Ist Burnout Schwachsinn oder nicht?

10 Antworten

Das ist kein Unsinn. Die Komplexität der Arbeit hat zugenommen. Du musst deinen Kopf heute überall haben und für alles kompetent sein. Da ist 12 Stunden Kohleschaufeln nicht so belastend. Dazu kommt sozialer Druck, Konkurrenz und Mobbing. Früher hat man sich besser gegenseitig gestützt und aufgefangen. Es gab strenger gegliederte Klassen, in denen man gleicher unter gleichen war und die Reichen waren unerreichbar und gingen auf andere Schulen und auch die Massenmedien haben einem nicht ständig erzählt, dass man Superstar werden muss ...

Es ist einfach so, dass es heute einen Begriff dafür gibt. Den gab es vor 20 Jahren nicht, also konnte auch keiner darüber klagen, selbst wenn ihm seine Arbeit über den Kopf stieg. Außerdem scheint sich zum Glück die Akzeptanz in der Gesellschaft, was Depressionen und ähnliche psychologische Erscheinungen angeht, zu verbessern, weswegen sich mehr Leute trauen, eine solche "Schwäche" zuzugeben. Natürlich gibt es sicher viele Leute, die simulieren oder sich was einreden. Aber alle über einen Kamm zu scheren und das Problem "Burnout" komplett für Unfug zu halten, geht an der Realität vorbei.

Abgesehen davon, dass es auf jeden Einzelfall ankommt, wird auch nach meiner Ansicht heutzutage viel zu inflationär mit dem Begriff umgegangen. Jeder Hauch einer Erschöpfung ist gleich ein Burnout, so wie jede Reiberei unter Jugendlichen gern als Mobbing bezeichnet wird. Es wird halt durch die Medien alles so breitgetreten und von der Öffentlichkeit auch nur allzu bereitwillig angenommen. Es gibt aber doch insgeheim viele Menschen, die das noch etwas kritischer sehen, so wie Dich und mich :).

Wieso denken viele das es mit 18 oder 19 noch keinen Burnout geben kann?

Sicherlich ist das so das die meisten in diesen Alter noch nicht soviel leisten müssen, aber ich kenne persönlich einen der mit 19 einen Burnout hatte, weil er von 16 bis zum 20 Lebensjahr jeden Tag in seiner Ausbildung um 6 Uhr aufstehen musste und erst um 20 Uhr zuhause war. Zusätzlich musste er auch noch jeden 2 Samstag in seiner Ausbildung arbeiten, und auch noch zuhause viel helfen. Ich finde das man bei so einer Belastung schon einen Burnout kriegen kann auch in Jungen Jahren und das, dass dann keine Ausrede sein muss wie seht Ihr das?

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Frührente mit 36 Jahren wegen Burnout aber Vollzeitstudium mit 450 Eurojob?

Ich kenne jemand, die mit 36 Jahren wegen Burnout Frührente bezogen hat.

Im Sommer diesen Jahres machte sie in einer Konditorei ein Praktikum (2.30 Uhr Arbeitsbeginn), um zu sehen, ob sie nicht bei der Rentenversicherung eine Umschulung als Konditorin beantragen kann (3 Mal pro Woche). (Mir ist es schleierhaft, wie das mit einem Burnout gehen soll. Solche Arbeitszeiten sind bei so einer Vorerkrankung nicht gut), plus Nachhilfeunterricht (ca.2 Stunden wöchentlich) plus ehrenamtliche Tätigkeit (4 Stunden pro Woche) und eines 450 Euro-Jobs (16 Stunden pro Woche). Also locker eine 40 Stundenwoche.

Seit Herbst studiert sie in Vollzeit, am Wochenende hat sie den 450 Eurojob plus die ehrenamtliche Tätigkeit. Bei mir stellt sich die Frage, wie das mit einem Burnout gehen soll.

Ist das wirklich rechtens? Ich bin der Meinung, wenn wer so eine Belastung standhält, braucht keine Rente. So jemand kann arbeiten gehen. Wie seht ihr das?

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Sind Depressionen/Stress/Burnout Erscheinungen der Neuzeit?

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Wann bekommt man ein burnout?

Wann kann ich einen Burnout bekommen? Ich arbeite jeden Tag sehr viel und sehr hart. Manchmal habe ich das Gefühl ich arbeite zu viel. Bin ich Burnout gefährdet ?

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Warum gehen Frauen arbeiten, wenn der Mann arbeitet (obwohl der Haushalt mit Kindern so stressig ist)?

Ein großer Punkt der Geschlechterungleichheit ist, dass Frauen heutzutage arbeiten müssen und sich trotzdem größtenteils um den Haushalt kümmern und die Erziehung der Kinder.

Aber warum gehen Frauen dann arbeiten, wenn es für sie so anstrengend ist? Es ist ja ihre freie Entscheidung? Warum wollen sie arbeiten aber beklagen sich dann über die Ungleichheit?

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Freiberuflich arbeiten, trotz Krankmeldung wegen Depression im Callcenter?

Hallo Leute!

Folgendes Anliegen: Ich bin von meinem Hausarzt krankgeschrieben (Diagnose: Episode einer Depression, Verdacht auf Burnout) für meine hauptberufliche Tätigkeit als Call-Agent in einem Callcenter. Es ist nicht so, dass ich nicht arbeiten möchte. Ich kann es nur dort einfach nicht mehr. Nebenbei bin ich freiberufliche Mitarbeiterin für eine Zeitung aus unsrer Region, die wöchentlich und kostenlos erscheint.

Jetzt ist meine Frage, ob ich trotzdem schreiben darf für diese Zeitung, obwohl ich krankgeschrieben bin?

Mein Hausarzt bestellt mich wöchentlich in seine Praxis, um das Befinden abzuklären. Und er sagt jede Woche, dass ich mich bloß nicht daheim verkriechen soll, dass ich unter Menschen gehen soll. Auch bekomme ich Medikamente verschrieben (wo wir noch nicht das Präperat gefunden haben, dass mein Leid diesbezüglich verändert). Der Termin bei einem Psychologen so wie bei dem Neurologen liegt noch in der etwas ferneren Zukunft.

Ich danke allen schon mal herzlichst, die sich meinem Problem annehmen und mir ein wenig unter die Arme greifen.

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