Burnout, Depression, Psychose oder doch zu große Panik. Wer kann sich identifizieren bzw. mir helfen.?

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6 Antworten

Wieso hast du den mit den Drogen wieder angefangen?
Du hast anscheinend ein starkes Ich, wenn du das so lange durchziehen konntest ohne rückfällig zu werden. Aber wieso hast du dann wieder angefangen? Also entweder bist du süchtig und willst das vielleicht nicht wahrhaben und/oder das war echt eine dumme Handlung..

Paar depressive Symptome sind das schon, aber ich denke es ist keine Depression. Du hast eine radikale Veränderung durchzogen und das schafft nach meiner Meinung kein Depressiver.. Nichts desto trotz bin ich kein Arzt und kann deine Symptome richtig deuten ;)

Ich denke du bist auf die falsche Bahn gekommen, hast das zu deinem Ärger zu spät festgestellt und wolltest dann krampfhaft wieder zu deinem alten Ich kommen. Da das nicht so leicht geklappt hat und du dein neues Ich gar nicht mehr wahrhaben wolltest, bist du nun unzufrieden und verzweifelt. Letzteres kann, wenn sich an deiner Situation nichts ändert, in eine Depression führen.

Eventuell kannst du noch paar Tests im Internet bezüglich Depression machen. Es ist klar, dass sie keine ärzliche Diagnose ersetzen, aber sie geben dir einen groben Überblick über deine jetzige Verfassung. (Den finde ich recht gut: https://www.palverlag.de/depression-test.php)

Überlege dir genau, ob du süchtig bist. Lese dir Suchtmerkmale durch und entscheide, ob das auf dich zutrifft oder nicht. Eventuell musst du eine andere Person um Rat fragen, wenn deine Sichtweise zu subjektiv ist. Manchmal will man eine Sucht nicht wahrhaben.

Alles Liebe :)

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Kommentar von chrismav19
21.05.2016, 11:44

Danke für die Antwort. 100% verneinen kann ich, dass ich nochmal auch nur irgendetwas nehme und das ist jetzt nicht einfach so daher gesagt es war ausschließlich nur eine dumme Handlung, die nie wieder wiederholt wird Naja seit dem Tag ist es allgemein schwer Emotionen zu empfinden, nachdem ich mir einiges angelesen habe und mir schon fast sicher gewesen bin eine Psychose gehabt zu haben, löste das anschließend in mir riesige Panik aus mit großen Ägnsten, bis ich dann mal auf die Idee gekommen bin bzw. durch andersseitige Informationen, dass das ganze auch Folgen des ganzen Stresses und Selbsthasses waren.

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Ohne alles gelesen zu haben kann nur ein Arzt dir sagen ob du krank bist und was du hast. Ich würde erstmal zum Hausarzt gehen und mit dem alles besprechen.

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Kommentar von chrismav19
21.05.2016, 11:47

Das habe ich bereits, ist auch einem dem ich eher vertrauen würde, da ich den schon länger kenne und das einer ist mit dem man auch mal so quatschen kann. Dieser meinte so nichts von dem feststellen zu können was auf eine Psychose oder Shizoiphrenie hindeutet. Eine Überweisung zum Psychater/Psychotherapeuten habe ich vorsichtshalber mir trotzdem geben lassen. Am 22.6 habe ich einen Termin beim Psychater, mal sehen ob der mir genaueres sagen kann.

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Erst einmal danke für die ganzen Antworten. Völlig ausgeschlossen ist das ich jemals nochmal auch nur irgendwas konsumiere und das zu 100% wieder gekifft habe ich nur weil ich noch ein letztes mal mit dem besagten Umfeld etwas zu tun hatte und ich etwas leichtsinnig war, außerdem hatte ich den Tag extrem schlecht geschlafen, sodass ich mir einen schönen anschließenden Schlaf davon versprach, also und das kann ich mit absoluter Sicherheit sagen es war eine dumme handlung nochmal zu kiffen, mit Sucht hatte das nichts zu tun. Ich habe in den gesamten Monaten seit Ende Januar nie ans Kiffen gedacht, viel zu groß war der Selbsthass und die Enttäuschung bezogen auf meine Veränderung.

Alle Symptome bis auf die Zwangsgedanken sind auch erst am 20. April aufgetreten, bedeutet: Mehr als ein halbes Jahr nach dem letzten Extasykonsum und 6 Wochen nach letztem Canabiskonsum.Daher meine Theorie, dass die Drogen nicht wirklich der Grund für mein Leid ist, sondern eher der rücksichtslose Umgang mit mir nach meiner Drogenzeit. Definitiv hatte ich mit depressiven Zuständen innerhalb der 2x 6 Wochen Umwandlung zutun, es ist nur so dass ich diese nicht akzeptiert habe. Trotz all dem anfänglichen Motivationsmangel war die innere Unruhe (Druck, Bauchgefühl) so groß und der Wille, dass ich mich zu den wahrscheinlich größten Leistungen in meinem Leben, gemessen an meiner eigentlichen Verfassung gezwungen habe. Letztendlich glaube ich eher an den Folgen von Burnout, sowie Depressionen zu leiden, bzw gelitten zu haben, sodass irgendwann mein Körper und Geist mir hier mit jetzt sagen will, dass ich mich mal wieder etwas mehr wertschätzen soll. Um das kurz zu erläutern: Ich arbeitete 5-7 mal die Woche von 6-8 Uhr als Putzkraft und 3mal die Woche (Di: 10-17, Do & Fr 13-17 Uhr) Alleine nur der Dienstag ist schon sehr zermürbend, vor allem da ich schon seit Jahren Schlafprobleme und Rückenschmerzen habe, teilweise in der Zeit wegen denen in der Nacht mehrmals aufwachte und immer übermüdet war. Dann verpflichtete ich mich für meine Oma zu sorgen die sehr krank ist und alleine nichts mehr hinkriegt (Situation jetzt wunderbar, da sie strahlend im Pflegeheim ist und es ihr so gut geht wie die letzten Jahre nicht) Außerdem hatten sich die letzten Jahre einige Ängste angestaut in mir, klar durch das gekiffe und mein Charakter wurde ich auf alle Missstände in mir aufmerksam gemacht also packte ich sowohl die innerlichen Charakterzüge die ich als nicht schön empfand an und steckte auch da sehr viel Energie rein mich zu ändern. Dann wollte ich gleichzeitig auch meinen Sport nicht vernachlässigen und beste Leistungen im Fußball abliefern, sowie das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter verbessern. Ich fühlte mich für alles und jeden Mist verantwortlich und arbeitete gleichzeitig an mir wie nie zuvor. Gibt bestimmt noch mehr was mir einfallen würde was ich mir aufzwängte und womit ich mein Gehirn überflutete und das alles nach einer Phase nachdem andere wahrscheinlich erstmal gechillt hätten oder tiefer abgerutscht wären um das mir einfach mal zuzugestehen. 

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Ich kenne mich mit Drogen nicht aus aber so wie ich deinen Text lese, vermute ich, das ein großes Problem an der Sache, der Druck ist, den du dir selbst machst. Ein Mensch kann sich von heute auf morgen nicht ändern.

Versuche entspannt zu bleiben, lege dir selbst keine Pflichten auf, sondern genieße den Tag. Mache das, was dir Spaß macht. Einzige Aufgabe dabei ist es natürlich, die Finger von Drogen zu lassen. 

Die Nebenwirkungen halten vermutlich noch länger an und die musst du erst mal loswerden. Setze dir danach immer wieder kleine Ziele. Wenn du das packst, wird es allgemein besser werden... hoffe ich.

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Kommentar von chrismav19
21.05.2016, 12:02

Vielen Dank für die netten Worte, Ja das denke ich auch im grunde genommen sind extremer Stress über Monate, gekoppelt mit Selbsthass, sowie wenig Schlaf und eine depressive Phase von knapp 12 Wochen schon genug Grund für meine derzeitige Verfassung. Was allerdings für mich etwas merkwürdig ist, das die Symptome erst nach 6 Wochen des letzten Canabiskonsums auftraten, daher sind evtl wie schon beschrieben gar nicht die Drogen Hauptauslöser sondern der Umgang mit mir selbst danach.

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Hey Chrismav

Ich denke ich kann sehr gut nachvollziehen was du meinst. Wie bei dir, bin ich durch mein Psychisches unwohlsein in die Drogen abgerutscht (Gras, MDMA, Amphi etc), bei mir war die Ursache allerdings eine andere. (Nahtoderlebnis, fast draufgegangen^^) In der Zeit als es mir schlecht ging hab ich viel konsumiert, und auf die konsequenzen gepfiffen, da ich sowieso keinen Sinn im Leben gesehen habe. Genau wie du das beschreibst, bin ich selber auch ein sehr nachdenklicher Mensch und gebe mich mit doofen erklärungen nicht zu frieden. grundsätzlich hinterfrage ich alles und jeden.

Irgendwann habe ich mich zwingen müssen weniger nachzudenken, weil ich das gefühl bekommen habe, dass zu viel nachdenken schlussentlich dazu führt sachen negativ zu sehen. Ich musste lernen, allgemein sachen mit einer postiven Einstellung anzugehen.

So wie ich das verstanden habe, bist du in der Phase nach der Depression, in der Rehabilitation. Ich würde dich so einschätzen, dass du eigentlich eine eher ehrgeizige Person bist, die etwas im leben erreichen will. Daraus schliesse ich, dass du, wie beschrieben dir selber druck machst, was wiederum zu deinem Unwohlsein führt.

Die denkstörungen/unbelasbarkeit/schlechtes gedächnis kommen mir bekannt vor. Ich denke diese Punkte können durch 2 verschiedene faktoren hervorgerufen werden.

1. Durch deine psychische Verfassung ( Depression ist sehr sehr langwierig)

2. Durch den Ecstasy-Konsum (MDMA) und durch Gras. Dies kann selbst nachdem du eine lange Zeit nicht mehr konsumiert hast, noch nachwirkungen mit sich ziehen. Symptome wie du sie beschrieben hast gehören dazu. Ich selber habe gleiche Symptome gehabt.

Diese Symptome gehen allerdings wieder weg. Wichtig ist, dass du dich nicht darauf versteifst (Unnötiges drüber nachdenken)

So schluss mit dem Roman^^ Falls du Fragen hast, kannst du dich auch gerne per nachricht bei mir melden :) Ich finds grad einfach krass, wie sehr ich nachvollziehen kann wie du dich fühlst und gehandelt hast.

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Kommentar von SwissDiss15
20.05.2016, 12:21

Noch eine wichtige Frage vergessen: Hast du Ecstasy-Pillen oder MDMA-Kristalle konsumiert?

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Kommentar von chrismav19
21.05.2016, 11:58

Ende Januar (erste 6wöchige Pause) war ich auch am Anfang sehr depressiv, auch Agressionen konnte ich noch verspüren. Ich habe in der ersten Phase intensiv alles versucht aufzuarbeiten, meine Ängste wegzukriegen, habe mich gezwungen vor Leuten viel zu erzählen, allgemein aufgeschlossener zu sein, zu lachen und die Sicht der Dinge wieder positiv zu sehen. Nach 6 Wochen waren sowohl Zwangsgedanken, als auch die innere Unruhe in mir weg, beiläufig hab ich all meine Pflichten angepackt, sodass der Druck auch weg war. Dann einmalig wie erwähnt nochmal gekifft und schon war es wie vor den 6 Wochen, was mich nur stutzig macht ist, dass meine kognitiven Denkfähigkeiten erst schlechter wurden (bessert sich aber wieder) am 20 April, also 6 Wochen nach letzten Canabiskonsum, Ich denke ich habe mir nach diesem Tag viel zu viel Panik gemacht, wie ein Gestörter gegooglet und anschließend mein Gedankenkarussel nur verschlimmert. Ich denke ich zwinge mich wieder zu lachen, an mich zu glauben und so aufgeschlossen zu sein wie es geht, selbst das aufschreiben der Probleme hier hilft sehr gut und zeigt mir das sich mein Zustand, bezogen auf meine Denkfähigkeit wieder stark bergauf geht eigentlich. So Roman zuende ;)

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Ich selbst leide an Depressionen und ich kann mich gut identifizieren, da es wirklich nicht leicht ist damit umzugehen.

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