mietvertragsgegenstand.

Bei einer Komplett-Renovierung oder Neudekoration macht man ja auch nichts anderes als damit verbnundene Einschränkungen hinzunehmen..

Dies stellt IMHO keine Unbewohnbarkeit mit vollständigem Mieteinbehalt bzw. Mietminderung dar, auch wenn man die anwaltlich vertreten gern hätte.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass der bei Mietbeginn vorhandene Zustand gar kein Mietmangel i. S.d . § 535 BGB ist und damit gar keine Mietminderung hergibt, nur weil man den nicht erkannte und damit vor Einzug behoben verlangte.

Dass ihr eure Wohnung nicht nutzen wolltet, hat der VM zudem nicht zu vertreten; bei Urlaubsabwesenheit gilt ja dasselbe.

G imager761

Ich halte das für vollkommen aussichtslos.  Wenn der Schaden im Boden bei der Besichtigung nicht mal aufgefallen ist, dann kann er ja so schlimm nicht gewesen sein. Ob daher auch noch ein neuer Boden erforderlich war, sei dahingestellt.  Dadurch ist die Wohnung auch nicht unbewohnbar. Der Schaden wird sich auch nicht durch die gesamte Wohnung gezogen haben. Abgesehen davon hätte man auch keinen neuen Boden verlegen müssen, weil Mängel die bereits bei Mietbeginn vorlagen und bei genauem Hinsehen hätten erkannt werden können (was ich bei einem schadhaften Boden voraussetze). 

In dieser Zeit haben wir in der Wohnung NICHT gewohnt, weil es für UNS
kein Sinn ergab
, unsere Möbel aufzustellen, sich einzurichten, damit
dann der Bodenleger kommt und den Boden neu macht

Das war also eindeutig eure Entscheidung und nicht zwingend erforderlich. Ihr habt kulanterweise einen neuen Boden bekommen. Jetzt auch noch Miete zurückzufordern, obwohl es eure Entscheidung war, nicht einzuziehen, obwohl ihr gekonnt hättet, empfinde ich mehr als dreist.

Spart Euch das Geld - Mietvertrag ist Mietvertrag, egal ob ihr die Wohnung bewohnt oder nicht, es sei denn die Wohnung wäre tatsächlich unbewohnbar gewesen.

Da war sie aber nicht; Ihr seid aus rein praktischen Gründen nicht eingezogen, hättet es aber natürlich gekonnt.

Klar, dass man nicht unbedingt zweimal die Möbel rein und raus tragen will, entscheidend ist aber, dass es durchaus möglich gewesen wäre - ob ihr das aus Bequemlichkeit macht oder nicht macht, ist Eure Sache; es gibt keine Rechtsgrundlage auf der ihr die Miete zurückfordern könnt.

Du willst zwei Gesamtmieten erstattet haben. Die Durchsetzung deiner Forderung halte ich nicht für möglich. Ein Richter wird sich an die Fakten halten, die du hier nicht vollumfänglich dargestellt hast.

Vor Abschluss eines Mietvertrages ist die Besichtigung der Mietsache gesetzt, kein Mangel festgestellt. Der Mietbeginn wurde durch den Vermieter vertragsgerecht durch eine Herausgabe der Mietsache an dich umgesetzt. War der Bodenbelag bei der Übernahme ungereinigt? Gibt es ein Protokoll der Übernahme?

Die Möbel wurden nicht in die Wohnung gestellt, warum nicht? Der gerügte Mangel war doch noch nicht bekannt?

O.k. der Boden wurde dennoch 3 Tage später gereinigt, dabei trat der Mangel der fehlenden Schutzschicht zu tage. Wie wurde dem Vermieter dieser Mangel mitgeteilt, wurde bereits hier (wann) eine Frist zur Mangelbeseitigung gesetzt? Wurde angedroht die Miete nur unter Vorbehalt zu zahlen oder wurde eine Ersatzvornahme in Aussicht gestellt? War der Mangel geeignet eine Mietminderung von 100% sofort auszuführen? Tja, auch hier wird wohl am 3. WT des Oktober 16 anstandslos die komplette Miete bezahlt worden sein. Jetzt bist du dran.

 

Solange der Schaden keinen Einfluss auf die bewohnbarkeit der Wohnung hat hättet ihr ohne weiteres die Wohnung nutzen können. Der Verwalter kann nichts dafür, dass ihr eure Möbel erst später stellen wolltet. Somit ist die Verwaltung im recht!

Die Wohnung war doch bewohnbar und der beschädigte Boden wurde kulanter Weise erneuert.
Der kann ja auch nicht so schlimm gewesen sein, wenn die Schäden einem nicht sofort ins Auge gesprungen sind. Du wirst da sicherlich kein Glück haben und es ist auch Deine Angelegenheit, wenn Du nicht bereit bist diese zu nutzen, weil Du keinen Sinn darin erkennen kannst Dir Arbeit zu machen.

wlonski11 22.01.2017, 15:15

inwiefern ist das kulant, den Boden zu erneuern, wenn dieser beschädigt ist?

0
peterobm 22.01.2017, 15:17
@wlonski11

kommt ganz auf die Beschädigung an - manches kann man leicht mit Schrank oder Ähnliches verdecken- Das gehört aber in das Übernahmeprotokoll 

0
wlonski11 22.01.2017, 15:23
@peterobm

der Boden in der kompletten Wohnung konnte nicht gereinigt werden, da die Schutzschicht des PVC Bodens nach 20 Jahren Nutzung nicht mehr vorhanden war. dieser Defekt wurde durch einen Meisterbetrieb bestätigt, weswegen der Boden letztendlich erneuert wurde.

0
TrudiMeier 22.01.2017, 15:25
@wlonski11

So dramatisch kann die Beschädigung aber nicht gewesen sein, wenn sie euch nicht mal aufgefallen ist. 

0
wlonski11 22.01.2017, 15:29
@TrudiMeier

wir sind eingezogen, der Boden war glatt und man konnte nichts erkennen. als wir den Boden reinigten, trat der Defekt zu Tage.

0
Welfenfee 22.01.2017, 15:31
@TrudiMeier

Ihr habt die Wohnung aber mit dem beschädigten Boden gemietet und es handelt sich demnach nicht um einen versteckten Mangel. Auch wenn Du Dich in dem Sinne betrogen fühlst, so ist das halt so - ich meine man nennt das: Wie gesehen gekauft, bzw. gemietet. Die Wohnung war aber nutzbar und es ist alleine Euer Dingen, wenn Ihr es für wenig sinnvoll erachtet habt einen Umstand in Kauf zu nehmen. Kein Richter dieser Welt wird da auf Eurer Seite sein.

Mache Dich mal schlau, wieviel Miete Du kürzen kannst, wenn z.B. im Winter die Heizung ausfällt und es auch kein warmes Wasser gibt und dann der Schimmel die Wände hochkriecht und Ihr bereits Atemwegserkrankungen Euch durch die widrigen Umstände eingefangen habt. Solche Wohnungen würdet Ihr als unbewohnbar einstufen und rechne mal hoch, wie ein bewohnbarer Wohnraum wegen eines unschönen Bodens eingeschätzt wird.

Auch wenn Du Dich ärgerst, so ärgere Dich erstmal über Dich selber und nehme es hin wie ein Mann!

0
Welfenfee 22.01.2017, 15:32
@Welfenfee

Womit habt Ihr denn geputzt? Wahrscheinlich Eigenverschulden durch zu aggressive Reinigungsmittel?

0

Selbst schuld, keine Chance. Zum Erneuern hätte der Vermieter auf seine Kosten  die Möbel umstellen lassen müssen, ihr hättet ganz normal wohnen können.

War der mangelhafte unzumutbare Bodenbelag in allen Wohnräumen?

wlonski11 23.01.2017, 11:30

Ja, deswegen wurde dieser auch in der ganzen Wohnung ausgelegt, außer in der Abstellkammer (Begründung war: braucht man nicht, weil es kein "Wohnraum" ist.)

0

wende dich an einen Mieterverein! Vorsitzender ist Rainer Wild.

wlonski11 22.01.2017, 15:13

ließ bitte richtig, haben wir schon gemacht

0

Was möchtest Du wissen?