Canon Eos 1300D Zubehör Einsteiger?

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3 Antworten

wichtig war mir dabei der relativ günstige Preis und die Kompatibilität mit Wlan

Eine der wichtigsten Funktionen ist das Fotografieren in RAW. Das kann die 1300D natürlich aber die Datenübertragung der RAW-Fotos geht eben nicht. Allein schon darum weil ein Handy zB keine RAW-Fotos lesen kann und das Internet auch nicht.

Du musst RAW-Bilder vorher mit einem Programm in JPG umwandeln. Bei dieser Umwandlung hast du den größtmöglichen Einfluss auf die Bilder und kannst alles genau so feintunen wie du es willst.

Daher ist WLAN maximal ein netter Gag aber keine wirklich sinnvolle Funktion.

Ist die Kamera eine gute Wahl oder kennt ihr bessere Modelle in der gleichen Preisklasse?

Ich setze auf Nikon und zwar aus folgenden Gründen:

  • Der Gebrauchtmarkt und das Angebot an neuen Objektiven und Zubehör ist sehr gut und reichhaltig.
  • Diverse Objektive wie zB 50mm 1.8 oder 35mm 1.8 sind bei Nikon deutlich günstiger bzw. besser als die Canon-Gegenstücke. Und mir pers. ist die Bildqualität am wichtigsten. Als etwas längere Normalbrennweite mit 1:1 Makro-Möglichkeit (ideal für Gegenstände oder Pflanzen) gäbe es ein 40mm Nikkor - Canon hat nichts derartiges im Programm.
  • Die neuen Modelle von Nikon haben keinen AA-Filter mehr. Das sorgt für beeindruckende Detailwiedergabe und Schärfe. Mehr Bildqualität bekommst du nirgends für das Geld. 

Daher mein Tip: Nikon D3300 + 18-55mm Kit-Optik

Zum Üben und erlernen der Kamera-Funktionen reicht ein 18-55mm. Um die Kamera auszureizen sollte man sich später bessere Objektive zulegen. Ein Objektiv ist ein Werkzeug und man muss wissen was man benötigt und was für den Einsatzzweck passt. Daher kann ich dir hier nichts konkretes empfehlen. Wenn du die Bedienung der Kamera und die Grundlagen der Fotografie erst mal erlernt hast wirst du auch selber wissen was du brauchst und was dir fehlt.

Brauche ich auch bestimmte Objekte oder ist eines, das man bei der Auswahl bei Amazon mit bestellen kann, auch gut? 

Du wirst weitere Objektive benötigen. Was genau musst du selber rausfinden, denn das hängt von der jeweiligen Situation, den Aufnahmeort und vor allem den vorherrschenden Lichtbedingungen ab.

XX-YYmm ist die Brennweite.

Gehen wir mal von den kleineren Modellen aus dann gilt:

  • 1-18mm = Ultraweitwinkel 
  • 19-30mm = Weitwinkel
  • 30-35mm = Normalbrennweite (menschl. Sehfeld - je nach Crop-Faktor)
  • 40-200mm = Tele
  • ab 200mm = Supertele

Alles unter der Normalbrennweite zeigt mehr im Bild als wir sehen können. Das wird zB in Hotels eingesetzt... Man kennt die schönen, großen und geräumigen Zimmer aus dem Katalog, die in natura dann doch 1-2 Nummern kleiner sind... Das ist der WW/UWW Effekt.

Tele holt entferntes Näher ran und sorgt für einen "Tunnelblick" - Je größer die Brennweite umso Stärker der Effekt.

Es gibt jedoch auch noch andere gaaanz wichtige Nummern. Die werden normal mit f/X-Y bzw. f/X oder 1:X-Y bzw. 1:X angegeben.

Das ist die s.g. Lichtstärke. Grundsätzlich gilt je kleiner die Nummer umso teurer. Stell dir ein Objektiv wie eine Pipeline vor - Je kleiner die f-Nummer umso größer der Durchmesser und umso mehr Licht kann in der gleichen Zeit durch.

Dies ermöglicht es zB schöne Stimmungsbilder bei Kerzenschein oder Lagerfeuer zu schießen ohne allzuviel Rauschen zu haben. Weiters wird dadurch aber Bereich der Schärfe (Schärfentiefe / Schärfenebene) geringer. Das kann man auch zum Freistellen (scharfes Motiv vor unscharfem Hintergrund) verwenden!

Bessere Objektive haben eigentlich eine konstante Offenblende - zB 28-75mm f/2.8 oder 70-200mm f/2.8. Das bedeutet, dass egal bei welcher Brennweite die Lichtstärke immer gleich ist.

Günstigere Modelle haben eine Variable Lichtstärke - zB 18-105mm f/3.5-5.6. Hier gilt die 3.5 bei 18mm und die Lichtstärke schwindet dann auf 5.6 bei ca. 2/3 (ca. 70-75mm) der max. Brennweite.

Dann gibt es Objektive mit nur einer mm-Angabe zB 50mm f/1.8 - Das sind s.g. Festbrennweiten. Die kann man nicht Zoomen aber dafür sind die Objektive in der Regel sehr gut und lichtstark!

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Kommentar von mbauer588
22.01.2017, 17:19

Wer seine Kamera nicht bedienen kann oder die Grundlagen der Fotografie nicht beherrscht wird damit auch mit einer DSLR keine vorzeigbaren Bilder erzeugen! Das wichtigste ist und bleibt der Fotograf. Dinge wie Bildgestaltung oder der richtige Einsatz von Zeit, Blende, etc. ist essentiell aber heutzutage leicht erlernbar...

Es gibt hunderte Bücher, zig Lern-DVDs von Video2Brain oder Gallileo Design und auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"! Mehr zum Thema findest du auch in meinem Buch "Kamera Kaufberatung" - such einfach danach auf amazon...

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Ich denke mit der Canon 1300D kannst Du vollkommen zufrieden sein. Mehr braucht man für den Anfang nicht. Es sei denn Du willst noch Fotos bei wenig Licht machen, also Abends oder bei Dämmerung oder Fotos in der Halle dann wäre ein lichtstsarkes Obketiv mit der Lichtsstärke von F1,8 wie das EF 50mm STM F1,8 für nur 120€ ratsam. 

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Die Kamera ist tatsächlich nebensächlich. Das Objektiv ist eine entscheidendere Komponente. Die 1300D ist für den Einstieg aber auf jeden Fall nicht verkehrt.

Wenn du Tiere und Sport fotografieren willst, ist ein lichtstarkes Teleobjektiv nicht verkehrt. Leider sind die sehr teuer. 

Einzig ein gebrauchtes Tamron 70-200  2.8 bekommst du mit etwas Glück für 350€.

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