BWL - Ist Gewinn in einem Unternehmen wirklich unrentabel?

4 Antworten

Bei den Gewinnen muss man zwischen verschiedenen Rechtsformen unterscheiden.

Bei z.B. Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird der Gewinn von dem "Besitzer" bei der Einkommensteuer versteuert. Das Unternehmen zahlt jedoch Gewerbesteuer an die Gemeinde (ca. 15%). Je nach dem wie hoch der Steuersatz beim Besitzer ist, kann eine Gewinnbesteuerung sinnvoll sein, da der Besitzer die Gewerbesteuer des Unternehmens zum größten Teil wieder erstattet bekommt.

Ein wichtiger Punkt ist der, dass dieses Geld praktisch sein Gehalt aus dem Unternehmen ist.

 

Bei Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, AG) versteuert die Gesellschaft den Gewinn mit ca. 17% Körperschaftsteuer und 15% Gewerbesteuer.

Diese Steuern sind definitiv und bleiben beim Staat. Die Gewerbesteuer wird nicht erstattet.

Wenn die Gesellschaft nun den Gewinn an die Gesellschafter verteilt (kann, kein muss) zahlt der Gesellschafter darauf Einkommensteuer, ohne Anrechnung von Gewerbesteuer.

 

Ob eine Firma das Geld reinvestiert (in solche Sachen, die sich auch auf den Gewinn unmittelbar auswirken) hängt vom Geldbedarf der Unternehmer, Gesellschafter ab. Und nebenbei von weiteren tausenden Unternehmensentscheidungen.

 

Liebe Grüße

Ana

 

Jedoch müssen auch nur auf den Gewinn Steuern gezahlt werden?
Weil falls ja, finde ich die Idee den Wert des Unternehmens zu steigern statt den reinen Gewinnen für Liquidemittel als viel besser.
Benötigt man Geld, kann man es sich leihen und zahlt weniger Zinsen als Steuern falls man dies mit eigen Kapital stemmen würde. Natürlich nur, falls man diesen Kredit in einem Jahr auch begleichen kann.

Der Staat verdient schon genug an den Mitarbeitergehältern.

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@ReginaSuperSofi

Investitionen müssen auch bezahlt werden. Deshalb ist es nur korrekt in Dinge zu investieren, die für das Unternehmen sinnvoll sind. Viele Größere Investitionen wirken sich nicht sofort sondern oft nur durch Abschreibungen (verteilt auf mehrere Jahre) aus.

Auch geliehenes Geld muss zurückgezahlt werden. Dann muss man es doch aus der Firma transferieren bzw. verdienen.

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Die Löhne einfach in die Höhe zu treiben ist auch nicht so einfach möglich.

Das kann unter Umständen schon verdeckte Gewinnausschüttung sein. Das wiederrum ist strafbar.

Natürlich versuchen Unternehmen zu investieren und zu reinvestieren, aber sieh es doch mal so.

Wenn du steuern bezahlen musst, dann kannst du dich glücklich schätzen, denn deinem Unternehmen geht es gut!

Rein wirtschaftlich gesehen, sind Steuern Verschwendung von Kapital. Steuern sind Ausgaben welche dem Unternehmen keinen Wertzuwachs bringen.

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@ReginaSuperSofi

Ohne Steuern kann der Staat nicht existieren. Das Geld welches der Staat wieder ausgibt, fließt direkt zu den Bürgern, welche wieder reinvestieren. Sei es Beamtengehälter, Baufirmen, etc..

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Verdeckte Gewinnausschüttungen sind ja generell nicht verboten. Sie transferieren des Geld zum Anteilseigner, der den Betrag versteuern muss.

In Einzelfällen werden Gehälter nicht bemängelt, die unter 250.000 liegen. Selbstverständlich muss dem Unternehmen dann noch ein Gewinn verbleiben. Also wenn trotz eines hohen Gehaltes der GmbH eine angemessene Verzinsung bleibt ist alles prima.

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@AnaHauser

Paar wenige ändern am Staatshaushalt auch nichts und an den Gehältern verdient der Staat ja eh schon reichlich (+ der MwSt später etc).

Rein wirtschaftlich gesehen, verschwendet der Staat Unmengen an Geld in Geld in "Soziale" oder "Lebensqualitäts-Verbessernde Maßnahmen", nur mit einem drastisch kleinerem Haushalt würde man anfangen nur in wirklich wichtiges zu investieren .. aber ab von diesem Thema, hier wird es politisch und nicht wirtschaftlich :)

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Ich würde lieber bei Variante 1 den Höchstsatz von 42 % der Einkommensteuer von 10 Millionen Gewinn bezahlen das wären ca. 4 Millionen Steuer, wenn mir  noch 6 Millionen übrig blieben, anstatt bei der Variante 2  25 % Einkommensteuer von 60.000.- Gewinn zu bezahlen und es blieben mir nach Besteuerung davon nur noch 45.000.- Euro übrig. 

Wäre die die 2. Varianten lieber? 

Ich verstehe nicht was du fragst.

Ich bin kein BWL'er, ich habe nur ein Modul wo ich BWL habe, also einfach nur schlichte Grundlagen.
Aber wenn ich lese 4Mio Steuer statt 15k Steuer nur wenn man irgendeine "Variante" tauscht die ich nicht kenne, klingt extrem unglaubwürdig.

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@ReginaSuperSofi

Naja du kannst doch erkennen, dass wenn man nach Steuern 6 Mio Euro  oder nur 45.000 Euro übrig hat, dass man doch lieber die 6 Mio nehmen wird, bestimmt auch du oder?

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