Canon Objektiv welches soll ich Kaufen?

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5 Antworten

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Eine zB 35mm Festbrennweite ist perfekt auf 35mm abgestimmt. Gleiches gilt für alle anderen Festbrennweiten... Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto großer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse ist nicht grottenschlecht ist aber von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

Bei 200mm und mehr empfehle ich folgende:

Tele:

  • Tamron 70-300 VC USD - 330 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, gute Abbildungsleistung
  • Tamron 70-200 f/2.8 - 550 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, 1,2kg schwer!
  • Canon 70-200 f/4 L USM - 550 EUR - sporttauglicher rasend schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, bedingt lowlight-tauglich.
  • Sigma 70-200 f/2.8 - 990 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, Stabilisator, 1,5kg schwer!

Die billigeren Dinger sind nichts wert!

flitezone 14.06.2014, 18:35

Vielen Dank für die antwort ... :D

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Hallo

die Sache ist doch recht einfach, es gibt ja nur wenige sinnvolle Kombination;

Zuerst die Basics, das Sigma 18-125 ist doch eine recht ordentliche Optik und im WW sogar "besser" als das Canon 18-135. Und an einer 12MP Kamera kann man ja bis auf 16 abblenden bevor Beugungsfehler relevant werden und da ist die Optik auch bei denn Endbrennweiten 18mm und 125mm bis zum Rand "durchgeschärft" (Wenn man es denn braucht). Ja die Ersterie der 18-125 bleiben im Fernbereich ab etwa 100mm auch abgeblendet am Rand noch "weich". Und ja die Optik neigt zu CA´s aber das Problem haben auch die Canon Kit-Eimer, zum Teil sogar noch ausgepägter. Und RAW Fotografen können ja CA´s im Postprozess entfernen. Das 18-125 ist noch im beherrschbaren Zoombereich und knapp and der Grenze zum Suppenzoom. Wenn man denn Massstab der damaligen Canon 18-55 Kit Schrottoptiken ansetzt war das Sigma 18-125 schon ein Fortschritt in Bildqualität und auch AF Geschwindigkeit (AF-Genauigkeit ist ein anderes Thema). Neue Optiken speziel die Suppenzooms können das nicht wesentlich besser als das alte 18-125. Also macht es "Sinn" wenn man das 18-125 gegen ein 18-200/18-250/18-270 Suppenzoom tauscht vor allem weil es für 200€ nur 18-200er gibt. Das 18-125 hat auch nicht denn Gebrauchtwert um zb mit 200€ auf ein Sigma 18-250 OS HSM zu kommen

Ergo wenn man für bis ~200€ Neupreis denn Telebereich erweitern will bleiben ja nur 5 "Sinnvolle" Optiken wobei nur 2 einen Stabilisator haben. Die 50/55-200 Zooms gewinnen nur 6° Bildwinkel. Dass kann man auch noch problemlos rauscropen selbst die 250er Brennweite kann man aus dem 125er evtl. noch rauscropen (Zumindest wenn man eh nur JPEG knipst und keine Posterformate ausbelichten lässt).

OK um es mal für "Anfänger" aufzuzeigen die (Diagonal-)Bildwinkel der Optiken:

  • 18-125 reicht von 75° bis etwa 14°
  • 55-200 reicht von 30° bis etwa 8°
  • 55-250 reicht von 30° bis etwa 6°
  • 70-300 reicht von 24° bis etwa 4°

Also zu den Kandidaten mit IS/OS

  • Canon 55-250IS das man ZZ für 139€ (Redcoon BULK) abstauben kann ansonsten bei etwa 180€ rumdümpelt www.redcoon.de/B368427-Canon-EF-S-55-250-4-56-IS-II_Tele. Die neue STM Version ist noch zu teuer.

  • Sigma 70-300 OS das man ZZ für um 229€ abstauben kann (Warsteiner Versand oder beim freundlichen Holländer) aber ansonsten auch eher Richtung 260€ rumdümpelt. Das Sigma 70-300 OS ist leider eine "inkonsequente" Optik und am Markt vorbei gebaut (Selbst die Sigma Freaks fragen sich was sich Sigma dabei gdeacht hat). Dadurch wird die Optik weiter auf die 200€ zurutschen. Spätestens wenn das 70-300 OS-HSM kommt wohl auch unter 200€

Ohne Stabilsierung bleiben übrig

  • Sigma 70-300 DG Makro (100€)
  • Tamron 70-300 LD (110€)
  • Sigma 70-300 DG APO (150€)
  • Canon 75-300 III (180€)

wobei das Canon völlig überteuert ist weil es Leistungsmässig in der 100€ Preisklasse rumkrebst und in dem Bereich das Tamron LD denn besten Kompromiss darstellt (Zumindest wenn man vom 300er Ende ausgeht). Das Sigma 70-300 APO ist einer der schärfsten 70-300 Zooms und vor allem es ist optisch "besser" als das Sigma 70-300 OS...

Ich würde anraten einige oder alle der Optiken selbst antesten um rauszufinden wo die persönlichen Anliegen/Empfindlichkeiten sind.

Beim Thema "Sportaufnahmen" ist man mit jedem der Dunkelzooms im "Abseits". Die Suppenzooms mit meist 6.3er Anfangsöffnung im Tele sind für Sport/Action die Schlusslichter und als "Reisezooms" eben für Leute die Zeit haben gebaut worden. Andererseits kann man mit etwas Arbeitstechnik und Kenntniss der Sportart durchaus ohne Autofocusspeed arbeiten. Bei den Telezooms ist Tamron zwar langsam aber Treffsicher. Sigma hat an Canon die Tendenz zur Hektik und nachpumpen.

Stabilsierungen verbessern die Trefferleistung des Autofocus ist aber bei Sport/Action selten nötig weil man da eh meist im Bereich von über 1/500 bleibt.

Langzeitbelichtungen mit Teles brauchen eine massives Stativ als Basis oder ein Leichtstativ mit Windschutz. Eine Stabilisierung bringt da bisher nichts.

Wofür hast du dir eine DSLR gekauft, wenn du keine Objektive wechseln willst? Das ist genau der Sinn einer Spiegelreflexkamera. Die beste Bildqualität bekommst du ohnehin mit einer Festbrennweite, aber wer erwägt sich ein 18-250mm Superzoom zu kaufen wäre damit vermutlich komplett überfordert.

Ein 18-250mm ist jedenfalls Schwachsinn, die Bildqualität ist grauenhaft. Schon das 18-125mm liefert Bilder die Meilenweit unter dem liegen was die 450D könnte! An deiner Stelle hätte ich die Scherbe schon lange billig verkauft und erstmal ein ordentliches Standardzoom gekauft, z.B. das Canon 24-70 f2.8L II USM.

Bei dem Telezoom wirst du mit 200€ auch nicht weit kommen. Mein persönlicher Traum ist das Canon 70-200mm f2.8L IS II USM, das kostet aber 2.000€. Das günstigste Telezoom das ich empfehlen könnte wäre für 550€ das Canon 70-200mm f4L USM. Das hat zwar keinen Bildstabilisator (der kostet nochmal 450€ Aufpreis), bietet dafür eine sehr gute Bildqualität. Für Langzeitbelichtungen ist das eine super Wahl, für Sport eher weniger.

200 EUR sind wirklich äußerst knapp bemessen - zumindest wenn man Neuware haben will. Dazu kommen hohe Ansprüche wie die Tauglichkeit bei Sportaufnahmen. Nun braucht man allerdings nicht für alle Sportaufnahmen zwingend ein Teleobjektiv (das hängt ganz von der Sportart ab). Möglicherweise braucht man noch nicht einmal einen Bildstabilisator (es ging früher auch ohne).

Allgemein ist natürlich richtig, dass bezogen auf die Bildqualität zwei Objektive für verschiedene Brennweiten besser sind als ein Superzoom. Aber auch die Profis sollten nicht verschweigen, dass ein Objektivwechsel Zeit kostet, die man vielleicht im Sportbereich nicht hat.

Ich selbst besitze übrigens ein Sigma 70-300, 4-5,6 mit Bildstabilisator, welches jetzt knappe 300 EUR kostet. Ich bin zufrieden damit. Es reicht aber nicht an die Bildqualität meines 17-70 Objektivs heran (ohne Bildstabilisator - aber lichtstärker).

Leider gibt es für 200 Euro kein Objektiv was deine Anforderungen erfüllt!

Da heißt es nocht etwas sparen und mind. 300 Euro auf Seite legen

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