Burnout- sind das die Symptome?

9 Antworten

 

Hallo Ferhaty87,

zunächst eine Information zur Abgrenzung Burnout - Erschöpfungsdepression:

http://nie-mehr-depressiv.de/wissen/burnout-und-depression/

http://www.leading-medicine-guide.de/Medizinische-Fachartikel/Burnout-Syndrom-oder-Erschoepfungsdepression

https://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-phasen/

Eine weitere Abgrenzung zu den Begriffen Burnout und Erschöpfungsphase:

http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/burnout.html

Hier ist für Dich insbesondere die folgende Aussage von Bedeutung:

Eine Variante des Burn-out-Syndroms kann im http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/boreout.html">Bore-out-Syndrom gesehen werden. Der Begriff geht auf englisch to bore = jemanden langweilen zurück. Nicht nur die Überforderung organismischer Kraftreserven kann schwerwiegende Probleme machen, sondern auch das Gegenteil: die Unterforderung. Nicht umsonst heißt es: Ich habe mich zu Tode gelangweilt.

Und dieses Bore-out-Syndrom trifft m. E. am ehesten auf Deine Beschreibungen zu. Leider hat es dieses Syndrom noch nicht zu so großer Bekanntheit geschafft, wie das Burnout-Syndrom.

Hier sind die Auslöser und Symptome detailliert beschrieben:

http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/boreout.html

Und in dieser Google-Suche findest Du unterschiedliche Therapieansätze.

https://www.google.de/search?q=bore-out-syndrom+therapie&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=H5LjWLTQNvKE8QfGsLioCg

Der Weg zum Hausarzt ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung von Dir, und mit den o.g. Tipps, kannst Du Dich selbst hilfreich auf das Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin vorbereiten.

Wenn Du noch Fragen haben solltest, ich helfe gerne. Schreibe bitte einfach einen Kommentar.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute sowie eine baldige Verbesserung Deines Gesundheitszustandes.

Buddhishi


 

Hallo Ferhaty87,

so wie du es schilderst, hast du jetzt in diesem Moment noch keinen Burnout.
Der Stress besteht bei dir hauptsächlich darin, dass dich die Arbeit nicht mehr ausfüllt, keinen Spass macht und du keine persönlichen Erfolge mehr einfahren kannst.

Natürlich kann man auch durch den fehlenden Anreiz bei der Arbeit in eine depressive Phase geraten, die das Immunsystem schwächt. Verspannungen machen natürlich Kopf-und Rückenschmerzen.

Einen echten Ausgleich zu deiner Arbeit, (was genau machst du denn?) hast du scheinbar auch nicht. Wochenends als DJ jobben, ist alles andere als entspannend.
Ausgleichend, das wäre ein Sport. Schwimmen, Wandern, Radfahren, Kunst & Kultur. Also etwas, was den Körper(Muskulatur) und den Geist(Seele) entspannt.

Der Burnout unterscheidet sich von einer Erschöpfungsphase wie folgt:
Der Betroffene fühlt nicht mehr, dass die Arbeit ihn über alle Maßen körperlich und seelisch überfordert.
Der Betroffene könnte 18 Stunden am Tag wie im Hamsterrad ohne Pause durcharbeiten, macht fataler Weise auch keine Pausen mehr, weil er denkt, damit zu viel Zeit zu verlieren.
Als Folge bekommt dieser "gute" Mitarbeiter immer mehr Aufgaben zugeteilt, weil er ja so überaus belastbar ist. Die Spirale dreht sich also immer höher.
Später merkt der Betroffene zwar, dass sein Körper nicht mehr richtig mitmacht: Fehlentscheidungen werden getroffen, Arbeiten weisen Fehler auf, Stress mit Kollegen kommt nun hinzu.
Dadurch arbeitet der Betroffene noch härter, selbstkritischer, länger. Durch die Verbissenheit kommt es nun zu immer mehr Konflikten unter den Kollegen. Meist bittet der Chef nun erstmals zum Gespräch.
Zu diesem Zeitpunkt werden auch die körperlichen Symptome immer unübersehbarer. Magenprobleme, Herz, Kreislauf, Stoffwechselstörungen, diffuse Entzündungen im ganzen Körper, die wechselweise kommen und gehen, obwohl die Blutwerte soweit OK sind.
Es kommt nun zu immer häufigeren Krankschreibungen. Der Betroffene arbeitet dabei oft noch von zu Hause, denn er will die Firma ja nicht belasten. Dafür empfindet er sich nun zunehmend selber als Belastung.

Mit den häufiger werdenden Krankschreibungen fangen nun oft die "Siedel-Gespräche" an, mit denen der Chef subtil Druck auf den Arbeitnehmer ausübt und ihm ein immer schlechteres Gewissen macht, bis hin zur Drohung, den Betroffenen bei zukünftiger Nichterfüllung seiner ohnehin zahlreichen Aufgaben und Ziele, an einen weniger prestigeträchtigen Platz zu versetzen. Meistens geschieht das dann auch.

Nun degradiert, schlägt die Psyche des Betroffenen jetzt deutlich sichtbar Alarm: Der Arbeitnehmer wird zusehends dünnhäutiger, kleine Aufgaben scheinen schon unerfüllbar, psychosomatische Beschwerden werden häufiger. Ein echter Teufelskreis hat jetzt begonnen.

Im Anschluss folgt meistens ein regelrechter Zusammenbruch aller Organe. Magen, Herz, Rücken, Leber, Nieren....oft in genau dieser Reihenfolge.

Wird dem Betroffenen jetzt nicht verinnerlicht, dass er über seine Kapazitäten hinweg gearbeitet hat, kann es durchaus zum Tod kommen, oft auch Freitod. In diesem Stadium hat der Betroffene auf Drängen der Firma entweder bereits selber gekündigt, oder wird jetzt gekündigt, aus "persönlichen Gründen".
Meistens geht es dann erst einmal in eine Reha-Kur der Krankenkasse, oder es gibt seitens der ARGE Massnahmen zur Beruflichen Wiedereingliederung.
Bei einem echten Burnout, ist die Prognose übrigens richtig gehend schlecht.
Wer einmal einen akuten Burnout hatte, wird nie wieder auf sein altes Arbeitsniveau zurück finden, während Menschen mit einer "normalen Depression" durchaus einen ordentlichen Wiedereinstieg erlangen können.
Sobald ein gewisses Limit an Belastung erreicht ist, kommt es wieder zum körperlichen Absturz, obwohl die Organe eigentlich noch gesund sind, oder wieder erholt schienen.
Eine Psychotherapie ist unumgänglich, nicht gegen den Burnout allein, sondern um zu lernen, auf seinen Körper zu achten, jeglicher Überforderung aus dem Weg, aber Anforderungen wieder gerecht zu werden.

Ein radikaler Jobwechsel, komplett andere Tätigkeit, bleibt meistens unumgänglich.
Selbst kleine Krankheiten, wie eine Magenverstimmung, saisonale Erkältung kann den Körper so sehr schwächen, dass es wieder zu wochenlangen Rückfällen kommt.

Wenn du dich in dieser Beschreibung dich wiedererkennst, dann ist es tatsächlich an der Zeit etwas zu unternehmen. Frage deine Familie, ob du dich im Privatleben verändert hast. Wenn ja, solltest du mit einem Psychologen drüber reden.

Bei zu viel Stress durch Überforderung, oder Mobbing am Arbeitsplatz kannst du dich an deinen Betriebsrat wenden.
Die Gewerkschaft ist auch eine gute Hilfe.
Alternativ und günstiger gibt es noch die AUB http://aub.de/
Gewerkschaft wie AUB helfen bei Konflikten mit dem Arbeitgeber, gewähren Rechtsschutz.
Die VDK hilft bei Verhandlungen mit dem Arbeitsamt und der Deutschen Rentenversicherung http://www.vdk.de/deutschland/

Ich wünsche dir alles Gute,
di Colonna

und wo ist die tolle beschreibung rauskopiert?

ich wüsste das gerne, damit ich den verfasser zur verantwortung für den unsäglichen bockmist ziehen kann...

jemandem in der in der frage beschriebenen situtation zu erzählen "du hast nix", ist in höchstem grade verantwortungslos..

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@ponyfliege

Liebe ponyfliege,

ich habe nicht gesagt: "Du hast nix."
Da haben Sie offensichtlich die Antwort missverstanden.
Ich habe lediglich gesagt, dass aufgrund der hier beschrieben Symptome und Sachverhalte, NOCH nicht von einem medizinisch-psychologischen Burnout aus gegangen werden kann. Anders stellt es sich hier eben noch nicht da. Sicher kann die Situation, abweichend von der Beschreibung des FS, anders gelagert sein. Aber dann hätte er es vermutlich anders beschrieben.

Der Text als Basis die allgm. Grundlagen der Psychologie.

Der "Bockmist" ist also ein gültig anerkannter Teilbereich der Psychosomatik.

Verantwortungslos wäre, dem Fragesteller keine Lösungen selbst in seiner derzeitigen Situation an zubieten.
Aber auch das habe ich getan. Den Text bis zum Ende zu lesen hätte Ihnen ein paar Zeilen erspart.   ;-)

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@ Ferhaty87

Du solltest dich mal mit deinem Hausarzt unterhalten. Burn Out bedeutet nichts anderes als "ausgebrannt" und ja zuviel Stress kann krank machen.

Jeder geht mit Stress anders um, aber ständig unter Strom zu stehen, das ist auch für das Immunsystem nicht gerade förderlich und  die menschliche Psyche reagiert darauf bei jedem Menschen anders.

Es gibt auch einen positiven Stress, der uns nicht schadet, aber Dauerstress ist nicht gesund.

Was du tun kannst, wäre ausserhalb der Arbeit deinen Stress zu minimieren, mal abzuschalten. Im Beruf kann man das leider nicht immer machen, aber privat sollte man sich dann einen Ausgleich suchen, egal was es ist.

Dein Körper ist keine Maschine die läuft und läuft, er braucht auch mal eine Auszeit, wo du wieder Kräfte auftanken kannst und jetzt schon zeigt dir dein Körper quasi Warnsignale, darauf solltest spätestens jetzt hören und sie nicht ignorieren.

Wenn du dein Auto ständig ohne Öl fährst, dann bleibt es irgendwann stehen oder der Motor streikt, genauso funktioniert auch dein Körper.

Keine Ahnung was für eine Position du in deiner Firma jetzt ausübst, notfalls rede mit deinem Chef, ob es eine andere Tätigkeit für dich geben könnte, wo du besser klar kommst.

Überlege dir, wo du Prioritäten setzen kannst vor allem, damit du nicht auch noch zuhause ständig daran an die Arbeit denkst.

Denke mal, wenn du einen guten Hausarzt hast, dann werdet ihr zusammen eine Lösung finden.

Drücke dir die Daumen.

Als ausgleich mache ich als dj an wochenenden musik, aber irgendwie verfolgt mich der ganze stress. Ich danke dir für deine Antwort. Mal schauen was mir die ärztin sagt, sie wunderte sich letztens, weil ich dieses jahr so oft krank war. Das hatte ich bisher noch nicht. Jetzt werde ich konkret dieses thema ansprechen. Hoffentlich finden wir eine Lösung 

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@Ferhaty87

@ Ferhaty87

Bitte lese dir das nochmal durch, was User DiColonna geschrieben hat, speziell was deinen "Ausgleich" am Wochenende betrifft.

Besser als er das beschrieben hat mit den Auswirkungen von Burn Out kann man es nicht beschreiben.

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