Buße tun durch Gott?

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Es ist sozusagen beides ich denke als erstes müssen wir bereuen und Buße tun wollen und wenn wir das tun denke ich hilft uns gott auch dabei das wir wieder umkehren.

Hallo Pummelbrei133,

ich denke, "Buße" muss von dem Menschen selbst ausgehen. Statt "Buße" könnte man in diesem Zusammenhang den verständlicheren Begriff "Reue" gebrauchen. Dabei geht es nicht um eine bestimmte Technik, denn echte Reue ist eine Herzensangelegenheit. Wer tiefe Reue empfindet, verharmlost seine Sünde nicht, sondern er fühlt einen tiefen Schmerz in seinem Herzen.

Ein biblisches Beispiel einer Person, die echte Reue empfand, ist der König David. Nachdem er Ehebruch mit der schönen Bathseba begangen hatte und ihm die Tragweite seiner Schuld bewusst wurde, schlug sein Gewissen und er verspürte eine große innere Last.

Er selbst schrieb in einem Psalm darüber: " Als ich stillschwieg, verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn Tag und Nacht war deine Hand schwer auf mir. Mein Lebenssaft ist verwandelt worden wie in der trockenen Sommerhitze" (Psalm 32:3,4). David beließ es jedoch nicht dabei, sondern er tat auch etwas. Er schreibt weiter: "Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt" (Psalm 32:5).

Dieses Beispiel zeigt, was sich im Fall echter Reue im Inneren einer Person abspielt. Es zeigt aber auch, dass damit in Verbindung ein Bekenntnis vor Gott abgelegt werden muss. Wer sich bewusst ist, dass er gegen Gott gesündigt hat, sollte den inneren Drang verspüren, Gott um Vergebung zu bitten. Um zu zeigen, wie ernst es ihm damit ist, ist noch ein weiterer Schritt nötig. Dazu schreibt die Bibel: "Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden" (Apostelgeschichte 3:19).

Echter Reue folgt also die Umkehr, d.h. man wird alles tun, um künftig den gleichen Fehler nicht noch einmal zu begehen. Umkehr heißt auch, dass man sich innerlich von der Sünde, die man begangen hat, abkehrt und den festen Entschluss fasst, die Sünde fortan zu meiden.

Es findet somit ein innerer Umwandlungsprozess statt, der dazu führt, dass man aus Überzeugung der biblischen Aufforderung nachkommt: "Hasst das Böse, und liebt das Gute" (Amos 4:15). Es geht also darum eine Abneigung gegen die begangene Sünde zu entwickeln. Das ist sicher nicht leicht aber auch nicht unmöglich.

Man sollte auch immer daran denken, dass man Gott nichts vormachen kann. Er durchschaut, wenn jemand Reue nur vorheuchelt oder meint, durch besondere Werke könne er alles wieder gutmachen. In der Bibel heißt es daher: "Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist" (1. Samuel 16:7).

LG Philipp

Ich frage mich wie du die Praxis deiner Kirche damit in Einklang bringen willst?

wie du richtig schreibst ist Reue eine Sache zwischen dem Sünder und Gott

Komischerweise sehen das die ältesten der Zeugen Jehovas nicht so. Meine Schwester wurde ausgeschlossen für etwas was sie nicht gemacht hat und daher auch nicht zugegeben hat. Nach einer Weile wollte sie wieder aufgenommen werden und anstatt das man anerkannt hätte, sie hat vor Gott ihre ünden bereut müsste sie 6 Monate hinten im Saal sitzen, niemand hat sie beachtet oder mit ihr geredet. Bis die ältesten der Ansicht waren sie hätte genug Reue gezeigt.

ich frage mich allerdings wo steht es in der Bibel das andere Menschen entscheiden ob jemand bereut hat? Und wo das so eine Entscheidung 6 Monate ächtung bedeutet...?

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Definition:

Bu·ße

Wörterbuchergebnis für Buße

/Búße/

Substantiv, feminin [die]

  1. [ohne Plural] das Bemühen um die Wiederherstellung eines durch menschliches Vergehen gestörten Verhältnisses zwischen Gott und Mensch

Da Du offenbar eine Störung Deines Verhältnisses zu Gott verursacht hast, ist es an Dir, Buße zu tun.

Die Bibel empfiehlt:

a) Bekennen der Sünden und Bereuen dieser sowie

b) Umkehr, d.h. nachhaltige Verhaltensänderung, um nicht wieder zu sündigen.

Diese Vorgehensweise führt zur Wiederherstellung des Verhältnisses mit Gott. DIE Katholische KIRCHE entwickelte dafür das Konzept BUßE, der Begriff und das System finden sich so nicht in der Bibel.

Ohne Glauben an Gott ist dies jedoch vermutlich sinnlos.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Für mich ist Gott die Natur. Ich muss keine Busse tun, sondern nur sorgfältig und dankbar mit ihr umgehen, das bringt mehr als mich zu kasteien.

Was nach dem Tod ist weiss niemand und es ist auch unwichtig, wichtiger ist wie wir im Hier und Heute leben, denn die Erde ist das Vermächtnis an unsere Kinder.

Die haben nichts davon wenn ich mich daneben benehme aber dafür 4 Rosenkränze bete, denn sie haben mehr davon wenn mir klar ist ich habe einen Quatsch gemacht und versuche meinen Fehler auszubügeln.

Ich denke das gefällt auch Gott besser, denn immerhin lebe ich in und aus seinem Garten wofür ich wie gesagt dankbar bin und mich der Natur anpasse auch Obdachlose aufnehme.

Eigentlich wäre ich ein sehr guter Christ aber die Kirche erachte ich als eine verlogene, Macht gierige Institution die rein gar nichts mit Nächstenliebe zu tun hat.

Darum bin ich Religionslos , denn alle fanatischen Religionen führten zu Krieg, Tod, Frevel, Vergewaltigungen und Plünderungen und dies im Namen eines Gottes, eines blossen Glaubens. Was für ein Irrsinn, dabei wären die Schriften gütig und weise, aber der Mensch lebt sie nicht.

Und so habe ich mich dem Leben verschrieben und falls ich nicht in den Himmel kommen sollte, woran ich eh nicht glaube, dann möchte ich da auch gar nicht hin, so unter all den Heuchlern wäre es mir nämlich kaum wohl.

Für "Buße" bedarf es keiner Figur (z.B. Gott), die eh alles verzeiht weil sie nicht existent ist. Das ist heuchlerisch und falsch.

Man kann bereuen, indem man wirklich bereut, z.B. nach einem Fehler etwas gut macht, tröstet, ersetzt, repariert, hilft usw... !!

Alles andere ist Heuchelkram !!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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