BWL - FH oder UNI? Welche Schwerpunkte?

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Wow, das sind ja eine ganze menge Fragen. Also zunächst mal dazu, ob Uni oder FH. Ich habe meinen BWL-Bachelor an einer FH gemacht und war sehr zufrieden. An der FH hat man eine feste Struktur und wesentlich mehr Praxisnähe. An der UNI ist man eher "frei" was Kursauswahl etc. angeht. Das kann ein Vorteil sein, aber auch leicht zum "typischen Studentenleben" führen, weil es doch sehr verführerisch ist, einfach mal ein, zwei Kurse weniger zu belegen im Semester. An der FH schafft man es in der Regel, wenn man nicht ganz doof ist und eine vernünftige Arbeitseinstellung hat, den Bachelor auch in der Regelzeit von 6 Semestern zu machen (und ich war sicher kein arbeitseifriger Musterstudent;)). Generell kann ich (egal ob Uni oder FH) private Hochschulen nur empfehlen. Sie bieten doch eine Menge Vorteile. Allerdings stellt sich dort natürlich die Frage nach der Finanzierung. Da muss dann jeder für sich entscheiden, ob sich da ein Kredit lohnt, wenn es vom Elternhaus her nicht finanziert werden kann. Ansonsten kenne ich mich in Hessen nicht so gut aus in der Hochschullandschaft. In Sachen Berufseinstieg ist es in der Tat so, dass Uni-Absolventen leicht bevorzugt werden. Ebenso ist bei diesen das Einstiegsgehalt etwas höher. Ich würde aber in der Regel ohnehin empfehlen, am Ende den Master zu machen. Und dann ist es auch relativ egal ob Du mit FH-Master bei 40.000 im Jahr liegst oder mit Uni-Master bei 42.500. Im Endeffekt entscheidet dann ohnehin deine Qualität im Job, wie sich dein Gehalt entwickelt. Die Frage ob Uni oder FH kann man auch auf den Nenner bringen: Praxisnähe oder Theorie. Da entscheiden auch die persönlichen Vorlieben. Ich habe meinen Bachelor an der FH gemacht und werde meinen Master an einer Uni machen. Von daher habe ich dann von beidem etwas. Wie gut man jetzt mit einem FH-Bachelor in einen Master-Studiengang an der Uni kommt, kann ich leider pauschal nicht sagen, da die Aufnahmekriterien bei privaten Hochschulen ja oft ganz anders sind und meine Uni privat ist. Da muss man halt einen Aufnahmetest bestehen, egal wo man seinen Bachelor gemacht hat. Bleibt die Frage nach den Schwerpunkten. Wenn Du an einer FH anfängst musst du ja häufig erst nach den ersten 3 Semestern Schwerpunkte wählen und hast in den ersten 3 Semestern Grundkurse durch alle relevanten Fachbereiche der BWL. Da kann man dann leicht seine Vorlieben herausfinden wenn man nicht schon von vornherein weiß, was man später machen möchte. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich meine Schwerpunkte so gewählt habe, dass man mich als "Generalist" bezeichnen kann. Meine Schwerpunkte waren Personal, Logistik, Unternehmensführung und CRM. Also alles Queerbeet im Prinzip. Und als ich dann nach dem Bachelor gearbeitet habe, hatte ich eine klassische Controlling-Stelle. Also kommt es sowieso immer anders als man denkt ;) Daher mach am besten das, wo Du am meisten Lust zu hast und nicht das, wo vermeintlich am meisten Geld mit zu verdienen ist. Wenn Du einen guten Abschluss hast, kommt das eh von ganz alleine mit der Kohle. Also kombinieren kannst Du fast alles, wie Du an meinen Schwerpunkten siehst. Was ist gefragt? Gefragt sind im Moment sicher Controller und erstaunlicherweise auch häufig Personaler, wenn man sich mal so durch die Stellenanzeigen klickt. Aber solltest Du nach deinem Bachelor auch deinen Master machen, sind es eh noch 5 Jahre, bis Du auf dem Arbeitsmarkt kommst. Da kann viel passieren. Also mach das, was Dir Spass macht. Solltest Du Spaß an Zahlen haben, kann das sicher nicht schaden. Da daran ja nicht so viele Menschen Spass haben, ergeben sich als Finanz- oder Controlling-Experte immer gute Perspektiven. Die besten Perspektilven hättest Du ohnehin mit einem Wirtschaftsingeneursstudium. Daher bleib ich zum zigsten mal dabei: Mach, wo Du Spass dran hast;). Dann ergibt sich die simple Rechnung: Spass am Fach = gute Noten = gleich gute Chancen am Arbeitsmarkt. Denn eines ist klar: Schließt Du mit 1,5 ab, bekommst Du immer gute Jobs, egal in welchem Bereich. Schließt Du mit 3,5 ab, musst Du schon schauen, dass Du in einen Bereich gehst, wo wirklich dringend gesucht wird, wenn Du fertig bist.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen! Gruß Alex

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :) Das mit dem Spaß geb ich dir vollkommen Recht. Das Problem war erst das ich nicht wusste was ich studieren sollte. Dann hab ich mich auf BWL festgelegt und wollte ein paar infos haben. Viel Dank dafür.

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das ist ja ein ganzer fragehaufen: Im beruf ist FH und die Uni sehr angesehen, doch bis jetzt ist die uni noch immer höher eingestuft. Mit beiden abschlüssen hat man gute chancen, aber man sollte sich den ausbildungszweig nicht nur nach berufschancen aussuchen, sondern mehr nach interesse. Und es stimmt, auf der Uni ist das wissen breitgefächert, während die FH gezielt in einem Fachbereich ausbildet.

LG Endi

mach FH, ist einfacher!

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