Bwl - Abgrenzungsrechnung?

1 Antwort

Die Abgrenzungsrechnung wird an dem Punkt relevant, wo man von der gesetzlich vorgeschriebenen, steuerlich relevanten Buchführung zur unternehmensinternen Kosten- und Leistungsrechnung übergeht.

Für die Buchführung gibt es klare, gesetzliche Vorgaben. Aus dieser wird am Ende auch der Jahresabschluss mit der Bilanz erstellt, was wiederum die Grundlage für die Besteuerung des Unternehmens ist. Hier kann das Unternehmen also nicht sonderlich viel selbst entscheiden, welche Zahlen es wie und wo gerne beachten möchte und welche es lieber ausklammert.

Anders ist es in der KLR. Die dient nur dem Unternehmen intern, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen (Kaufen wir weitere Maschinen? Stellen wir mehr Personal ein?) und zu analysieren, wie es so läuft.

Entsprechend gehen in die KLR auch nicht sämtliche Zahlen und Daten, die in der Buchführung zwingend auftauchen müssen, ein. Ebenfalls gibt es Zahlen, die mangels "Geldbewegungen" und somit auch ohne Belege in der Buchführung gar nicht auftauchen (z.B. die Frage danach, ob sich das Eigenkapital der Unternehmensinhaber genau so gut verzinst wie auf der Bank). Und genau dieses "Rausfiltern" bzw. "Einfügen" ist dann die Abgrenzungsrechnung.

Beispiel: wenn ein Unternehmen in einem Monat richtig viel Geld auf's Konto bekommen hat, weil ein ungenutztes Grundstück erfolgreich verkauft wurde, würde das ja zu ganz schönen Fehlentscheidungen führen, wenn man davon ausgeht, dass diese Summe jetzt jeden Monat rein kommt. Also wirft man sowas in der Abgrenzungsrechnung raus.

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