Camargue Reitweise Herkunft

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4 Antworten

Gardianreitweise ist der Reitstil der Rinderhirten aus der Camargue. Wie in Arbeitsreitweisen üblich, wird einhändig mit Kandare und Kappzaum geritten. Die Pferde werden durch die Ausbildung reaktionsschnell und wendig. Der Camargue-Sattel hat sehr hohe Galerien und ähnelt dem mittelalterlichen Turniersattel. Die Pferde sind mit einem stehenden Martingal ausgestattet. Der typische Camargue-Kappzaum besteht aus einer Fahrradkette und ist deshalb äußerst scharf. Zur Camargue http://de.wikipedia.org/wiki/Camargue

Athos 07.06.2010, 08:57

also das weis ich auch alles da ich selber mit dem Camargue arbeitsreitweise reite nur wo kommt sie her also ganz genau ihren ursprung hat sie ja nicht in der Camargue

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von Bernhard F. Franke

Als "Working-Equitation" werden die Arbeitsreitweisen bezeichnet, welche sich in vielfältiger Weise sowohl im alten Europa wie auch später in der den "neuen Welten", wie Nord- und Südmerika sowie Australien entwickelt haben. Sie basieren alle auf den ursprünglich "militärischen" Reitweisen der großen Reiterheere. Bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung entwickelte sich eine Reitweise zum Zwecke des berittenen Kampfes. Diese militärische Reitweise ist uns insbesondere durch die historischen Ritter geläufig. Noch bis ins ausgehende 19. Jahrhundert waren die berittenen Heere von ausschlaggebender strategischer Bedeutung. Gleichzeit entwickelten sich auf dieser Basis insbesondere in Südeuropa die Arbeitsreitweisen der Viehhirten.

Die Reitweise der Gardians, der Stierhirten aus der Camargue, kann daher zusammen mit den anderen Iberischen Arbeitsreitweisen als Mutter aller Arbeitsreitweisen bezeichnet werden. Die verfeinerten Arbeitsreitweisen von Spaniern und Portugiesen sowie die verschiedenen Arbeitsreitweisen aus Süd- und Nordamerika basieren sämtlich auf einer sehr ursprünglichen und einfachen, ja man kann auch sagen "primitven" Arbeitsreitweise der Südeuropäer, die den primären Zweck verfolgte, Rinder zu hüten.Im Verlauf der Jahrhunderte wurde die ürsprünglich primitive Arbeitsreitweise in Spanien und Portugal wesentlich verfeinert. In der Camargue - hier lebten und arbeiteten einfache und arme Leute - entwickelte sich, auch basierend auf den dort lebenden Camargue-Pferden eine Arbeitsreitweise, welche keine hohen Ansprüche in Bezug auf einen verfeinerten Reitstil erhob. Hier kam es im wesentlichen darauf an, mit den wendigen und schnellen Camargue-Pferden die dort in den Sümpfen lebenden kleinen aber auch sehr wilden Stiere einzufangen. In Gruppen mussten die Reiter einzelne Stiere aus den Herden selektieren und dabei unter schwierigsten Umständen ihr Pferd stets unter Kontrolle haben. Diese ursprüngliche Arbeitsreitweise der Gardians hat sich bis heute kaum verändert. Wenn auch zu früheren Zeiten nicht immer sehr sensibel geritten wurde, hat sich heute jedoch auch bei dieser sehr ursprünglichen Reitweise ein hohes Maß an Sensibilität eingestellt. Der gute Carmargue-Reiter reitet sein Pferd heute mit leichtesten Hilfen, ohne dabei die Tradition zu verleugnen.Unter der Bezeichnung "Working Equitation" haben sich in den letzten Jahren Freunde der Arbeitsreitweisen multinational zusammengeschlossen, um die Tradtionen der "Arbeitsreitweisen" zu pflegen und zu erhalten. Hier sind insbesondere die europäischen Arbeitsreitweisen und selbstverständlich auch die aus diesen hervorgegangenen Nord- und Südamerikanischen Arbeitsreitweisen vertreten.In Deutschland existiert seit dem Jahre 2009 der Arbeitskreis Working Equitation Deutschland (AWED). Dieser ist ein loser Zusammenschluß von Reiterinnen und Reitern, die sich der Arbeitsreitweise verschrieben haben sowie von professionellen Ausbildern.

bernhard franke

Hallo,

also ich weiß nicht genau, aber frag doch bei deinem Hof nach wenn du es genau wissen willst!

Lg

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