Cannabis für Arthosepatienten verschreibbar?

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5 Antworten

Ich denke, bei besonders schwerer Arthrose mit unzureichender Symptomkontrolle kann der Einsatz von Cannabinoiden durchaus gerechtfertigt sein. Also würde ich das auch mit meinem Arzt besprechen. Natürlich sind die Ärzte und Kassen sehr zurückhaltend mit der Verschreibung von Cannabisblüten, weil es dort im Gegensatz zu den vorhandenen pharmazeutisch geprüften Alternativen wie Sativex (R) oder Dronabinol Rezepturen ein ganz offensichtliches Missbrauchspotenzial gibt. Außerdem halten die Kassen die Ärzte inzwischen dazu an, bei der Verschreibung von Cannabis oder Cannabinoiden auch auf die wissenschaftliche Evidenz und die Wirtschaftlichkeit zu achten. Da sind sativex und Dronabinol den Blüten weit überlegen, da es bei letzteren kaum vernünftige Studien und meist nur anekdotische Hinweise auf die Wirkung gibt. Für die anderen beiden gibt es auch nicht viel aber zumindest sind da die Dosierungen und die tatsächliche Zusammensetzung etabliert. Und laut Bundesregierung sind die Blüten trotz des geringsten Verarbeitungsaufwandes zwei bis dreimal so teuer wie die Fertigarzneimittel oder Rezepturen, die seit Jahren eingesetzt werden können. Sprich einfach mal mit einem guten Schmerztherapeuten, ich sehe da ganz gute Chancen. In jedem Fall gute Besserung für Dich.

gfsgfg 07.07.2017, 13:27

Was mich davon abhält ist die Tatsache, das mein HA weiß, das ich vor einigen Jahren schon mit Drogen herumexperimenterte. Egal trotzdem Dankeschön für deine Antwort und Genesungswünsche.

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Besprich das mit deinem behandelnden Arzt. Der kennt dich und deine Krankheitsgeschichte und kann besser beurteilen, was für dich in Frage kommt und was nicht.

Nimm es nicht persönlich, aber anstatt dein Ziel zu verfolgen dich damit zu berauschen solltest du andere Medikamente versuchen die nicht berauschend wirken. Die Gelenksschmerzen sind ja nur kurzzeitig während dem Rausch weg. Ich hab schon mal probiert, dass ich meine Knieschmerzen damit behandle. Funktioniert nur während du den Rausch hast, und sowas tue ich mir nicht an.

gfsgfg 06.07.2017, 13:17

Wenn du richtige Arthrose/ Nekrosebedingte Schmerzen hast, dann hast du keine andere Wahl, als entweder Opiate zu nehmen oder eine OP machen zu lassen, also ne Hüft TEP, zur TEP raten mir die Ärzte aber noch ab, weil ich einfach noch zu jung bin dafür. Und mir geht es nicht vordergründig um einen Rausch, sondern darum, mein Opiatdosis zu verringern, in Kombi mit C. Schmerzmittel wie Ibu, Diclo und wie sie alle heißen, hab ich ebenfalls allesamt probiert, aber mit welchen Nebenwirkungen... Das Opiat was ich seit Jahren nehme, das schont wenigstens die Organe und macht als Nebenwirkung allenfalls etwas müde, aber erstens geht es nicht anders und zweitens seh ich das nicht so verbissen. Ohne würde ich die Schmerzen nicht aushalten (Arthrose und Nekrose in beiden Hüften), das sucht man sich nicht aus..

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Ja - Dein behandelnder Arzt

Da Cannabis süchtig macht, wird es also sicher nur Menschen verschrieben, bei denen das nach Abwägung das kleinere Übel ist.

Arthrose ist sehr schmerzhaft, aber es gibt mittlerweile andere Methoden, um zu helfen.

gfsgfg 06.07.2017, 13:09

Ach ja und welche?, Opioide zu verschreiben? Die nehm ich seit 5 Jahren und dürfte mittlerweile schon ziemlich abhängig sein

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joangf 06.07.2017, 13:24
@gfsgfg

Die Arthrose ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit und kann ursächlich daher nur über das konsequente Abstellen der Ernährungsfehler behandelt werden. Cannabis ändert ja nichts an der Krankheit, sondern unterdrückt nur die Beschwerden.

Ob in einer Situation, in der schon 5 Jahre Opioide genommen werden, noch etwas möglich ist, kann man schlecht sagen, das käme auf den Versuch an. Das Problem ist, das die degenerierte Knorpelmasse sich nicht erneuert - wenn bereits die Knochen aufeinander schleifen, ist es leider zu spät. Aber so ist das eben in einem Medizinsystem, in dem es nicht um das Verhüten von Krankheiten geht, sondern um das Geldverdienen. Da behandelt man eben nur Symptome, denn das garantiert, dass die Krankheit bestehen bleibt und der Patient dauerhaft auf Medikamente angewiesen ist.

Wichtig wäre ein Arzt, der sich mit den eigentlichen Ursachen auskennt und entsprechend behandelt, statt nur symptomatisch Medikamente zu verschreiben.

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gfsgfg 06.07.2017, 13:37
@joangf

Knorpelmasse ist auf beiden Seiten keine mehr vorhanden, gehe quasi Knochen auf Knochen wie man so schön sagt. 2 Anbohrungen hab ich bereits hinter mir, aber wie gesagt ohne Erfolg. Ausser Hüft TEP keine andere Möglichkeiten mehr

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studiogirl 06.07.2017, 16:26
@joangf

Die Arthrose ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit und kann ursächlich daher nur über das konsequente Abstellen der Ernährungsfehler behandelt werden.

Es ist aber nicht möglich durch Ernährung den nicht mehr vorhandenen Knorpel wieder wachsen zu lassen......

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BrainsRevenge 06.07.2017, 23:01

Da Cannabis süchtig macht, wird es also sicher nur Menschen verschrieben, bei denen das nach Abwägung das kleinere Übel ist.

Nein, das kann man so nicht sagen.

Cannabis besitzt ein Suchtpotential. Abhängigkeit ist kein großes Problem im Rahmen einer Behandlung von Erkrankungen, jedoch können Entzugssymptome unerwünscht sein. Entzugssymptome wurden bisher nicht bei Patienten beschrieben, die chronisch mit THC behandelt wurden. Entzugssymptome wurden jedoch bei Konsumenten beobachtet, die Cannabis zu Rauschzwecken konsumierten. Dabei können psychische Symptome (Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit) und körperliche Symptome (Speichelfluss, Durchfall) auftreten

http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=page&id=35&lng=de

Auf Opium basierende Schmerzmittel dagegen machen verhältnismäßig schnell eindeutig spürbar körperlich abhängig! Ein Entzug davon ist sehr heftig. Der von Cannabis dagegen ein Witz! 

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