Bußgeld wegen abgelaufener Trägerkarte

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3 Antworten

Du verrätst nicht um welche Stadt/ welches Tarifgebiet es sich handelt und somit kann auch niemand das Problem beurteilen

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Die Frage ist, was auf der Trägerkarte und/oder in den AGB des Verkehrsbetriebes steht. Wenn die Monatskarte nur in Verbindung mit der Trägerkarte gültig ist, dann warst Du ohne gültigen Fahrausweis unterwegs - die Monatskarte galt ja nicht. Und dann sind auch die 40,-€ in Ordnung (die im Übrigen kein Bußgeld sind, sondern so etwas wie eine Verwaltungspauschale). Ist allerdings festgelegt, daß die Monatsfahrkarte auch in Verbindung mit einem Schülerausweis gültig ist und konntest Du den Ausweis dem Kontrolleur auch vorlegen, dann hättest Du die 40,-€ zu Unrecht gezahlt.

Man kann im Zweifelsfalle auch versuchen, die 40,-.€ im Kulanzwege zurück zu bekommen, wenn man nachweisen kann, daß man die Trägerkarte eigentlich problemlos bekommen hätte, es halt nur versäumt hat. Ein finanzieller Schaden scheint dann ja zumindest nicht entstanden zu sein.

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LastOfMyKind 27.03.2013, 19:33

Hmm also das muss ich mir gleich nochmal durchlesen.

Meinst du damit, dass man sie zum Beispiel zu Hause vergessen hat oder wie?

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JotEs 27.03.2013, 20:17
@LastOfMyKind

die im Übrigen kein Bußgeld sind, sondern so etwas wie eine Verwaltungspauschale.

Tatsächlich handelt es sich um einen gesetzlich festgelegten "Erhöhten Fahrpreis".

Dazu aus der Eisenbahn-Verkehrsordnung:

§ 12 Erhöhter Fahrpreis
(1) Der Reisende ist zur Zahlung eines erhöhten Fahrpreises verpflichtet, wenn er
a) bei Antritt der Reise nicht mit einem gültigen Fahrausweis versehen ist,
b) sich einen gültigen Fahrausweis beschafft hat, ihn jedoch bei einer Prüfung der Fahrausweise nicht vorzeigen kann,
c) einer Verpflichtung nach § 9 Abs. 3 Buchstabe a, b oder d nicht nachkommt.
(2) Der erhöhte Fahrpreis nach Absatz 1 beträgt das Doppelte des gewöhnlichen Fahrpreises für die vom Reisenden zurückgelegte Strecke, mindestens 40 Euro. Der erhöhte Fahrpreis kann für die ganze vom Zug zurückgelegte Strecke berechnet werden, wenn der Reisende nicht glaubhaft macht, daß er eine kürzere Strecke durchfahren hat.
(3) Der erhöhte Fahrpreis ermäßigt sich im Falle des Absatzes 1 Buchstabe b auf 7 Euro, wenn der Reisende innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag bei einem Bahnhof der befördernden Eisenbahn nachweist, daß er im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber eines gültigen Fahrausweises war.
(4) Wer sich der Verpflichtung nach § 9 Abs. 3 Buchstabe c entzieht, hat 7 Euro zu zahlen.
(5) Der Tarif kann Fälle vorsehen, in denen von der Zahlung des nach den Absätzen 2 bis 4 zu entrichtenden Betrages ganz oder teilweise abgesehen werden kann.

Sinngemäß vergleichbar ist die entsprechende Bestimmung in § 9 der
Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen
dort wird der erhöhte Fahrpreis allerdings als "erhöhtes Beförderungsentgelt" bezeichnet.

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skyfly71 27.03.2013, 20:52
@LastOfMyKind

Nein. Das es keine gab. Weil das Ablaufdatum übersehen wurde. Sowas soll ja vorkommen...

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LastOfMyKind 28.03.2013, 13:49
@JotEs

Hey, danke für die ausführliche Antwort, weiß ich echt zu schätzen! Wir waren heute mal bei einem Bvg-zenter und haben das geklärt und die haben es tatsächlich auf 7€ reduziert.

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Ich würde es zahlen und es vielleicht beim nächsten Mal klären!

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