CAN-Bus: Haben heute praktisch alle europäischen Autos BUS-Systeme in der Kfz-Elektrik statt dem "alten" Kabelbaum oder nur die großen, teuren Autos?

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4 Antworten

OBD-Systeme wurden 1988 vom kalifornischen California Air Resources Board („Behörde für die Reinhaltung der Luft“) in den USA eingeführt. Grundlage war die Überlegung, dass es nicht ausreicht, bei der Zulassung die Abgasvorschriften einzuhalten sondern, dass die Einhaltung über die Lebensdauer sichergestellt werden soll. 

Die OBD-I-Norm sieht vor, dass das Fahrzeug über eigene elektronische Systeme zur Selbstüberwachung verfügt. 

Diese müssen abgasrelevante Fehler über eine in den Armaturen integrierte Signallampe – die sogenannte Motorkontrollleuchte (MIL = „Malfunction Indicator Light“) – anzeigen. 

Außerdem müssen Fehler in einem mit Bordmitteln (Blinkcode) auslesbaren Speicher abgelegt werden.


Das Vorhandensein einer Motorkontrolleuchte im Sichtbereich des Fahrers ist für eine Zulassung von neuen Fahrzeugen in Europa (EOBD) vorgeschrieben. 

Dies gilt für PKW mit Benzinmotor ab Modelljahr 2001 und für PKW mit Dieselmotoren ab Modelljahr 2004 Insbesondere Fahrzeugmodelle für den USA-Export sind aber auch in wesentlich älteren Baujahren OBD-fähig. 

Das Fehlen einer OBD war zunächst der Grund, warum die letztgebauten neuen VW Käfer aus Mexiko („Ultima Edicion“) nach ihrem Import nach Deutschland keine Zulassung bekommen sollten.


https://de.wikipedia.org/wiki/On-Board-Diagnose

Es gibt praktisch keine Fahrzeuge ohne CAN-Bus mehr. Alle, die Steuergeräte einsetzen, brauchen diesen Bus, weil darüber alle Daten, Informationen und Befehle zwischen den Steuergeräten, den Sensoren und den Reglern ausgetauscht werden.

Der CAN-Bus wurde Anfang der 80er Jahre entwickelt und ist mittlerweile in allen Automobilen Standard. 

Es gibt aber Nachfolgersysteme, z.B. Flexray.

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