BWL Studium doch nicht das Richtige für mich?

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3 Antworten

Guten Abend StudentHN, 

schade, dass Deine Prüfung nicht so gut lief. Ich habe Deine vielen Fragen auf gutefrage mitbekommen und dementsprechend indirekt Deine intensive Prüfungsvorbereitung mitbekommen.

Wie sieht es bei Dir denn in anderen Fächern aus? Aufgrund eines nicht bestandenen/guten Faches ist man noch lange nicht für das entsprechende Studienfach ungeeignet. Auch im Informatik-/Mathematikstudium habe/hatte ich ein paar Fächer, die ich nicht so mag/gemocht habe. Dementsprechend war dort meine Vorbereitungsphase intensiver.

Wenn Du 7 Wochen lang jeweils ca. 10 Stunden pro Tag nur für Mathematik gelernt hast (immerhin stolze 350 Stunden), dann hast Du viel mehr gelernt als für das Modul erforderlich ist. Bedenke, dass 10 ECTS Punkte etwa 300 Stunden Aufwand bedeuten (inklusive Vorlesung, Vor-/Nachbereitung). Sollte das mehreren so gegangen sein, dann solltet ihr vielleicht mit dem Professor oder zumindest mit der Fachschaft sprechen. Andernfalls lernst Du vielleicht auch einfach "falsch". Dazu gibt es aber auch Anlaufstellen: bei der Studienberatung kann man sich z.B. oftmals wertvolle Lerntipps abholen.

Eine gute Abiturnote sagt meiner Ansicht nach nicht viel aus. Ein gutes Abitur bedeutet lediglich, dass man das "System Schule" verstanden hat ... für ein Studium ist das nur bedingt aussagekräftig, weshalb viele Unis im Vorfeld in bestimmten Studienfächern Eignungstests verlangen.

An der Uni lernt man anders und eigenständiger als in der Schule. Einige profitieren davon, für andere ist es eher schwierig. Von einer vermeintlich nicht bestandenen Prüfung geht die Welt🌐 aber noch nicht unter und das Studium ist deswegen auch nicht gleich vorbei. Warte am besten erst die anderen Prüfungen ab und entscheide dann für Dich, ob Du den Aufwand, den Deine Problemfächer verursachen, im Hinblick auf das gewünschte Studienziel auf Dich nehmen willst. Wenn Du diese Frage ohne nachzudenken mit "Ja" beantworten kannst, dann solltest Du Dein Studium in jedem Fall fortsetzen. Andernfalls ist ggf. ein Studienwechsel in Betracht zu ziehen.

Ich wünsche Dir dennoch einen erholsamen Abend und Erfolg für Dein Studium.

Beste Grüße

André, savest8

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User48572 23.01.2017, 18:19

ich habe keine problme in anderen fächern, diese sind für mich eher unterdurchschnittlich, allerdings mathe hat dort jeder ein problem, sodass oft 95% die klausuren nicht bestehen. 

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Du beschreibst gerade total meine Situation im damaligen BWL-Studium.

Ich hatte im WG-Abi oder Ausbildung stets 1er in Mathe, Statistik oder BWL / VWL und dann auf einmal 2er 3er und sogar Durchgefallen bei Statistik.

Andere (Realschüler über Fos) und ohne jeglichen Bezug zur Wirtschaft hatten 2er oder besser. Ich habe zwar nicht jeden Tag 10h gelernt (immer nur 4-5 Wochen vor den Klausuren), aber wusste eigentlich immer mehr als die anderen oder die Zusammenhänge.

Dies bringt aber für die Klausuren mit 300-500 Scriptseiten herzlich wenig. Bei vielen Fächern werden 10 Folien abgefragt und bei anderen werden die Klausuren wiederholt (aus 2-3 der letzten Jahre).

Dies hatte ich nach dem zweiten Semester begriffen und habe dann ein Portal entdeckt bzw. mit Infos gefüttert, welches die Studenten half - Alte Klausuren mit Lösungen sowie alle Aufschriebe der Vorlesungen.

Was war das Fazit? Ich habe mich nicht entmutigen lassen und habe weiterhin (zusammenhängend) gelernt (und nicht auswendig). Dies hat meinen Schnitt zwar eine Note schlechter gemacht, als erhofft, aber man profitiert nach dem Studium, wenn man die hilflosen BWL-Absolventen sieht, die in den Betrieben weder richtig noch kreativ arbeiten können und den man alles bei 0 beibringen muss *gg*.

Deshalb - gib nicht auf! Halte dir vor Augen: Am Ende zählt die Qualifikation und du hast mehr Berufsfelder zur Auswahl (oft stehe ja immer Studium und Praxis erwünscht) Da hast du mit Ausbildung und Studium + Praktika dann schon einmal eine gute Basis.

Und für die Lernmethode künftig:

Versetz dich in den Prof. Sie müssen oft in 1-2 Wochen zig Klausuren kontrollieren. Also was machen sie? Richtig mit Lösungsblatt die Klausuren korrigieren und nicht "ausführliche Antworten". Damit musst du teils beim Lernen ein paar Scripte weglassen und eben den Stil rauserkennen, indem du mit älteren Semestern dich verständigst. Die meißten sind hilfsbereit, weil sie ja alles hinter sich haben. Die Kollegen (aus dem aktuellen Gang) helfen dir nicht immer, weil sie ja besser sein wollen.

Bei mir war es am Ende so, dass ich in Steuerrecht oder Statistik eine 1,3 hatte - ohne in die Vorlesung zu gehen. Bei Steuerrecht bereue ich das ein wenig, da ich nur alte Klausuren auswendig gerlernt habe und nicht viel vom Steuerrecht mitbekommen habe.

Für Mathe hilft nur üben üben üben und zwar mit Aufgaben und strikt nach den Formelblätter der Profs. Hatte in Wirtschaftstmathe eine Formel, die 7 ersetzt hat, aber die Profs nicht aktzeptiert hatten. Die Moral der Geschichte: Ich hatte alle Aufgaben richtig und eine 3,7 in Mathe *lol*.

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Willkommen im Studium.

Tja es gibt eben nicht nur geschenkte Prüfungen im Studium, sondern auch mal schwierige mit einer höheren Durchfallquote. So unglaublich schwer scheint die Prüfung nicht gewesen zu sein, wenn von den Maschinenbauern fast alle bestanden haben. Da merkt man halt den Unterschied zu den BWLern... 

Wenn du 7 Wochen lang (und dann auch noch 10 Stunden täglich) gelernt hast, dann hast etwas völlig falsch gemacht. Ich habe in meinem Studium maximal für eine Klausur 5 Wochen (3 Stunden pro Tag) gelernt und ich studiere die richtige Mathematik, wo jedes Modul nochmal schwieriger ist als deine Klausur, die du da hattest.

Habt ihr Lerngruppen zur Vorbereitung auf die Klausur gebildet oder hast du völlig allein gelernt? Hattest du das Gefühl, dass du den Stoff konntest und dass es Pech war, dass du so schlecht warst oder kapierst du den Inhalt wirklich immer noch nicht? Hast du dir Altklausuren besorgt? Konntest du diese lösen? Hast du alle Übungsaufgaben lösen können?

Wenn die Probleme so eklatant sind, solltest du dir einen Mathematikstudenten beiseite holen, der dir Nachhilfe gibt. Das lässt sich häufig über die Fachschaft der mathematischen Fakultät einer Uni organisieren.

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User48572 23.01.2017, 19:09

ich habe die altklausuren der letzten 10 jahre gerechnet und ich bin der beste in mathematik im studiengang, keiner ist jemals bei einer übung an mich rangekommen. das ging den meisten so. wir haben ja auch 11 klausuren an der fh, das is nicht so leicht wie bei einer uni. 

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Drainage 23.01.2017, 19:15
@User48572

"Nicht so leicht wie bei einer Uni?"

Alber hier mal nicht rum mit deinem Pseudoerklärungen, warum du versagt hast...

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