Bunker Ausstattung im 2. wk

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Ich erinnere mich noch an eiserne Bettgestelle, übereinander, Strohsäcke drauf, graue Wolldecke. Eimer für Notdurft, Eimer mit Wasser, Eimer mit Sand und Schaufeln, sowie Kerzen und Zündhölzer.

Hab auch nur einen leeren gesehen. Bunker waren zum vorübergehenden Aufenthalt bei Luftangriffen. Da brauchte es keine besondere Ausstattung. Toiletten, vielleicht für Notfälle eine Liege.

Unter den Begriff " Bunker " fallen neben zivilen Luftschutzanlagen auch diverse militärische Bauwerke zu unterschiedlichen Zwecken...

Der private, zivile Lufschutzbunker ( wobei die wenigsten tatsächlich bombensicher waren, was eigentlich einen Bunker ausmacht...) war meist nur ein einzelner Raum ohne großartige Ausstattung...: primitive Sitzgelegenheiten und vielleicht einTrockenklo war der Standart. Mehr war auch nicht nötig, weil der Auffenthalt in so einem Bunker ja nur während der relativ kurzen Zeit eines Luftangriffes notwendig war.

Öffentliche, zivile Luftschutzanlagen hatten jeh nach Größe durchaus manchmal auch Heizung, Luftfilteranlage, eigene Stromversorgung, Schlafgelegenheiten, sanitäre Anlagen und Räumlichkeiten zur Versorgung von Kranken und Verletzten.

Daneben ga es noch zivile Bunker mit spezieller Funktion, z.B. Operationsbunker in dieversen Krankenhäusern, Bunker der Reichspost zum Schutz von Fernmeldeknotenpunkten oder Bunker der Reichsbahn.

Im militärischen Bereich gab es ebenso reine Lutschutzanlagen, wie auch Bauwerke zum Schutz bestimmter militärischer Befehls-und Verwaltungsstrukturen, Bunker zum Schutz von Waffen, zur Lagerung von Munition, verbunkerte Wasser-und Elektrizitätswerke, befestigte Produktions-und Reparaturbetriebe für Rüstungsgüter sowie natürlich Anlagen die mit Waffen für den Nah-und Fernkampf ausgerüstet waren.

Militärische Bunker ( deutsche ) wurden meist nach einer Art " Katalog " erstellt, wonach eben Bunker für bestimmte Zwecke immer nach einem bestimmten Muster erstellt wurden. Das Stichwort dafür heißt " Regelbau ". Der Anforderungskatalog für diese Regelbauten enthielt dann auch alles, was zur jehweiligen Ausstattung des Bunkers gehören sollte.

Fast alle Bunker des sogenannten " Atlantikwalls " wurden als Regelbauten ausgeführt, ebenso die Bunker des " Westwalls ".

Der Großteil dieser Bauwerke ist heutzutage tatsächlich leer, allerdings gibt es im Bereich des Westwalles doch inzwischen einige private Vereine, die kleinere Kampfanlagen wieder hergerichtet haben, ebenso gibt es in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Norwegen diverse größere Anlagen die inzwischen besichtigt werden können.

Ein Sonderfall ist die französische Maginotlinie...: diese Verteidigungsanlagen waren um ein vielfaches umfangreicher und größer als alle deutschen Bunkeranlagen des WK II.... Die Anlagen wurden bis in die 70er Jahre noch vom französischen Militär unterhalten, danach aber praktisch sich selbst überlassen. Die größeren Anlagen waren oft lange Zeit verschlossen, sodas sie bis heute teilweise noch im Originalzustand sind...., um mehrere der Artillerie-und Infanteriewerke kümmern sich inzwischen auch Vereine. Viele der kleinen und größeren Anlagen kurz hinter der französischen Grenze kann man besichtigen, was für jeden der sich für die Thematik interessiert ein Highlight sein dürfte. Die großen Artillerie-und Infanterierieforts wie Schoenenbourg, Hackenberg, Michelsberg, Fermont ect. , sowie die Kasematten die man besichtigen kann sind meist in funktionsfähigem Originalzustand....: angefangen von der unterirdischen Kleinbahn über die eigenen Stromgeneratoren bis hin zu Großküchen und Panzertürmen mit Geschützen. Führungen dort dauern aufgrund der Weitläufigkeit der Anlagen teilweise Stunden.....

Es gibt aber in Deutschland auch zivile oder militärische Anlagen, die besichtigt werden können. Große Auswahl gibts da in Berlin über den Verein " Berliner Unterwelten "......, aber auch in anderen Städten werden Führungen durch bestimmte interessante Anlagen ab und zu angeboten.

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