Cetirizin & Xusal

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wie sich beide Stoffe unterscheiden hast du ja schon erklärt bekommen, aber die Folgerungen stimmen leider nicht ganz.

Theoretisch sollte das (für teures Geld!) neu zugelassene Levoceterizin weniger Nebenwirkungen und eine stärkere Wirksamkeit haben, hat es aber BEIDES NICHT!! Gibt einige Studien die eben dies beweisen :)

Da es später (verschreibungspflichtig!) zugelassen worden ist, glauben leider viele Laien und auch Ärzte, dass es ja wohl stärker wirken muss. Hin und wieder liest man es auch noch in einigen Tratschblättern :) (warum sollte es denn nun eigentlich verschreibungspflichtig sein, wenn es WENIGER Nebenwirkungen machen würde?)

Der einzige Vorteil: Es ist viel teurer (da die Hersteller für ihr "neues Produkt" - das Pharmakologisch dem alten gleicht - noch in Patent haben) und bringt dem Hersteller viel Geld ein... und diese Hersteller gehen dann natürlich bei den Ärzten hofieren und erzählen wieviel Sinn ihr Produkt in der Theorie macht - von anderen Sachen will ich mal lieber nicht reden...

Genau das gleiche übrigens beim anderen H1 Antagonisten Loratadin (Lorano, verschreibungsfrei) und Aerius (Desloratadin, verschreibungspflichtig und teuer)

Z. B. Beim bekannten Ibuprofen gibt es übrigens auch das Dexibuprofen im Handel - hier ist es sogar wirksamner als das Racemat (aber nicht doppelt so stark!). Das verschreibt aber komischerweise keiner :)

Cetirizin besteht aus Levocetirizin und Dextrocetirizin. Beide Stoffe entstehen gleichzeitig bei der Synthese. Es handelt sich um sogenannte Enantiomere (die Moleküle sind spiegelbildlich zueinander).

Levocetirizin ist wohl der eigentliche Wirkstoff und soll weniger Nebenwirkungen haben (unter anderem auf das Herz).

Wenn eine halbe Tablette nicht wirkt, musst Du wohl (nach Rücksprache) eine ganze nehmen.

Gute Besserung!

alxms2211 12.06.2014, 23:46

Ok, danke für die Erklärung. Muss ich da mit Risiken rechnen, wenn ich eine ganze nehme? Ich meine, es ist verschreibungspflichtig und mein Vater sagt, der Wirkstoff sei viel stärker

0

Diese Frage solltest Du Deinem Vater stellen.

alxms2211 12.06.2014, 23:45

Er hat auch keine Antwort, er sagt er sei ja schließlich kein Pharmakologe ;) Würde mich einfach freuen wenn mir jemand den Unterschied erklärt?

0
FlyingCarpet 13.06.2014, 00:05
@alxms2211

aber er muss doch definitiv einen Grund zu seiner Empfehlung haben - oder hast Du Vorerkrankungen?

0
chronic90 13.06.2014, 06:12
@FlyingCarpet

ärzte haben oftmals fehlendes pharmakologisches wissen. sie bekommen es gesagt und geben es dann so weiter oder vergessen die bergündung schlicht und einfach.

dafür sind dann die apotheker und andere pharmazeutische berater zuständig.

lg :-)

0

Wer ist dein Vater wenn er so "bekannt" ist?

alxms2211 13.06.2014, 15:49

bekannt in Kardiologen-Kreisen ;)

0

Was möchtest Du wissen?