Bußgeldverstöße bei Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Anhänger?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Die Strafe richtet sich grundsätzlich nach dem Zugfahrzeug. Pkw mit Anhänger wird nach dem Bußgeldkatalog wie Pkws geahndet, Lkw mit Anhänger wie Lkws. Die Ahndung richtet sich dann nur nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit mit Anhänger.

An der Ahndung ändert sich also gar nichts. Es wird nur ein anderer Anfangswert gesetzt.

1.) Pkw ohne Anhänger dürfen außerhalb geschlossener Ortschaft 100 km/h fahren.

Bei 120 km/h gemesser Gschwindigkeit liegt eine Überschreitung ohne Toleranz von 20 km/h vor. Ahndung nach Pkw- Liste.

2.) Pkw mit Anhänger dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften 80 km/h fahren.

Bei 120 km/h gemesser Gschwindigkeit liegt eine Überschreitung ohne Toleranz von 40 km/h vor. Ahndung nach Pkw- Liste.

Ähnlich auf Autobahnen:

Dort darf ein Pkw mit Anhänger grundsätzlich 80 km/h fahren. Ahndung also ab 80 km/h.

Hat er jedoch eine 100 km/h Zulassung, so darf er 100 km/h mit Anhänger fahren und die Ahndung zählt erst ab einer Überschreitung der 100 km/h- Grenze.

Auch an der Punktezuteilung ändert sich beim Mitführen von Anhängern nichts. Es hängt von der Geldbuße ab.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PatrickPielen
05.04.2016, 08:23

Hallo, leider ist das nicht so. Beispielsweise kann man als PKW-Fahrer ab 41km/h ein Fahrverbot bekommen, als LKW-Fahrer und auch als Fahrer eines PKW mit Anhänger schon ab 31. 

0

Die genauen Strafen kann ich dir nicht sagen, allerdings hängen die Strafen i.d.R. nicht mit der Tatsache zusammen ob der Beschuldigte in der Probezeit ist oder nicht. 

Du bekommst normal deine Strafe wie jeder andere auch. Wenn du dann noch in der Probezeit bist, hat die Strafe die du bekommen hast, wiederum weitere Folgen für dich. 

Für die Probezeit werden nur Vorfälle "interessant" die ins Fahreignungsregister eingetragen werden oder zu deutsch: alles was ein Punkt gibt. 

Geblitzt werden mit unter 21km/h drüber gibt keinen Punkt und ist somit für Fahranfänger Glück im Unglück beispielsweiße. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PatrickPielen
05.04.2016, 08:32

Ja, du hast teilweise Recht. Die Geldstrafen sind die Gleichen. Aber die Strafen darüber hinaus unterscheiden sich. Normale PKW-Fahrer müssen ab 40km/h mit einem Fahrverbot rechnen, bei einer Überschreitung zwischen 25 und 40km/h sogar schon ab 26. 

In der Probezeit ist das leider etwas anderes geregelt, man unterscheidet zwischen "A- und B-Delikten". Zum Aufbauseminar (kein Idiotentest, sondern ein Kurs speziell für Verkehrssünder der Probezeit) muss man bei einem A- oder 2 B-Delikten und die Probezeit verlängert sich um 2 Jahre.

Aufs Zuschnellfahren bezogen bedeutet das: Bis 20km/h ist ein B-Delikt, ab 20km/h ein A-Delikt. Wenn man also 2x unter 20km/h zu schnell fährt muss Man ebenfalls zum Aufbauseminar, allerdings ist dann eben der Führerschein noch nicht direkt weg. Das passiert meines Wissens erst wenn man das zweite man zum Aufbauseminar müsste.

0

Was möchtest Du wissen?