Camps für homosexuelle Jugendliche?

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8 Antworten

ob die Bezeichnung "Camps" wirklich zutrifft, kann ich nicht sagen, es gibt aber auf jeden Fall Pseudo-Ärzte, häufig aus konservativ-christlichem Hintergrund, die propagieren dass Homosexualität umkehrbar und heilbar sei. Das macht in etwa genauso viel Sinn, wie der Versuch heterosexuelle Schwul zu machen. Jemand, dem das nicht schon in den Genen steckt, der wird niemals anders fühlen als er es bisher schon tut.

Das darf man allerdings nicht mit wirklich seriösen Hilfeangeboten verwechseln, die denjenigen Menschen helfen, die psychische Probleme mit ihrer Homosexualität haben. Diese Angebote sind dann aber eher darauf ausgerichtet, das Selbstbewusstsein zu Stärken und einen Umgang mit der Differenz zwischen eigenen Gefühlen und den wahrgenommenen Erwartungen der Gesellschaft zu finden....

Ja, das gibt es tatsächlich. Wie meine VorrednerInnen schon sagten, gibt es auch in Deutschland hier sehr radikal eingestellte Organisationen, wie zum Beispiel Wüstenstrom. Oder auch http://www.dijg.de/startseite/ Hier gibt es pseudowissenschaftliche Texte, die nahe legen, Homosexualität müsse und könne geheilt werden. Eine Bekannte Vertreterin des DIJG ist die Ärztin Christl R. Vonholdt. Von ihr findest du auch einige Texte im Internet.

Ansonsten kannst du auch mal nach Reparativtherapie oder Konversionstherapie googlen, vielleicht ist da noch was für dein Referat dabei. Viel Erfolg!

Ja, solcherlei "Institutionen" existieren auf der ganzen Welt und werden meist von religiösen Vereinigungen, aber in gewissen Staaten durchaus auch von Staat betrieben.

Dass das nichts bringt, ist ja von vornherein klar. Du schreibst in deiner Frage leider auch "wieder hetero machen" - und genau das ist das Gefährliche. Die Jugendlichen waren nie hetero, sie sind schwul oder lesbisch auf die Welt gekommen. Und so kann man sie auch nicht "wieder normal" machen oder sie von der Homosexualiät wegbringen. Es geht nicht.

Abgesehen davon ist die Selbstmordrate bei homosexuellen Jugendlichen sowieso um bis zu 7x(!) höher als bei heterosexuellen Gleichaltrigen. Dies ist dem gesellschaftlichen, familiären und religiösen Druck zu verdanken - dazu braucht es nicht mal "Umerziehungscamps"... :-(

Gab es meines Wissens mal, besonders in den USA als Homosexualität noch allgemein als Krankheit galt. Heutzutage wirst du das nicht mehr finden, es entbehrt jedweder Würde.

LG :)

Die gibt es HEUTE noch in Deutschland.... meist unter dem Deckmantel der ach so christlichen Kirchen.... Weisses Kreuz, Offensive junger Christen, Bund katholischer Ärzte.... und noch einige mehr...

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Ja die gibt es LEIDER!!! Bescheuerte "Wunderheiler" die behaupten, dass Homosexualität eine "Krankheit" ist... In den Tod getrieben werden sie meist durch das Geschwafel der "Heiler", dadurch fühlen sich junge Leute dann "abnormal" und wenn sie ein bisschen labil sind, dann begehen sie Selbstmord! Sollte man endlich mal verbieten, diese Idioten und ihre Heilungsversuche!

Soweit ich weiss gibt es z.B. in den USA teilweise sehr eigenartige Praktiken was dieses Thema angeht. Glaube kaum das es sowas in Deutschland gibt.

Leider doch... und nicht zu wenige!!!

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Es gibt eine christliche Vereinigung namens "Wüstenstrom" die glauben wirklich das man durch Beten hetero werden kann. Google mal danach!

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