Cannabis und Paranoia?

9 Antworten

Das was du beschreibst klingt eher nach Angstzuständen und nicht nach Psychose. Bei einer Psychose kann man nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden, bei Angstzuständen ist man dazu perfekt im stande. Eine der häufigsten Ängste einer Angststörung (ich will damit nicht sagen, dass du eine hast) ist die Angst vor einer Psychose, also die Angst "irre" zu werden. Doch Angstzustände haben noch nie zu einer Psychose geführt.

In der Tat kann kiffen sowohl Angststörungen als auch Psychosen (genauer Schizophrenie) auslösen. Während die Auslösung von Schizophrenie wissenschaftlich genau untersucht wurde (Steigerung der Wahrscheinlichkeit um 37%, also von 1% "naturgegebenen Risikos auf 1,37%), sind die Folgen der Angststörungen noch nicht abschliessend medizinisch verifiziert.

Ich persönlich habe früher, in meinem Teenager-Alter, sehr viel gekifft und bei mir hat das Kiffen eine Panikstörung (mit Derealisation) verursacht, welche ich bis heute nicht mehr losgeworden bin. Ich muss heute noch sch*** Medikamente dagegen nehmen die unzählige Nebenwirkungen haben. Dies heisst jedoch nicht, dass es allen so geht. Auch ich bin für die Legalisierung von Cannabis, einfach unter gewissen Auflagen (z.B. erst ab 18, Präventionsarbeit usw.).

Ich persönlich würde an deiner Stelle abwägen ob das kiffen was bringt oder nicht. Sind die Angstzustände es wert? Zudem würde ich einfach nicht zuviel rauchen. Deine Frage ob du dir Sogen machen musst oder nicht kann dir hier niemand beantworten. Jede Person reagiert sehr individuell auf Cannabis bzw. THC. Man muss sich einfach entscheiden ob man das Risiko eingehen will oder nicht. Die Chance, dass alles glatt läuft ist gross, doch wenn es schief geht ist man definitiv am A***.

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ich empfehle wegen diese genannten angststörungen zum Arzt zu gehen und dir eine Cannabis sativa art verschreiben zu lassen, es hört sich zwar lächerlich an mehr Cannabis zu konsumieren, sativa ist aber effektiv und höchstwahrscheinlich weitaus weniger schädlich als deine bisherige synthetische medikation.

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indica, nicht sativa ;)

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Was ist eine stabile Psyche? So ein Begriff macht sicher nur dann Sinn, wenn man darunter versteht, dass jemand in langer Zeit und über viele verschiedene Situationen hinweg ausgeglichen und invariant ist. Das ist dann bei dir offenbar nicht der Fall. Die Psyche kann man sich vorstellen als Zusammenspiel von Dutzenden oder Hunderten von Modulen, die unterhalb der Bewußtseinsschwelle arbeiten. Von Millionen Bits/s Information (von innen oder von aussen kommend), die der Organismus verarbeitet gelangen dann einige wenige pro Sekunde in das Bewußtsein. Man nennt das das Flaschenhalsmodell. Psychoaktive Drogen erhöhen oder vermindern Schwellen im einen oder andern Kanal oder Subsystem. Sicher gut nachvollziehen kannst du das am Beispiel der enthemmenden Wirkung von Alkohol. Was vorher unter der Vorherrschaft der Impulskontrolle gestanden hat, bricht sich seinen Weg ins Verhalten oder in Äußerungen, wenn die Impulskontrolle vermindert wird. Es wird dabei kein neues oder der Person fremdes Verhalten generiert, es kommen nur Anteile zutage, die normalerweise blockiert werden. Deine Paranoia in Menschenansammlungen wird etwas sein, das du in dir trägst und das normalerweise unter deiner Wahrnehmungsschwelle bleibt. Auch wenn wir das Jahr 2018 schreiben und in vielen Staaten der Welt Cannabis legal ist, bedeutet das nicht, dass die überwiegende Zahl der Befunde dafür spricht, dass der Genuss von Cannabis eine segensreiche Sache ist.

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Danke sehr Hilfreich. Werde in nächster Zeit mehr auf meine Psyche achten und dem Problem auf den Grund gehen. Ich meinte mit 2018 dass die Auflagen weshalb Cannabis verboten ist nicht mehr Zeitgemäß sind und dringend überholt werden müssen. Hanf ist nicht verboten weil es schädlich ist sondern Hauptsächlich wegen Rassismus gründen. In meinen Augen schon fast ein Verbrechen nichts gegen das Cannabis verbot zu unternehmen bedenkt man wievielen Kranken Menschen geholfen werden könnte. Mir ist bewusst dass es in der Medizin schon eingesetzt wird trotzdem hat die Jahrelange hetze ein völlig Falsches Bild in die Köpfe vieler Leute eingebrannt auch von vermeintlich schlauen Ärzten und so müssen Schmerzpatienten immernoch auf Substanzen wie Morphium oder Cortison ausweichen die sehr viele harte Nebenwirkungen mit sich bringen.

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Ich stimme mir dir, lompin14, überein, dass die Legalisierung überfällig ist.

Aber wie die Suchtgefahr bei Alkohol ernst genommen werden muss, so müssen auch die erheblichen Risiken beim Kiffen ernst genommen werden.

Erst die Erfahrungen in meiner Familie haben mir bewusst gemacht, dass bei häufigem Konsum die Gefahr des Ausbruchs einer Cannabis induzierten Psychose sehr groß und noch immer kaum bekannt ist oder unterschätzt wird.

Wenn der Konsum legalisiert ist, wird hoffentlich neben den positiven therapeutischen Wirkungen der Droge auch das Sucht- und Psychoserisiko offen diskutiert.

Dir empfehle ich dringend deine "paranoiden Anmutungen" sehr ernst zu nehmen!

Negative Gefühle Cannabiskonsum?

Hallo zusammen

Ich habe schon mehrere Male Cannabis konsumiert und eigentlich immer schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn ich Cannabis konsumiere, dann verspüre ich ein unwohles Gefühl am ganzen Körper. Auch bekomme ich dadurch Schmerzen also z.B Druck auf den Schultern, Brust. Ich werde irgendwie Paranoia aber nur körperlich. Jedoch verspüre ich aber auch Lachflash, die ich dann aber nicht als schön empfinde. Wenn ich aber 2h später wieder konsumiere, so verspüre ich die positiven Effekte. Ich bin auch nicht nervös vor dem Konsum. Am nächsten Morgen verspüre ich dann meistens auch noch so ein wohliges, Wattegefühl wie ich es auch sonst haben möchte. Jetzt zu meiner Frage:

Wisst ihr vielleicht warum ich beim ersten Konsum so eine komische Wirkung verspüren? Kann das auch nur psychisch sein? Ich habe auch schon verschiedene Sorten ausprobiert, was aber nichts ändert.
Jedes mal vor dem Konsum denk ich jetzt daran und bekomme immer so eine Wirkung. Beim 2. Konsum (also etwa 2h nach dem 1.) kann ich diese Paranoia Gedanken vor dem Konsum wie abschalten.

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ist diese Wirkung bei Cannabis normal?

Hey, ich bin nun in einem alter wo man gerne mal sachen ausprobiert,und habe bei paar kumpels von Kumpels nen Joint geraucht,da ich wissen wollte wie sich das wirklich anfüllt.Davor habe ich es zwar schonmal gemacht aber nur gepafft,dort habe ich es auf Lunge geraucht. Es hat dann vllt 1min nach dem ersten zug anscheinend gewirkt und mir war es schwindelig,habe verschwommen gesehn und hatte leichte lachanfälle sowie keine lust mich zubewegen.Es hat auch leicht etwas nach Vanille gerochen. Nun meine frage an die jenigen die das auch mal probiert haben:ist das normal mit dem zb Schwindelgefühl ? Oder muss man sich erst daran "gewöhnen" ? Ich habe auch schonmal bong ausprobiert nur da hatte ich irgendwie keine wirkung gehabt. Welche Wirkungen können den Auftreten wenn kam "kifft" ?

PS:Ich habe es nur ausprobiert da ich die letzten male nix gespürt habe,und möchte auch niemanden dazu verleiten

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