Muss man Bußgeld bei der DB wegen Schwarzfahren bezahlen, wenn man bei dem Automaten nur mit Karte zahlen kann, aber keine Karte hat?

11 Antworten

Dein Freund soll Widerspruch gegen das Bußgeld einlegen und genau beschreiben, wo er eingestiegen ist. Normalerweise kann man das Ticket, wenn man es nicht am Bahnhof bekommt, beim Schaffner kaufen. Allerdings muss erkennbar sein, dass man nicht schwarzfahren wollte. Das heißt, nicht hinsetzen, sondern auf die Suche nach dem Schaffner gehen, ihn ansprechen und das Ticket lösen. Erst danach soll man sich einen Stizplatz suchen, dann kommt man gar nicht erst unter Verdacht.

Dein Freund soll Widerspruch gegen das Bußgeld einlegen

Es handelt sich weder um ein Bußgeldverfahren, noch kann hier Widerspruch eingelegt werden (im Bußgeldverfahren wäre es ein Einspruch, hier ist es aber schlicht ein einfacher zivilrechtlicher Anspruch, der da behauptet wird).

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Nein, man ist nicht verpflichtet, einne Karte zu haben, aber man ist verpflichtet, ein Ticket zu haben. Man muß sich eben rechtzeitig darum kümmern. Alles weitere ist Kulanzsache. Aber das Recht ist auf der Seite der DB.

Muss man Bußgeld bei der DB wegen Schwarzfahren bezahlen

Nein. Die DB kann kein Bußgeld verlangen und tut das auch nicht.

Aber wenn man keinen gültigen Fahrausweis hat wird das erhöhte Beförderungsentgeld fällig. (Doppelter Fahrpreis mindestens 60€) Das setzt sich aus der Ticketnachlösung und der Bearbeitungsgebühr zusammen.

Ist es der DB erlaubt, einen erhöhten Fahrpreis von 60€ für ein nicht vorhandenes Fahrradticket zu erheben?

Hallo,

ich habe kürzlich ein kleines Problem im Zug gehabt. Ich bin in den letzten Monaten häufiger mit der S-Bahn gefahren, aber vor etwa einem Monat hatte ich nach langer Zeit ein Fahrrad mit in den Zug genommen. Erst eine Minute, nachdem ich im Zug saß und der Schaffner vor mir stand, fiel mir auf, dass ich evtl noch ein extra Ticket für mein Rad brauche. Ich hatte es etwas eilig gehabt und deshalb nicht daran gedacht, dass mein Studententicket (welches ich überall als universellen Fahrschein dabei habe) NICHT für mein Fahrrad gilt. Trotzdem hat mir der Schaffner eine Fahrpreisnacherhebung von 60€ in die Hand gedrückt. Eigentlich hätte ich das Radticket sogar noch bezahlt, aber hatte in dem Moment kein Bargeld dabei. Und mit meiner MasterCard konnte das Gerät des Schaffners leider nichts anfangen. Letztendlich war ich zwar mit gültigem Fahrschein unterwegs, aber nur weil ich mein Rad für die 2 Haltestellen nicht mit einem Fahrausweis versehen hatte, darf ich jetzt den gleichen erhöhten Preis zahlen, wie jemand, der komplett ohne Ticket fährt?

Weil mir das ziemlich unlogisch erscheint, stell ich jetzt die Frage, ob die DB das überhaupt darf oder der Schaffner mich in diesem Fall einfach übers Ohr gehauen hat. Immerhin macht es oft den Anschein, dass viele DB-Mitarbeiter nicht so wirklich Plan von ihrem Job haben und damit komplett überfordert sind. Es könnte also auch einfach sein, dass der Schaffner am Ende gar nicht genau wusste, ob er mir überhaupt die 60€ so aufbürden kann und mir aus Gewohnheit schlicht einen Strafzettel mit zu hohem Bußgeld ausgedruckt hat. Falls ich am Ende die vollen 60€ an die DB zahlen muss, nur weil mein Fahrrad für zwei Haltestellen schwarz gefahren ist, wird es definitiv das letzte Mal gewesen sein, dass ich einen Fuß in einen ihrer Züge gesetzt habe.

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Deutsche Bahn will 60 €, obwohl erklärung?

Hallo. :)

Ich bin einmal an einem Abend mit der Bahn gefahren. Jeden Abend ist immer ein Schaffner da, der kontrolliert. Ich bin zum Automaten gegangen (Es gibt nur einen) und wollte mir für eine Station für 1,80 Euro ein Ticket ziehen. Der Touch des Automaten ging nicht, beziehungsweise ging extrem schwer und egal wo du rauf getippt hast, passierte nichts oder er reagierte 10 cm weiter weg vom Finger und tippte somit etwas an was du gar nicht wolltest. Dann ging es einigermaßen, und wollte mein Geld einwerfen. Das Kleingeld sowie auch den Schein den ich mit hatte (5 Euro) hatte der Automat wieder rausgegeben. Dann kam der Zug und ich hab die Hoffnung aufgegeben und rannte zum Zug, da ich dachte dass er direkt losfährt. Ich sah den Schaffner schon vom draußen und bin sofort zu ihm gelaufen und habe ihn direkt damit konfrontiert und ihn gefragt ob ich von ihm ein Ticket bekommen könnte, da ich es leider nicht geschafft habe ein Ticket zu bekommen. Ihn hat das so gar nicht interessiert und wollte direkt von mir 60 Euro haben. Da ich aber komplett gar nichts verstanden habe warum er so reagiert und ich kein Geld habe, habe ich ihm erklärt, dass ich so viel Geld überhaubt nicht bei mir habe. Der Zug fuhr erst 3 Minuten später los und er hat mich auch nicht in der Zeit darum gebeten den Zug zu verlassen. Dann wollte er meine Personalien haben. Die habe ich ihm aber nicht geben wollen und habe gesagt dass ich sie nicht bei habe. Dann hat er sich seinen Zettel geschnappt und wollte sich alles aufschreiben, name Adresse und Geburtstag. Das alles habe ich ihm beantwortet und war echt sauer was er ab gezogen hat.

Sonst gibt jeder Schaffner ein Ticket wenn man einen Grund hat. Und im Endeffekt bin ich nicht mal Schwarzgefahren oder gegebenenfalls erwischt worden. Ich bin direkt zu ihm gegangen und habe ihm mein Anliegen erklärt. Er wollte direkt Geld haben und hat nicht mal Im Entferntesten versucht, mich raus zu schicken.

Dann kam ein Brief, mit der Summe und der Kontoverbindung. Und natürlich die Begründung dass ich Schwarzgefahren bin.

Dann habe ich bei der DB angerufen und ihnen alles erklärt. Sie haben das verfahren eingestellt und meinten dass sie sich um den Defekten Automaten an dem Bahnhof Kümmern würden und ich weitere informationen bekommen würde wie es weiter geht.

Ich bekam aber gestern einen Brief, wo steht dass der Automat gar nicht defekt war an diesem Tag und sie gerne die 60 Euro in 14 Tagen an die Kontoverbindung bekommen wollen.

Meine Frage: Was soll ich da machen? Ich hoffe mir kann einer hier helfen. :)

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