Canon EOS 700D Erfahrungen

...komplette Frage anzeigen Canon EOS 700D - (Video, Bilder, Kamera)

5 Antworten

Hallo,

Also dann mal der Reihe nach: Die 700D ist ein Einsteigermodell, ja und bietet mit ihren diversen Programmen, aber auch mit den manuellen Einstellmöglichkeiten alles was notwendig ist. Die Bildqualität ist gut und in RAW fotografiert liegt Dir die Welt der Nachbearbeitung zu Füßen. Die Videos sind von ansprechender Qualität, wobei nach oben natürlich Luft ist, für den Laien und den Hobbyanwender reicht das vorhandene aber mehr als aus. Das Objektiv im Kit ist erstmals eins, von dem auch erfahrene Anwender berichten das es brauchbar ist. Brauchbar deshalb, weil es gerad bei den Objektiven natürlich nach oben fast keinen Grenzen gibt. Stm steht für den schnellen und vor allem leisen Autofocus, in Deinem Fall sprichst Du dieses für Videoaufnahmen an. Gerade im Bereich Video arbeitet man aber grundsätzlich nicht mit Autofocus, von daher ist es eigentlich unwichtig. Eigentlich hat man die Kamera auf einen Stativ oder einem Schulterstativ und arbeitet dann mit einem Follow Focus über den die Schärfe gezogen wird. Wie gesagt Autofocus ist unter den Filmern tabu.

Das Kit - Objektiv hat, wie in der Preisklasse leider üblich, keinen stoppenden Focusring, Du kannst also in jede Richtung beliebig weit drehen. Dieser Umstand bedarf etwas Gewöhnung. Als Trick wendet man beim Focusziehen dann doch den Autofucus an um sofort wieder manuell zu arbeiten.

Für den Preis eine durchaus gute Kamera.

Zubehör das man unbedingt braucht:

Das ist zum einen einen 32 GB Speicherkarte als Minimum, besser 64 GB Für das Filmen ist ein externer Monitor sehr empfehlenswert, da der Verbaute das Focusieren nicht immer unbedingt einfach macht. Eine Videoleuchte ist ein Muss, hier am Besten eine LED - Leuchte. Bei meiner kann man das Licht stufenlos regeln, also die Stärke, wie auch die Temperatur stufenlos steuern. Das alles hat seinen Preis, für die Leuchte bist Du mit rund € 260,-- dabei, der Monitor rund € 400,--, der Focusring mit allen Zubehör, rund € 200 (die Billigen). Dann kommen wir noch zum Thema Stativ! Es ist absolut DUMM hier an der falschen Stelle zu sparen, ein Videostativ hat seinen Preis aber dafür sind Schwenks butterweich möglich. Auch hat ein solches Stativ ein beachtliches Eigengewicht. Nicht umsonst kosten Profisysteme € 60.000,-- und mehr. So was brauchen wir natürlich nicht, aber € 300 - 400 sollte man schon einplanen. Die billigen Stative haben einen enormen Vorteil gegenüber den Teureren, sie haben einen gut zu erreichenden Griff. ..... sind also perfekt geeignet um diese wegzuwerfen.

Tja, es gäbe noch so einige Tipps und Tricks, besonders die Einstellungen der Kamera zum Filmen sind da wichtig, das würde aber den Rahmen nun sprengen.

Viel Spaß mit Deiner neuen Kamera mit der man wirklich tolle Sachen machen kann.

Vielen vielen Dank für diese ausführliche Antwort :) sie hilft wirklich sehr :)

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Filmen & DSLR ist so eine Sache…

Um wirklich sinnvoll filmen zu können braucht man diverses Zubehör wie Schwebestative, Dolly (Kamerawagen), Rig, usw.

Zum Zoomen muss man bei der DSLR an einem Ring am Objektiv drehen - Das verursacht Erschütterungen im Bild! Darum wird meist nicht gezoomt sondern die Kamera näher oder weiter weg gebracht. - Stichwort - Dolly (Kamerawagen) oder Schwebestativ (zum Ausgleich der Bewegungen des Gehens - Stadycam, Flycam, ...)

Professionelle Videographer setzen auch meist auf Festbrennweiten, einerseits wegen der besseren Bildqualität und der höheren Lichtstärke und andererseits wegen der kompakteren Bauweise.

Der AF ist bei der DSLR im LiveView- bzw. Videobetrieb kaum brauchbar:

  • langsam - Dauer zw. 2 und 6 Sek. bis die Kamera die optimale Schärfeeinstellungen gefunden hat sind keine Seltenheit!
  • pumpen - der AF fährt vor und zurück um die optimale Schärfepunkt zu finden
  • Nebengeräusche - der AF-Motor in der Kamera bzw. im Objektiv sorgt für Geräusche in der Tonspur

...und damit jedem 100 EUR Camcorder unterlegen.

Um das auszugleichen braucht man eine Möglichkeit manuell wackelfrei zu fokosieren. Das ermöglicht ein Rig. Ein Rig ist ein modular aufgebauter DSLR-Halter mit zB:

  • Fokusrad mit dem man den Fokusring der Optiken etwas feinfühliger und genauer aber vor allem Erschütterungsfrei über ein Umlenksystem bedienen kann,
  • Halter für größere externe Bildschirme,
  • Gegengewichten um die Kamera geschultert besser halten zu können,
  • Griffen für verschiedene Kamerapositionen,
  • etc.

Und dient zur besseren Handhabung.

Der eingebaute Ton ist auch meist grausam und vor allem hört man Fokus und Zoom-Geräusche. Da der Tom jedoch eher als Pilotton zur Nachvertonung gedacht ist stellt das wiederum kein Problem dar - Nur braucht man dann zusätzlich ein externes Mikrofon...

Ideal ist ein externes Mikrofon mit eigener Pegelsteuerung/Aufnahmegerät! Das hat viele Vorteile... Man kann es mit sozusagen jeder Kamera verwenden, Videos muss man ohnedies schneiden da kann man gleich eine 2. externe Tonspur mit einbauen und das interne Mikro nur als Pilotton verwenden.

Außerdem kann man bei etwas größeren Projekten einen Freund, Bruder, Schwester oder sonstjemand bitten den Ton zu machen und muss sich dann selber nur auf das Bild zu konzentrieren.

Weiters sind Mikrofone auch nicht universell. Je nach Einsatzort und Zweck ist da weiteres Zubehör wie ein Korb oder ein Ständer um es als Tischmikrofon zu verwenden sinnvoll. Da einige Kameras nach wie vor keine Pegelanzeige und Pegelsteuerung bieten ist das externe Aufnahmegerät mit Mikro sicherlich die bessere und flexiblere Option als der Aufpreis zum nächst besseren Kameramodell!

Eine richtig gute Lern-DVD ist "Praxistraining: Filmen mit der DSLR" aus dem Addison-Wesley-Verlag! Auf der wird alles von Kameraeinstellungen, Zubehör, Tonaufnahme bis zur Nachbearbeitung am PC und dem Schnitt beschrieben!

Hier siehst du mal den Video-AF einer Sony:

(Sony hat den besten AF bei Video)

Nun habe ich noch ein paar Tipps für Dich was das Zubehör anbelangt, über Kurz oder Lang wirst Du nämlich an diesen Punkt kommen.

Billig kaufen heißt meist doppelt kaufen, Qualität hat nunmal seinen Preis, daher gilt: Es muss nicht das Beste vom Besten sein, allerdings sollte man sich auch nicht hinreissen lassen vermeintliche Schnäppchen zu kaufen die dann im Einsatz wenig hilfreich sind.

Zwischen Fotografieren und Filmen ist klar zu unterscheiden und das allen voran bei den Objektiven, welche Blende, Lichtstärke usw. schnell ist man dann bei Festbrennweiten die aber sehr teuer sind, in der Regel ab so € 1.500,--.

Beim Filmen selber sollte man, soweit dies irgend möglich ist, auf zoomen verzichten, fahre ich einmal einen Zoom dann ist das noch zu verkraften, die meisten fahren aber reich und dann wieder raus um kurz zu schwenken und dann wieder rein zu fahren. Solche Filme will kein Mensch sehen. Schau einfach mal bewusst Filme in Fernsehen oder Kino oder was auch immer an. Zoomfahrten wirst Du in einem solchen Film an einer Hand zählen können, hier arbeitet man dann mit der 5 Shot Technik wo, wer, was, schulter, detail. Dazu ist es notwendig die verschiedenen Bildgrößen zu kennen und überlegt ein zusetzen. Das Internet bietet zahlreiche Informationen dazu. Man beginnt in der Regel mit einer Totalen um den Betrachter zu zeigen wo man ist, nun gilt, wenn kein Schwebestativ eingesetzt ist, die 180 Grad Regel, auch das erklärt das Internet sehr gut. Über die Halbnahe kommt man zur Amerikanischen, tatsächlich kommt diese Einstellung von den amerikanischen Western, bei denen der Cowboy vom Clotende im Halfter, nach untern abgeschnitten ist. Dies alles sind aber Einstellungen die man nicht bei laufender Kamera vornimmt, sondern vor dem Auslösen. Nach den Beiden kommt die Nahaufnahme, hier sieht man nur z.B. den Kopf, dazwischen ist noch das Brustbild, also Brust mit Kopf. Letztendlich kommt man zur Detaileinstellung, bei der z.B. nur die Augen, nur der Mund oder auch Hände usw. gezeigt werden.

Mit der 5 Shot Technik und den diversen hier nur kurz beschriebenen Bildgrößen geht es dann zum Schneiden und hier kannst Du nun wahre Kunstwerke erstellen und das mit wenigen Mitteln. Verzichte dabei auf die animierten Blenden im Überfluss, mal die eine oder andere ok, in der Regel aber wird man als Standardblende einen weichen Übergang wählen.

Thema Effekte, auch hier ist weniger mehr, solche Effekte sind ganz toll wenn man sich damit zurück hält und die gekonnt einsetzt, viele Effekte bedeuten nur keine Ahnung oder miserables Material zu haben.

Beim Schneiden wird oft Musik eingespielt, achte auf der Urheberrecht, auch mit von Dir gekauften CD´s hast Du nicht das Recht erworben die Titel in Deine Filme zu verwurschteln. Was bei privaten Aufnahmen noch problemlos sein mag, wird spätestens in Youtoube ein Bummerang der sehr teuer werden kann. Tja, nun könnte ich noch stundenlang weiter schreiben, macht aber glaube ich nicht wirklich Sinn, liest ja keiner mehr. Also wenn es ist und Fragen auftauchen sollten, einfach fragen.

Viel Spaß!

Ich hatte und hab sie immer noch ich bin sehr zufrieden damit! Aber als Einstiegskamera würde ich dir die canon 100D empfehlen.

wir haben diese kamera auch und sind damit sehr zufrieden

Habt ihr vielleicht auch 1 oder 2 Beispielbilder was mit dieser Kamera qualitativ möglich ist? Das wäre supercool :)

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