Caesar. Was wäre wenn?

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2 Antworten

Wir würden heute alle Latein sprechen. Aber der Gedanke ist fastzinierend, was wäre wenn das römische Reich nichtuntergegangen wäre.

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Caesar hatte vor, einen Krieg gegen die Parther zu führen, der hätte dann wohl stattgefunden.

Ansonsten gilt, man sollte nicht der bürgerlichen Ideologie folgen und Geschichte als bloßes Werk einzelner Männer ansehen, das ist eine völlige Überbewertung einzelner Personen, mithin blanker Idealismus in Reinkultur. Es ist stets ein Geflecht von anderen Personengruppen, Schichten und Klassen die als Vektoren einwirken. Hinzu kommen ökonomische Gegebenheiten.

Bertolt Brecht: Fragen eines lesenden Arbeiters

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war
Die Maurer? Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen
Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
Siegte außer ihm?

Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?
Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?

So viele Berichte.
So viele Fragen.

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