Bus Unfall Rechte Zeugen?

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6 Antworten

Ein Augenzeuge hat weder die Pflicht, auf die Polizei zu warten noch irgendwem seine Personalien anzugeben (außer der Polizei, die dürfen die Angabe von solchen Daten verlangen).

Der Busfahrer kann also niemanden zwingen, am Unfallort zu verbleiben. Anderes gilt nur für Unfallbeteiligte selbst. Diese könnten sich, wenn sie nicht bleiben, nach § 142 StGB wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort (im Volksmund die berühmte Fahrerflucht) strafbar machen. Bloße Augenzeugen machen sich dagegen nicht strafbar.

Ein Zeuge hat darüber hinaus, auch dann, wenn er seine Personalien angibt, keine Pflicht gegenüber der Polizei eine Aussage zu machen. Eine solche Pflicht besteht allerdings, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte. Wer vom Gericht als Zeuge geladen wird, hat zu erscheinen und muss auch eine (wahrheitsgemäße) Aussage machen.

Auf der anderen Seite sollte aber berücksichtigt werden, dass Verkehrsunfälle (wie auch andere Unfälle oder sogar Straftaten) oft ohne Zeugen kaum aufgeklärt werden können. Im schlimmsten Fall bleibt auch der für den Unfall Unverantwortliche auf hohen Kosten sitzen. Daher ist es wichtig (obwohl rechtlich nicht verpflichtend), dass Zeugen sich bei der Polizei melden und eine Aussage machen. Aber es kann niemand dazu gezwungen werden.

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lass dich nicht irre machen.

natürlich dürfen die Fahrgäste den Bus verlassen, wenn sie ihre Personalien dem Busfahrer nennen.

Wenn der Busfahrer dies nicht erlauben würde und die Türen nicht aufmachen würde, wäre dies eine Straftat - nennt sich Freiheitsberaubung.

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Ja,
meiner Ansicht nach muss er das sogar. Zeugen dürfen sich nicht verdunsten.

Mir war ähnliches passiert, jedoch umgekehrt.
Ich stand mit Auto an rotem Licht, große Kreuzung von Hautstraßen, Jede 3 bis vier Spuren. Ich wartete eben bis es grün werden sollte/würde.
Rechts hinter mir war seitlich eine Bushalststelle. Da stiegen Leute ein und aus.
Dann schoss der Bus voll vor, schob mich mitten auf die Kreuzung. Äquivalent etwa 620 PS, fûr ungefähr elf Tonnen. Ein elektrisches Versuchsfahrzeug.

Gott sei Dank niemand verlezt, nur Blechschaden. Ich war eben etwas verrüttelt. Das Auto gehörte nicht mir, war das meiner damaligen Freundin, einer der ersten Hybrids. Ich war nur einkaufen gefahren, Essen besorgen. Jedoch Totalschaden :-(

Sie hatten die gesamte Innenstadt gesperrt, ich wurde mit Schraubenhuber in's Krankenhaus verfrachtet, sie haben vorsichtigerweise die ganze Innenstadt gesperrt und alle diese Versuchsbusse sofort aus dem Verkehr gezogen.
Das war in Nantes (Frankreich), wann genau weiss ich nicht mehr. Solche Hirnschläge erschûttern. Vielleicht 2003 (?)

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Ja,. Er hat die Personalien hinterlassen. GGf. auf die Polizei zu warten, sonst ist es Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht).

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Sie müssen eine Aussage machen. Sonst bekommen die Fahrgäste eine Anzeige wegen Behinderung oder wie das heißt.

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Kommentar von Apolon
18.05.2017, 01:15

Diese Aussage können die Fahrgäste aber auch noch danach machen - sie müssen nicht warten bis die Polizei erscheint.

Nur die Personalien müssen sie dem Busfahrer mitteilen.

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Nein, ein Zeuge, der seine Personalien hinterlassen hat, der darf natürlich den Unfallort verlassen.

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Kommentar von derunbekann
17.05.2017, 23:22

Behinderung der Justiz. So heißt das

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